Beethoven gegen Hausmeister

Mein Leben hat sich anhand einer Kette von Zufällen entwickelt, welche auf den ersten Blick ziemlich irre erscheinen mag. Erst heute, mit genügend Abstand, entdecke ich darin eine geradezu zwingende Logik. 

So habe ich es durchaus mal versucht, den braven, bürgerlichen Weg zu gehen. Als Jura- Student, in München. Mit einem WG-Zimmer, im damals noch gar nicht so hippen, Glockenbachviertel – und einem Job bei der Münchner Wach-und Schließgesellschaft. So nannte sich das älteste „Security Unternehmen“ der Stadt und einen ehemaligen Zeitsoldaten haben sie gern genommen. Besonders, wenn er fließend drei Sprachen beherrschte und ein sauberes Führungszeugnis hatte. Was in dieser Branche alles andere als selbstverständlich war.

Eigentlich konnte ich mich auch gar nicht beschweren über meine Einsätze, außer dass es sich dabei meist um 12-Stunden Schichten handelte. Von 6 Uhr morgens  bis 18 Uhr abends, habe ich bei SIXT Reservierungsanfragen entgegengenommen, oder mir von 9 Uhr bis 18 Uhr in Juweliergeschäften die Beine in den Bauch gestanden. Zusätzlich belastet mit einem Revolver und der Anweisung: „Wenn mal was ist, um Gottes Willen erst werfen, dann schießen!“ 

Die aufgerüschten Damen dort, fanden mich süß. Die Herren in Kashmir mochten mich auch gut leiden und ich lernte wirklich viel über Schmuck, teure Uhren und die Gepflogenheiten in diesem Geschäft. 

Es gab jedoch auch so richtig üble Einsätze, in denen ich von 18 Uhr bis 6 Uhr eine Baustelle bewachen durfte, oder eben die Pforte im Raiffeisen Rechenzentrum…

Das lag im, damals ganz neuen Gewerbegebiet München Aschheim. Dort zu arbeiten, bedeutete für mich Wecken um 4:00, einen erfrischenden Spaziergang zur Bahn und dann eben noch mal gute 20 Minuten Fußmarsch von der S-Bahn Haltestelle zu Rechenzentrum. Damals waren die Winter noch wirklich kalt!

Da saß ich dann, eines Morgens, an der Einfahrt, in einem Pförtnerhäuschen. Vor mir zwei Knöpfe. Einen für „Schranke hoch“ einen für „Schranke runter“. Eine Kladde, um die Kennzeichen der Besucher einzutragen und einen kleinen Radiowecker. Mehr gab es nicht.

Es mögen an diesem Morgen vielleicht drei Stunden von meiner Schicht vergangen sein. Auf dem kleinen Radio hatte ich Bayern 4 Klassik eingestellt und es lief der dritte Satz aus dem Konzert für Orchester, Klavier, Cello und Violine Opus 56 von Ludwig van Beethoven. 

Das ist ein Rondo, in welchem zuerst die Violine eine einfache Melodie spielt, in die das gesamte Orchester einfällt. Dann ist das Cello an der Reihe und wieder das Orchester, danach das Klavier und so weiter. Ein himmlisches Zusammenspiel, eine Überlagerung von Stimmen und miteinander wettstreitenden Solisten. 

Auch wenn meine Lage insgesamt nicht so glorios war, fühlte ich mich durchaus glücklich. Dann kam der Hausmeister.

Grauer Kittel, Hornbrille, Hut, eine deutsche Karikatur. Er forderte mich dazu auf, das Radio abzustellen. 

„Warum?“ fragte ich

„Weil I dös sog!“ entgegnete er.

„Ich kann meine Arbeit wirklich auch mit Musik tun“.

„Mogst frech wern?“ Kam es drohend zurück.

„Nun“ sagte ich in klarem Hochdeutsch „Haben Sie gerade Zeit?“

„Warum?“ blaffte er

„Wir haben nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder das Radio bleibt an, oder ich verlasse sofort meinen Posten. Bis ein Ersatz für mich kommt sitzt dann erstmal DU auf meinen Stuhl!“

„Wannst dös machst, schmeißen di doch naus bei der Woch und Schließ!“ Kam es zurück.

„Nun“ gab ich zurück „ich möchte keine Arbeit machen, in der mir idiotische Befehle erteilt werden. Auf so einen Job scheiße ich! Also, was machen wir jetzt?“ damit stand ich vom Stuhl auf und wurde etwas lauter.

„Spinnst jetza? Du tuast, wos I sog!“ schrie der Kittel.

