Welche Kryptowährungen werden sich durchsetzen?

Meine Glaskugel habe ich nach dem letzten Kurssturz gegen die Wand geworfen, aus dem Kaffeesatz lesen, soll aber auch funktionieren…

Über die reine Spekulationen hinaus, gibt es zum glück noch ein paar andere Indikatoren, wie die Zukunft aussehen könnte. Bitcoin ist der first mover, die erste funktionierende Kryptowährung überhaupt und sein Kurs hat sich über das Jahrzehnt seiner Existenz exponentiell gesteigert. 

Am 9. Februar 2011 war ein Bitcoin erstmals so viel wert, wie ein US-Dollar, während ich diese Zeilen schreibe muß man für den Kauf eines Bitcoin rund 7.300 Dollar ausgeben. 

Bitcoin hat den höchsten Nennwert und das wird lange so bleiben

An den Gegenwert eines Bitcoin wird in naher Zukunft sehr wahrscheinlich kein anderer Coin herankommen. Sehen wir uns mal die Konkurrenten an, www.coinmarketcap.com liefert die Daten zu über 5.000 verschiedenen Krypto-Projekten:

Marktkapital von Kryprowährungen

Hier ist Bitcoin der absolute Spitzenreiter, was den Gegenwert in Fiatgeld betrifft. Weit abgeschlagen die Nummer 2 auf der Liste, Maker, bei einem Kurs von 325 US-Dollar.

Geht es um das Wertsteigerungspotenzial, bieten Altcoins bessere Chancen

Der Wert eines Bitcoin hat sich seit 2011 um das 20.000-fache gesteigert, um jetzt gerade beim 6.660-fachen zu verharren. Das ist nicht das Ende aller Tage, da ist noch reichlich Luft nach oben. Doch eben nicht grenzenlos. Hier ist eine andere Zahl von Coinmarketcap interessant:

Dieses sogenannte Marktkapital ist das Produkt aus:

ANZAHL x KURSWERT

Derzeit gibt es rund 18.289.812 Bitcoin, multipliziert mit dem Preis von im Moment $6.659 ergibt das eine Marktkapitalisierung von derzeit fast 122 Milliarden US Dollar. 

Aus dieser Zahl läßt sich jedoch auch ablesen, dass die Kursfantasien irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Würde sich der Kurs des Bitcoin nochmals um den Faktor 7.000 multiplizieren, würde sein Marktkapital schon einen beträchtlichen Teil des überhaupt existierenden Geldes ausmachen. 

Außer im Fall einer weltweiten Hyperinflation, halte ich das für unwahrscheinlich. 

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass einige der jetzt noch relativ unbekannten Coins, deren Wert derzeit Bruchteile von Cents beträgt ähnlich fulminante Steigerungen erfahren. 

Multipliziere ich den aktuellen Preis eines CARDANO von 0,3 Cent mit dem gleichen Faktor 7.000 komme ich auf einen Kurs von $210 pro Coin. 

Hoffentlich wird das so kommen, denn ich besitze 60.000 davon. Cardano ist mithin auch mein persönlicher Favorit, was sein Potenzial betrifft. 

Bitcoin oder Shitcoin?

So werden jene Projekte genannt, denen allzu deutlich anzusehen ist, dass nicht viel mehr dahinter steckt, als die Absicht der Initiatoren, sich die Taschen ordentlich zu füllen. 

Die Software hinter Bitcoin und Ethereum ist open source und damit beliebig veränderbar und kopierbar. Im Prinzip kann jeder seinen eigenen Coin erschaffen und mit etwas Marketing und Social Media Skills promoten.

Ein Beispiel dafür, wie so etwas geht, liefert der Doge-Coin, der, ursprünglich als Witz gedacht, bis heute überlebt hat.

Derzeit beträgt sein Marktkapital sage und schreibe 228 Millionen Dollar! Ich halte daran keinen Anteil…

Inzwischen haben sich Kriterien entwickelt, aufgrund derer sich die Projekte relativ leicht analysieren lassen. Pionierarbeit hat dabei die Firma Weiss Ratings geleistet, die als erste ein unbestechliches Rating Modell für Kryptowährungen erstellt hat.

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Ein hoffnungsvoller Blick in den Rückspiegel

Eigentlich ist genau jetzt ein recht guter Zeitpunkt für den Einstieg in die Kryptowelt. In einer globalen Krise hält die Welt den Atem an, Die Kurse sind mal eben um rund 30% abgestürzt, doch das wird mit Sicherheit nicht so bleiben. 

Diese Liste zeigt die Kurse der drei damaligen Top 3 im Dezember 2017, zu finden auf www.coingecko.com

Wenn wir nur dieses Niveau erreichen, ist schon viel gewonnen und doch stehen wir auch dann erst am Anfang einer Entwicklung. Kryptowährungen schaffen die schon lange benötigte Zahlungsebene auf dem Internet. Wir stehen erst am Anfang einer grundlegenden Revolution des Geldwesens.

Die Welt wird nach Corona noch digitaler sein und wir werden schon bald digitale Versionen von Euro und Dollar auf dem Smartphone halten. Umso größer wird die Nachfrage nach freien Alternativem zu den Zentralbankwährungen werden. 

Insbesondere Projekte, die dank Anonymisierung einen digitalen Bargeldersatz anbieten werden, halte ich für sehr zukunftsträchtig. 

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In Gold Investieren

Ist in Gold zu investieren, eine sichere Sache? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. In diesem Artikel erhältst du die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich auf Gold zu setzen und im Fall der Fälle auch wirklich davon zu profitieren.

Gold hat die Menschen seit jeher fasziniert und für tausende von Jahren war es sowohl universelles Zahlungsmittel als auch Wertspeicher. Auch Papiergeld war bis vor knapp 50 Jahren noch komplett durch Gold gedeckt.

Der US Dollar verdankte seinen Aufstieg zur weltweiten Leitwährung dieser strengen Golddeckung. Doch1971 war damit Schluß und andere Währungen folgten auf dem Fuß. Seither können Zentralbanken die Geldmenge mehr oder weniger beliebig vermehren. Wir haben nur noch Fiat Geld, nach dem lateinischen Ausdruck für “so sei es”.

Spätestens seit der Bankenkrise von 2009 ist das Vertrauen in dieses System zu Recht schwer beschädigt und eigentlich haben wir uns gedanklich bereits mit dem nächsten Crash abgefunden. Niemand möchte ernsthaft in Frage stellen, dass er kommen wird. Lediglich über das “Wann” wird noch argumentiert.

Neben den neuen digitalen Werten wie Bitcoin und Altcoins, die genau vor diesem Hintergrund geschaffen wurden, bieten sich Edelmetalle als klassische Alternative zu Geld und Geldprodukten an.

Goldpreisenwicklung der letzten 20 Jahre
Goldpreisentwicklung der letzten 20 Jahre

Der Goldpreis hat sich im Laufe der letzten 18 Jahre von $300 pro Unze auf knapp $1.200 vervierfacht, das entspricht vereinfacht ausgedrückt einer Rendite von durchschnittlich 22% pro Jahr. Ebenso deutlich ist jedoch auch zu sehen, dass es 2013 einen Rückgang gab und sich seither nicht allzu viel tut. Daher mein erster Rat:

1. Gold ist eine langfristige Investition

Investiere nur Geld, das du innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht brauchen wirst. 

Kommt der nächste Crash, wirst du dich über einen schönen Zuwachs wie in den letzten Krisenjahren 2009 bis 2011 freuen können. Darauf spekulieren solltest du dennoch nicht, die Notenbanken könnten sich auch noch eine ganze Weile durchmogeln wie bisher.

2. Investiere nicht auf Kredit

Auch wenn die derzeitige Zinslage die Versuchung aufkommen läßt, solltest du deine Edelmetalle niemals mit geliehenem Geld kaufen.

Das gesamte marode Finanzsystem beruht auf sofortigem Konsum bei aufgeschobener Bezahlung. Dein Gold wird ein Gegengewicht dazu bilden.

Das kann jedoch nur dann funktionieren, wenn du jetzt auf Konsum verzichtest, um später die Belohnung zu erhalten.

Nur Gold ist auch wirklich Gold!

3. Kaufe Gold, kein Papier

Nicht nur Währungen sind künstlich aufgeblasen. Schätzungen zufolge existiert 250 mal mehr Gold in Form von Wertpapieren, als physisch vorhanden ist. Manche behaupten, dass damit der Preis künstlich niedrig gehalten wird.