„Dann setz dich hin, du altes Arschloch. Viel Spaß!“

Ich genoß kurz das fassungslose Gesicht dieses alten Nazis, griff mir meine Winterjacke und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich habe es gerade auf Google nachgesehen, das waren 11 Kilometer. Ich ging zu Fuß. Es war saukalt, an diesem sonnigen Februarmorgen.

Damals habe ich beschlossen, dass mir niemals wieder in meinem Leben jemand Befehle erteilen darf. Ich war wieder glücklich!

Ein paar Tage später hatte ich einen Termin bei einem Freund meines Vaters. Erfolgreicher Rechtsanwalt im barocken Preysing Palais, gegenüber der Münchner Residenz. Dort saß er, ebenfalls eine barocke Gestalt, hinter einem barocken Schreibtisch, in einem Raum mit gefühlten 5 Metern Luft darüber, bis zur überreich dekorierten Stuckdecke. 

Irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass ich bei ihm einen Job bekommen könnte. Doch er erklärte mir zuerst, dass vor mir im besten Fall 20 Jahre harter Arbeit liegen würden, bevor ich vielleicht 20.000 Mark im Monat verdienen würde. Davon hätte ich jedoch wenig, denn es bliebe mir in dem Fall keine Zeit, das Geld auszugeben!

„Außerdem, warum sollte ich Sie einstellen?“

fragte er.

„Wenn Sie frisch aus dem Referendariat kommen, können Sie bei mir bestenfalls die Papierkörbe ausleeren! Und wenn ich Ihnen dann alles beigebracht habe, dann hauen Sie ab und machen mir Konkurrenz“

„Mal ganz ehrlich, was können Sie?“ 

„Ich kann gut schreiben“

„und?“

„Ich beherrsche vier Sprachen“

„und?“

„Ähhh, ich kann Motoren reparieren“

„Sehr gut!“

Kam es hinter dem Schreibtisch hervor

„Dann können Sie ja etwas mit Ihren beiden Händen machen. Warum tun Sie das nicht!“

Google sagte mir gerade, dass die Kanzlei noch noch immer am gleichen Ort existiert, nur der Name hat sich verdoppelt. Offenbar haben zwei Söhne des alten Herrn den Laden übernommen. Für manche Dinge muss man geboren sein.

Dem Freund meines Vaters bin ich deshalb noch heute dankbar für seine deutlichen Worte. Sie haben meinem Lebensweg eine neue Richtung gegeben. Ich bin seinem Rat gefolgt und wurde erst mal Gebrauchtwagenhändler. Schon bald fuhr ich in einem alten Jaguar zur Uni. Wenn ich es denn überhaupt noch mal tat…

Durch diesen alten Jaguar haben sich dann auf wundersame Weise weitere Möglichkeiten ergeben. Das erzähle ich vielleicht ein andermal… wenn Ihr wollt.

Was ist nun die Moral von dieser Geschichte? Arbeite nicht als Pförtner, wenn du Anwalt werden willst! Doch warum willst du dich überhaupt in ein Muster pressen lassen? Mach einfach das, was du gut kannst und der Rest ergibt sich von selbst.

Ein Jahr mit Crypto.com

Vor knapp einem Jahr habe ich $20.000 bei dieser damals noch eher unbekannten Plattform investiert. Das war der damalige Mindestbetrag, um eine VISA Karte mit 5% Cashback auf alle Einkäufe zu bekommen und 8,5% Zinsen auf Bitcoin und andere Krypto-Assets zu erhalten. Was ist daraus geworden?

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen, bin ich sehr zufrieden. Und das nicht nur, weil mir die Firma die Kappe und eine schicke Sportjacke geschenkt hat.

Was macht Crypto.com eigentlich?

Eigentlich sagt der Name bereits alles! Die Firma hat sich auf die Fahne geschrieben, einem breiten Publikum den Zugang zur Welt der Krypto-Assets zu vereinfachen, indem sie eine Reihe verschiedener Dienstleistungen rund um Kryptowerte in einer einzigen App zusammenfasst.

  • Schnittstelle zwischen Krypto und Euro. Ein-und Auszahlungen vom Bankkonto
  • Börse für den Kauf, Verkauf und Tausch von Kryptowährungen 
  • Anlageplattform für Kryptowerte 
  • VISA-Karte, mit der Euro und Kryptowährungen ausgegeben werden können

All diese Transaktionen haben reibungslos funktioniert und ich nutze die Plattform fast täglich.

Einziger Wermutstropfen: das Ganze funktioniert nur auf einem Smartphone. Auch das ist sicher zukunftsweisend, doch ich würde mir wünschen, dass ich mein Konto auch auf einem größeren Bildschirm verwalten könnte. Die App ist auf den ersten Blick leider etwas verwirrend.