Der Sinn einer Anlage in Gold ist gerade, dass du damit eine knappe Resource erwirbst. Zertifikate oder Kontrakte sind dagegen nur ein leeres Versprechen.

Sie sind auch dann nicht empfehlenswert wenn versprochen wird, dass sie durch physisches Gold gedeckt sind. Im Falle einer erneuten Finanzkrise könnte nämlich die herausgebende Bank in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihr Versprechen nicht halten können.

Gewinne aus derartigen Finanzprodukten sind auch nur dann steuerbefreit, wenn die Wertpapiere einen Lieferanspruch auf echtes Gold beinhalten. Das hat der Bundesfinanzhof im  Februar 2018 erneut bestätigt. (Az. IX R 33/17). Die Spekulationsfrist beträgt ein Jahr.

4. Dein Gold muss dir auch gehören!

Auch das ist nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. Viele Finanzprodukte versprechen, das Metall für dich in einem Pool zu halten, ohne dir jedoch das Eigentum an konkreten Barren oder Münzen zu übertragen. Mit derartigen Produkten erwirbst du eben kein Metall sondern lediglich einen Anspruch auf die Auszahlung des Gegenwertes in Geld zum aktuellen Tageskurs. 

Das läuft auch dem Sinn einer wertstabilen Investition außerhalb des Geldsystems diametral entgegen. 

Kleiner Goldvorrat
Immer dabei. Gold für 6 Monate Leben

5. Halte einen Teil deines Goldes in kleinen Münzen

Wir wissen nicht, ob die Erwartung der großen Krise Verschwörungstheorie oder reine Angstmache ist. Es ist hingegen historische Tatsache, dass schon öfter Vermögen durch Inflation vernichtet wurden.

In Argentinien ist es ein Dauerthema und gerade erst habe ich in Venezuela erlebt, wie kompliziert der Alltag mit einer extrem instabilen Währung werden kann.

Auch Deutschland hat im letzten Jahrhundert zwei Mal eine völlige Geldentwertung erlebt. Niemand kann dir garantieren, dass so etwas nicht wieder passieren wird. Im großen Chaos der 1920er Jahre hatte schon eine Unze Gold einen enorm hohen Wert.

Ein Kilobarren taugt in so einem Fall natürlich nicht als Zahlungsmittel, nur kleine Einheiten machen als Krisenwährung Sinn. Ich halte zu diesem Zweck etwa 5.000 Euro in kleinen Münzen bereit. Das kleine Beutelchen passt problemlos in die Hosentasche und wiegt etwa so viel wie mein iPhone.

Münzen wie Krügerrand und Maple Leaf haben den zusätzlichen Vorteil auch als gesetzliche Zahlungsmittel zu gelten. Damit ist ihr Erwerb in Deutschland und vielen anderen Ländern von der Mehrwertsteuer befreit. Außerdem können sie problemlos gehandelt werden.

6. Wo kannst du deinen Goldschatz sicher aufbewahren?

Größere Mengen Gold kannst du natürlich nicht mehr mit dir herumtragen und es ist auch keine so tolle Idee, sie im Garten zu vergraben, falls du überhaupt einen hast. Mein Onkel hatte seine mächtige Bücherwand auf Goldbarren gestellt und das ging Jahrzehnte lang gut. Nicht einmal die Steuerfahndung hat sie entdeckt! Mit genügend Zeit finden Einbrecher aber einfach alles. 

Leider hat auch die Lagerung im Bankschließfach ihre Nachteile. Der Inhalt von Schließfächern ist meist nicht automatisch versichert und damit eine Versicherung im Schadensfall Ersatz leistet, musst du beweisen können wie viel Gold dort gelagert war. Das kann unter Umständen sogar mit Fotos schwierig werden, so dass es sich empfiehlt Zeugen zu haben. Bei aller Liebe zu meinen Mitmenschen, möchte ich persönlich in derlei Dingen Angelegenheiten keine Mitwisser haben. 

Denken wir wieder einmal pessimistisch, dann bleiben bei einer Bankenpleite Gold und weitere Wertgegenstände zwar immer noch dein Eigentum, doch hast du möglicherweise für eine Weile keinen Zugang zu deinem Schließfach. Gerade dann, wenn du es dringend bräuchtest.

Natürlich spricht auch die Möglichkeit staatlichen Zugriffs auf dein Privatvermögen gegen die Lagerung bei Geldinstituten.

singapur skyline
Singapur ist ein sicherer Hafen für dein Vermögen

7. Lagerung bei Spezialunternehmen

Bei einem ortsunabhängigen Lebensstil kommt ohnehin nur die Lagerung bei einem darauf spezialisierten Unternehmen in Frage. 

Diese hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich den Kauf und Verkauf von Edelmetallen von jedem Ort der Welt aus online erledigen kann. Wenn ich einen Vorrat an Münzen bei mir trage, spielt es auch keine große Rolle, wie weit es bis zu meinem Tresor ist.

Die meisten dieser Anbieter finden sich in London, der Schweiz und in Singapur. Ich habe mich schon aus Prinzip für einen Standort außerhalb Europas entschieden und halte mein Edelmetall bei der Firma bullionstar in Singapur. Erfahre bald mehr darüber in einem gesonderten Artikel.

8. Halte dich an die Gesetze

Bedauerlicherweise ist der alte Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung inzwischen abgeschafft. Besonders dann, wenn es um Vermögenswerte ungeklärter Herkunft geht. 

Das neue Geldwäschegesetz erlaubt dir Goldkäufe mit Bargeld über 10.000 Euro nur noch gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises. Der Verkäufer muss die Ausweiskopie zusammen mit dem Beleg über den Verkauf lediglich 10 Jahre lang aufbewahren. Noch besteht keine Meldepflicht für derartige Verkäufe. 

Falls dein Verkäufer jedoch aus irgendeinem Grund geprüft wird, solltest du die Herkunft der Barmittel belegen können. Es mag so gewesen sein, dass Oma 100.000 Euro im Küchenbuffet aufbewahrt hatte, dennoch werden die Behörden dies nicht als einwandfreien Herkunftsnachweis anerkennen und dein Gold beschlagnahmen.

9. Kaufe dein Gold anonym

Auch das geht: Gold gegen Bitcoin

Wer bei früheren Goldverboten und Einziehungen seine Reserven verschwiegen hat, konnte damit rechnen, unentdeckt zu bleiben. In unserer vernetzten Welt sind die Maschen wesentlich enger.

Es ist also besser, wenn niemand in deinem Land von deinem Gold weiß. Noch kannst du im Goldhandel Münzen und Barren bis zum Gesamtwert von 10.000 Euro ohne Ausweispflicht kaufen. Pro Kauf versteht sich. 

Dann hast du jedoch wieder das Problem mit der sicheren Aufbewahrung. Viel eleganter ist es daher z.B. direkt bei bullionstar zur Lagerung in Singapur zu kaufen und mit Bitcoin zu bezahlen. Frag mich einfach, ich helfe dir gerne dabei.

10. Traue niemandem und schon gar nicht deiner Regierung!

„Es ist gefährlich, richtig zu liegen, wenn die Regierung falsch liegt“ Das Zitat von Voltaire hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Auch hier ist die Geschichte des letzten Jahrhunderts voller warnender Beispiele. Auch in Deutschland.

Schon die demokratisch verfasste Weimarer Republik erließ zur Bekämpfung der Inflation Verordnungen, welche nicht nur Gold und Devisenbesitz unter Strafe stellten, sondern auch zur Ablieferung dieser Bestände verpflichteten. Das Ganze wurde mit Razzien und Durchsuchungen durchgesetzt. 

Auch in den USA, dem Mutterland aller Demokratien, erließ Präsident Roosevelt 1933 ein Goldverbot und verpflichtete die Bürger ihre Bestände zum Preis von $24 pro Unze an die Regierung zu verkaufen. In der Folge wurde der Goldpreis bei $35 festgeschrieben. Das Verbot wurde erst nach über 40 Jahren im Jahre 1974 aufgehoben! Bei Zuwiderhandlungen drohten bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Das ebenfalls demokratische England verbot seinen Bürgern 1966, Goldmünzen zu erwerben oder mehr als vier Münzen zu besitzen. Alle übrigen Stücke sollten bei der Bank of England abgeliefert werden, welche sie für die Deckung des Pfund Sterling benötigte.

Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer zu erahnen, welche Verordnungen und Gesetze im Falle einer erneuten schweren Finanzkrise erlassen werden.