Solides Wachstum

Der Preis des CRO Tokens hat sich seit Januar 2021 um knapp 500% gesteigert und die Mindesteinlage für die “Icy White Karte” beträgt inzwischen $40.000 (€35.000).

Diese Zahlen spiegeln die enorme Zunahme der Nutzer von damals unter einer Million auf derzeit über 10 Millionen.

Im Unterschied zum großen Konkurrenten Binance hat Crypto von Anfang an darauf gesetzt, mit Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten und darf daher seine Dienstleistungen in 49 US-Bundesstaaten anbieten. Das erlaubt ihnen ein aggressive Werbung, so haben sie zum Beispiel den Schauspieler Matt Damon als Imageträger verpflichtet und das Stadion der LA Lakers heißt jetzt Crypto.com Arena. Das Ganze haben sie sich 1 Milliarde Dollar kosten lassen.

Woher kommt dieses Geld? Ich bin einer derjenigen, der ihnen einen kleinen Teil davon zur Verfügung gestellt hat.

Ein hoher Einstand lohnt sich

Ich habe, wie Eingangs gesagt, 250.000 CRO Token gekauft und sie der Plattform im Staking zur Verfügung gestellt. Crypto bietet drei Staking Levels an: €350, €3.500 und eben €35.000 oder mehr. Diese Anlage kann nach 180 Tagen entnommen werden. Ich denke jedoch nicht daran, denn es ergeben sich eine Reihe von Vorteilen daraus, den Betrag weiter auf der Plattform zu halten.

  • 12% p.a. auf die Staking Einlage
  • Deutlich höhere Zinsen im Krypto lending
  • 5% Cashback auf alle Karten Transaktionen
  • Bis zu 60% Rabatt auf die Handelsgebühren
  • VIP Lounge Zugang
  • Rückerstattung der Gebühren für Amazon Prime, Spotify und Netflix

Insbesondere bei den Zinssätzen lohnt es sich deutlich, etwas mehr einzusetzen. Im Vergleich der Anbieter schneidet Crypto ansonsten nicht so besonders gut ab, die Renditen für kleinere Anleger fallen eher mager aus. In den beiden Top-Levels sind sie hingegen unschlagbar.

Quelle: https://www.cryptostudio.com/de/lending-zinsen/

8,5% Zinsen auf Bitcoin

Im nebenstehenden Beispiel hatte ich etwas über 1 BTC für einen Monat angelegt. Wie bei einem Festgeld, kann ich vor Ablauf des Anlagezeitraums nicht über dieses Guthaben verfügen.

Dafür gibt es 4,5% Zinsen, plus weitere 2%, die im hauseigenen CRO Token ausgezahlt werden. Insgesamt 0,00405 BTC und 146,96 CRO. Bei einer Laufzeit von 3 Monaten, erhöht sich die Rendite auf 8,5%.

Auf den Stablecoin USDC kann ich sogar bis zu 14% Zinsen bekommen, ohne das Kursrisiko der Krypto Assets zu haben.

Allerdings entspricht der Wert eines USDC immer einem US-Dollar und damit schwindet die Kaufkraft meiner Anlage mit der Inflation. Die Inflationsrate der US-Währung von 7% halbiert meine Rendite.

12% Rendite im Staking

Zusätzlich zu den eben genannten Vorteilen zahlt Crypto 12% Staking Rewards auf die eingesetzten Beträge. In meinem Fall ist allein das bereits eine kleine Rente. Beim derzeitigen Token Preis, versteht sich.

575 CRO pro Woche

In der Tabelle kann man sehen, dass der monetäre Gegenwert dieses wöchentlichen Zahlungen im, willkürlich gewählten Zeitraum, zwischen $90 und $395 geschwankt hat. Typisch Krypto, eben.

Wenn ich meine Rewards wöchentlich in US-Dollar getauscht hätte, wären es in einem Jahr rund $6.600 gewesen. Als optimistischer Mensch, habe ich sie jedoch behalten und darf mich so über rund 29.000 CRO Token freuen, deren Wert im Moment etwa $12.000 beträgt.

Vorsicht beim Tauschen

Ähnlich wie bei den Zinsen, ist auch hier wieder klar im Vorteil, wer etwas mehr angelegt hat. Die Gebühren bewegen sich mit 0,4% durchaus im Rahmen, doch auch darauf gibt es ganze 60% Rabatt in den beiden oberen Levels.

Als regelrechte Gebührenfalle entpuppt sich jedoch die, auf den ersten Blick sehr praktische Tauschfunktion. Damit kann ich mit ein paar Klicks die verschiedensten Werte gegeneinander tauschen.

In diesem Beispiel wollte ich fast 50.000 Cardano (ADA) in den Stablecoin USDC konvertieren. Der mir angebotene Tauschkurs betrug, wie oben zu sehen 1,3266 USDC pro Cardano. Auf der Börse Binance hätte ich dagegen, zum gleichen Zeitpunkt 1,3478 USDC für jeden meiner Cardano bekommen. Diese 2,1 Cent Unterschied hätten sich da mal ganz schnell eben auf $1.054,38 summiert.

Auch im umgekehrten Fall (rechts) im Bild, beträgt der Spread zwischen dem Marktpreis auf Binance oder Coinbase und dem von Crypto veranschlagten Kurs rund 2 Cent. Happig!

So bequem die Tauschbörse ist, wer sie nutzt, könnte mit einem Mausklick die Zinserträge von 5 Monaten bei 5% Zinsen vernichten. Ich komme später noch darauf zurück, warum ich das sogar eher beruhigend finde.

5% Rabatt auf alles!

Wäre es nicht schön, wenn du von jeder Ausgabe sofort 5% zurück bekommen würdest? Nur dafür, dass du mit einer bestimmten Kreditkarte bezahlst, statt mit Bargeld. Damit visiert Crypto wieder einmal die zahlungskräftigere Kundschaft an. Die musste sich bisher mit Meilen und Punkten zufrieden geben, mit der Crypto VISA gibt es sofort CRO Token. Die können in der App umgehend wieder auf das Kartenkonto gebucht werden.

Nach meiner Anmeldung musste ich drei Monate auf die VISA Karte warten und deswegen konnte ich sie noch kein volles Jahr nutzen. Immerhin hat mir Crypto in diesen neun Monaten rund 29.000 CRO Token gutgeschrieben.

Hätte ich diese sofort zum jeweiligen Zeitpunkt der Gutschrift verkauft, hätte das einem Wert von insgesamt rund $5.200 entsprochen. Habe ich jedoch nicht, und so sind auch diese Token im Moment über $12.000 wert.

Das entspricht rund $1.000 pro Monat, nur dafür dass ich andere Investitionen und Werbeausgaben mit meiner Crypto Karte bezahlt habe. Ich sagte bereits, dass ich zufrieden bin.

Ein Blick hinter die Fassade

Crypto.com wird von dem Unternehmen Foris DAX Asia Pte. Ltd, einer Tochtergesellschaft von Foris DAX MT (Malta) Limited, einem in Malta registriertem Unternehmen mit Hauptsitz in Singapur betrieben. CEO ist Kris Marszalek.

Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und lief zuerst unter dem Namen Monaco. Die Domain Crypto.com wurde 2018 für den Betrag von 12 Mio. US-Dollar gekauft und der Name geändert. Ich halte allein das für einen genialen Marketing Schachzug.

Zuletzt waren knapp 10 Millionen User registriert. Crypto beschäftigt 3.000 Mitarbeiter

Die Börse ist in rund 100 Ländern lizensiert, auch in 49 US-Bundesstaaten. Nicht in New York! Die dortigen Auflagen sind zu schwer zu erfüllen.

Die Einlagen der Kunden sind mit bis zu 750 Millionen Dollar gegen Zerstörung, Verlust und Diebstahl (Hacking) versichert. Das versteht sich pro Schadenfall. Kürzlich gelang es Hackern, 4.600 ETH von Crypto.com zu stehlen. Diese rund 15 Millionen Verlust werden von der Versicherung übernommen.

Insgesamt hat sich in Punkte Sicherheit bei allen Börsen einiges getan seit den Zeiten von Mt. Gox. Inzwischen liegen die meisten Coins gar nicht mehr bei den Börsen. Spezialfirmen übernehmen die Aufbewahrung der Kryptowerte.

Kann das alles wahr sein?

Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist bekanntlich auch meist nicht wahr. Viele der angebotenen Leistungen klingen so unglaublich gut, dass man fast geneigt ist, ein Schneeballsystem zu vermuten.

Bei genauerem Hinsehen, zeigt sich jedoch, dass diese Wohltaten, nur relativ wenigen VIP-Kunden zuteil werden. Wer hingegen nicht viel investieren möchte, fährt bei anderen Plattformen deutlich besser.

  • Die Handelsgebühren sind 4x so hoch, wie beim Konkurrenten Binance
  • Die Krypto-Zinsen auf den niedrigeren Levels sind  überaus mager
  • Die Tauschbörse ist extrem teuer
  • Das Cashback ist auf allen Levels auf $12.500 p.a. begrenzt

Wenn die breite Basis mit 6% Zinsen auf Stablecoins abgespeist wird, was 40% weniger ist, als bei vergleichbaren Plattformen, kann es sich die Firma locker leisten ein paar wenigen Nutzern 40% mehr zu bezahlen.

Das zieht sich durch die gesamte Palette der Dienstleistungen und es wird erst bei genauerem Hinsehen deutlich, dass hier nicht das Blaue vom Himmel versprochen wird, sondern eher weniger. Die Macher von Crypto.com sind einfach Marketing Genies!

Damit stehen die Plattform ganz in der Tradition der klassischen Banken. Deren Leistungen lohnen sich auch nur für die wohlhabenden Kunden, während die Mehrheit mit weniger lohnenden Produkten abgespeist wird.

Was das Thema Finanzen betrifft, sind die meisten Menschen eher desinteressiert. Je einfacher ihnen die Prozesse gemacht werden, desto freudiger werden sie die Produkte annehmen.

Ohne danach zu fragen, ob es nicht auch mehr zu holen gibt. Früher waren das Lebensversicherungen und Sparbücher, heute sind es ETFs. Jetzt, wo Krypto so langsam im allgemeinen Bewusstsein ankommt, sind es eben „alles easy“ Plattformen wie Nuri (nur in D) oder Crypto.com.

Deswegen behalte ich meine CRO Token!

Wo liegen die Risiken?

Ich rede nicht gerne über Risiken, sondern schaue lieber auf die Gewinnchance. Dennoch fallen mir zwei, oder drei Dinge ein:

1.) Die Plattform wird zahlungsunfähig. Denkbar ist so etwas, wenn ein Black Swan Event eine epochale Krise auslöst und sämtliche Assets ins Bodenlose stürzen. Dann können die Sicherheiten nicht schnell genug liquidiert werden und die Börse bleibt auf der Differenz sitzen.

2.) Regulatorische Eingriffe. Die Staaten haben sich noch keine abschließende Meinung dazu gebildet, wie sie mit dem Phänomen Krypto umgehen werden. Hier sind durchaus dramatische Einschränkungen denkbar. Besonders, wenn Krypto in Konkurrenz zu digitalen Zentralbankwährungen tritt. Diese werden zwar mit Sicherheit nicht weltweit greifen, jedoch können sie eine großen Anteil der Bevölkerung von Angeboten wie Crypto ausschließen.

3.) Konkurrenz durch dezentralisierte Börsen. Noch sind diese nicht wirklich für ein breiteres Publikum geeignet. Zudem werden sie durch teilweise absurd hohe Gebühren und langsame Netzwerke gebremst. Die Entwicklung geht jedoch schnell weiter und das könnte zentralisierte Plattformen Marktanteile kosten.

Mein Fazit:

Für mich war die Investition in CRO ein Volltreffer!

Die Zinseinnahmen aus dem Lending rechne ich nicht dazu, denn die hätte ich woanders in ähnlicher Weise verdient.

Allein für die CRO Token, kann ich einen Kursgewinn von derzeit $95.000 verbuchen.

Aus dem Staking meiner CRO-Token habe ich den Gegenwert von weiteren $12.000 erhalten.

Zu guter Letzt sind mir über das Karten Cashback nochmals rund $12.000 zugeflossen.

Alle Gewinne sind noch nicht realisiert, denn ich glaube fest an ein weiteres Wachstum der Plattform und eine entsprechende Wertentwicklung ihrer Token.

Lohnt es sich noch einzusteigen? Wer die €35.000 zum Start aufbringen kann, ohne dafür auf Investitionen in andere Projekte verzichten zu müssen, für den lohnt es sich auf jeden Fall. Es lohnt sich auch, nur €3.500 zu investieren und die 12% mitzunehmen.

Es wird schon schiefgehen!

Es ist schon merkwürdig: Dort, wo die meisten Menschen ein Risiko fürchten, sehe ich meist eine Chance. Ich ticke in der Hinsicht schon immer irgendwie anders und heute verrate ich, warum das so ist. Risiken einzugehen lohnt sich nämlich, den Mutigen hilft das Glück! Das gilt für alle Bereiche des Lebens, doch ich schreibe hier vorwiegend über die Risiken beim Investieren.

Ich bin verdammt eigensinnig

Nur weil jemand etwas sagt, muss das ja noch lange nicht stimmen! Auch wenn viele das Gleiche sagen, wird die Aussage dadurch nicht automatisch wahrer. Nachplappern hat nämlich zwei riesige Vorteile: Man spart sich die Mühe des Nachdenkens und macht sich nicht zum Außenseiter. 

Vor allem Letzteres wiegt schwer, denn wenn die Mehrheit glaubt, dass sich die Sonne um die Erde dreht, oder dass Impfen vor Schnupfen schützt, bringt es eine Menge Ärger die gegenteilige Meinung zu vertreten. 

Mich stört so etwas nicht, ganz im Gegenteil werde ich mir in solchen Fällen die konträre Meinung umso genauer anschauen. Es ergibt sich nämlich immer ein Vorteil daraus, etwas zu wissen, was andere nicht wissen. 

Wissen ist Macht

Wenn die Anderen Fußball spielen waren, saß ich im Zimmer und habe gelesen und wenn ich mal nicht gelesen habe, habe ich entweder Experimente angestellt, oder irgend etwas zusammengebaut. Mit 13 Jahren hatte ich nicht nur einen Einser in Chemie, ich konnte auch bedeutend wirksamere Sprengstoffe als Schwarzpulver herstellen und eine einfache Fernsteuerung zusammenlöten. 

Dieses Wissen habe ich mir als Autodidakt erworben, denn im Unterricht lernt man so interessante Dinge halt eher nicht. Ich muss gerade innerlich grinsen, wenn ich mir überlege, wie man heutzutage auf meine damaligen Hobbys reagieren würde! 

Mein ganzes Leben lang habe ich immer wieder Neues gelernt und ich hatte umso größere Freude daran, je exotischer dieses Wissen der Allgemeinheit erschien. 

Wer begeistert sich denn schon für mechanische Uhren, Search Engine Optimization, oder Consensus Algorithmen? Nur sehr wenige, doch es lohnt sich.

Kenne dein Risiko

Ich bewundere Piloten, wie sie schwatzen und scherzen, während sie ihre Checklisten durchgehen und eine Menge Schalter betätigen. Um dann, einige Minuten später, ein hunderte von Tonnen schweres Gerät in den Himmel zu ziehen. Ich würde mir das niemals zutrauen.

Die Leute im Cockpit tun es hingegen schon fast gelangweilt. Weil sie sich jahrelang darauf vorbereitet, eine ganze Menge trockener Theorie gelernt haben und sich ständig über die Entwicklung der Technik auf dem Laufenden halten. Sie wissen einfach, was sie tun.

Niemals würde ich bei meinen Entscheidungen auf die Meinung der Mehrheit vertrauen. Erst recht nicht, würde ich mich für etwas entscheiden, was meiner Lebenserfahrung nach nicht stimmen kann. 

Bei Investitionen, die  50% Rendite pro Monat versprechen, sehe ich nicht einmal hin. Unsere Erde ist nicht flach, sie dreht sich um die Sonne und auch die Märkte folgen den Gesetzen der Natur. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es sehr wahrscheinlich nicht.

Aus diesem Grund verbringe ich noch immer einen großen Teil meiner Zeit mit Lesen und Lernen. So bewege ich mich nicht im Blindflug, sondern weiß halbwegs auf was ich mich einlasse. 

Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen!

Das hört sich vielleicht etwas arrogant an, daher lasst es mich erklären. 

Zu oft höre ich den Satz: „Ich arbeite so viel, dass ich keine Zeit habe, mich mit Investments zu beschäftigen“. Wer in diesem Glauben lebt, muss sich auf „Fachleute“ verlassen und mit dem leben, was nach Abzug von deren Provisionen, Verwaltungskosten und den allfälligen Steuern noch übrig bleibt. Das ist elend wenig.

Wofür gibst du im Beruf oder Unternehmen dein Bestes, nur um andere die Früchte deiner Arbeit verzehren und verschleudern zu lassen? Es ist völlig unlogisch, dem Erhalt deines erarbeiteten Vermögens keine Zeit zu widmen. 

Es muss nicht in einen full-time Job ausarten, Finanzblogs und gute YouTube Kanäle nehmen dir einen großen Teil der Arbeit ab. Du mußt nur etwas Energie aufwenden, dem Geld etwas Liebe geben.

Was ist, wenn alles futsch ist?

Die Stoiker empfehlen, sich den schlimmsten möglichen Ausgang einer Sache möglichst plastisch vorzustellen. Im Falle von Investments reden wir hier über einen Totalverlust. Wenn du mit der Vorstellung leben kannst, dass das ganze Geld weg ist, hast du auch das Risiko im Griff.

Vor jeder größeren Entscheidung stelle ich mir die Frage, wie stark ein ungünstiger Ausgang mein Leben verändern könnte. Wenn ich nicht mit diesen Folgen leben möchte, werde ich mich anders entscheiden.

Baldiger Tod, schwere Krankheit, Behinderungen , oder Gefängnisaufenthalte sind für mich die Grenze des Zumutbaren. Geht es nur um Geld, bin ich eher entspannt, das wächst nämlich nach.

Begrenze deinen Einsatz

Das hängt eng mit dem vorigen Punkt zusammen. Wenn deine Wette nicht aufgeht und du das eingesetzte Kapital zum Teil, oder sogar ganz verlierst, sollte es dein Leben nicht groß ändern.

Das bedeutet, dass du niemals und unter gar keinen Umständen mit Beträgen spekulieren darfst, die du innerhalb der nächsten Jahre brauchen wirst! Und schon dreimal nicht mit geliehenem Geld. Niemals, nie, never ever!

Gordon Gecko in „Wall Street“ hatte unrecht, Gier ist nicht gut! Zu viel zu wollen, verblendet den Verstand. Wer nur den großen Gewinn sieht, geht in den Blindflug ohne Instrumente. Das kann gut gehen, sehr wahrscheinlich wirst du jedoch am nächsten Gebirgszug zerschellen.

Setze nicht alles auf eine Karte

Wenn du deine Risiken sorgfältig verteilst und deine Wetten gegeneinander ausbalancierst, werden große Vermögensverluste sehr unwahrscheinlich. 

Setze ich zu gleichen Teilen auf Aktien und auf Gold, wird das Edelmetall nicht groß an Wert zunehmen, so lange der Aktienmarkt boomt. Kommt hingegen eine große Krise, steigt sein Wert und wird einen Teil meiner Verluste auf dem Aktienmarkt aufwiegen. Das hoffen jedenfalls Viele.

Es muß durchaus nicht so kommen, ich halte daher weder Aktien noch Gold. Stattdessen (unter anderem) die Kryptowährungen Ethereum und Cardano. Scheitert Ethereum, gewinnt Cardano – und umgekehrt.

Nur ein Vollidiot rennt ins Casino und setzt alles auf die 19. Seine Chance zu verlieren beträgt 1:37. Wer hingegen auf Kombinationen von 50 : 50 Chancen setzt, kann den Abend ohne Verluste verbringen. Mit viel Glück sogar ein paar Chips gewinnen.

Zeit ist Geld

Auch dieser Satz wird allzu gerne mißverstanden. Vermögend wirst du nämlich mit Sicherheit nicht dadurch, dass du jede Minute deines Lebens dem Geld hinterher rennst. So handeln arme Schlucker.

Es geht es vielmehr um den brutalen Effekt, der eintritt, wenn deine Renditen anfangen Renditen zu bringen. Nimm €1.000 und lege sie zu 7% Zinsen pro Jahr an, sie werden sich binnen 10 Jahren verdoppeln. Das ist die Magie des Zinseszinses.

Bei einer Anlage von 1.000 Euro erhalte ich damit jedoch nur die Kaufkraft, denn die Inflation beträgt ebenfalls 7%. Kaufe ich hingegen Bitcoin für den gleichen Betrag, erhalte ich die gleichen Zinsen und habe zusätzlich die Chance, dass sich dessen Wert weiter vervielfacht. Ja, das ist spekulativ, ich halte es jedoch nicht für riskant.

Man kann von Spekulationen leben, sehr gut sogar. Es wird nur in der Regel eine ganze Zeit dauern, bis du so viel Vermögen angehäuft hast, dass du mit diesen Einkünften wirklich rechnen kannst. 

Denke also vorsichtshalber mal lieber in Jahrzehnten. Du hast viel Zeit, denn erfolgreiche Spekulanten werden nämlich verdammt alt. André Kostolany 93 (+), George Soros 91, Warren Buffett 91, Charles Munger 98

Nur wer schon tot ist, lebt ohne Risiko

Der Satz trifft sicher auch nicht jedermanns Humor, deswegen ist er dennoch wahr. Wir kommen nackt auf diese Welt und verlassen sie genauso, das ist unabdingbar. Wer das vergisst, oder verdrängt, ist in meinen Augen ein Narr. Ja, es gibt viele davon.

Die große Kunst des Lebens besteht darin, den Moment des eigenen Abgangs so vorzubereiten, dass dabei möglichst wenig Leid entsteht und dabei so schonend mit dem Vermögen umzugehen, dass es bis zum letzten Atemzug reicht. 

Ich muss nicht der reichste Mann auf dem Friedhof sein. Doch der Gedanke, dass nahezu ein Drittel meines Vermögens dem Deutschen Staat zufallen wird, wenn ich es nicht vorher ausgebe, macht mich geradezu immun gegen Verlustängste.

Warum du bei der Sparkasse bleiben solltest

Wo hat man als „Staatenloser“ eigentlich seine Bankkonten? Wer jetzt an exotische Finanzplätze denkt, liegt gründlich daneben!

Wenn du der deutschen Steuerpflicht dank Abmeldung entronnen bist, spricht nämlich gar nichts dagegen, deine Konten einfach dort weiterzuführen, wo du sie schon immer hattest.

Sonst behaupte ich ja gerne, dass im Ausland alles besser ist, als in Deutschland. Bei den Banken möchte ich jedoch ganz ausdrücklich eine Ausnahme machen, die sind nämlich in Deutschland geradezu herrlich entspannt. 

Konto ohne Wohnsitz

Der größte Vorteil besteht gleich einmal darin, dass diese Konten bereits bestehen! Möglicherweise tun sie das schon seit vielen Jahren, was dir (hoffentlich) eine entsprechende Bonität verschafft hat. 

Dein angestammtes Kreditinstitut weiß jedoch auch, woher dein Geld kommt und wofür du es ausgibst. Eine ganze Reihe von Fragen in Zusammenhang mit der Geldwäscheverordnung und zur Mittelherkunft werden daher erst gar nicht aufkommen. Bei einem neuen Institut fängst du mit alledem bei Null an. 

Ohne Anmeldung und Wohnsitz im Ausland Konten zu eröffnen, ist nämlich gar nicht so einfach und kann in einen wahren Hürdenlauf ausarten. Das liegt auch daran, dass eine deutsche Banklehre immerhin noch eine ernst zu nehmende Berufsausbildung ist. Dieses Ausbildungsniveau ist woanders unerreicht und ich gebe immer wieder gern meine Erfahrungen mit grenzdebilen spanischen und zypriotischen Bankern zum Besten. In den Momenten, in denen ich mich damit herumschlagen musste, fand ich es allerdings nicht so lustig. Inzwischen habe ich in beiden Ländern keine Bankverbindung mehr.

Kontoauszug statt Stromrechnung

Vor der Eröffnung jedes neuen Kontos steht immer das Durchlaufen der KYC (Know Your Customer) und dazu zählt der Nachweis eines Wohnsitzes. In den meisten Ländern gibt es kein Meldewesen wie in Deutschland, die Adresse steht nicht auf dem Personalausweis. Du wirst sie daher mittels einer auf deine Wohnadresse ausgestellten Stromrechnung, oder Wasserrechnung nachweisen müssen. Fehlanzeige bei beliebten Nomadenherbergen wie AirBnB, jedoch auch bei Langzeitmietverträgen laufen die Versorgungsverträge oft weiter auf den Vermieter. 

Neben diesen Verbrauchsrechnungen akzeptieren die meisten Banken und Fintech Plattformen jedoch auch die Kontoauszüge anderer Kreditinstitute als Wohnsitznachweise. Das ist ein weiteres, gewichtiges, Argument dafür deine alten Konten einfach zu behalten!

Dafür solltest du deiner Bank lediglich eine Adresse im EU-Ausland als neue Korrespondenzadresse angeben. Dort sollte auch tatsächlich Post für dich in Empfang genommen werden, in machen Fällen zuerst ein Registrierungsbrief, um die Änderung zu verifizieren. Später dann deine jeweils aktuelle Kreditkarte.

CRS Meldungen ins Leere laufen lassen

Mit deiner Abmeldung aus Deutschland ist deine Steuerpflicht erloschen, auch für deine Bank bist du hinfort Steuer-Ausländer. 

Das bedeutet, dass sie sich im Inland um nichts weiter kümmern müssen, was dich betrifft. Deine Bank wird dich also auch nicht weiter mit Fragen nach Betriebswirtschaftlichen Auswertungen, Bilanzen oder Steuererklärungen behelligen. Im Zweifel bleibt es beim jeweils letzten Stand deiner Bonität.

Deine Kontenbewegungen werden jedoch hinfort im Rahmen des CFC Finanzdatenaustauschs an das Land gemeldet, in welchem sich deine Zustelladresse befindet. Das ist das besonders dann sehr praktisch, wenn du dafür ein Land gewählt hast, in welchem du dich nur selten aufhalten möchtest. 

Deine Banken melden beispielsweise nach Portugal, weil sich deine Korrespondenzadresse dort befindet. In Portugal können die Behörden jedoch nichts mit deinem Namen anfangen, weil du zwischen Spanien und Mexiko pendelst. 

Doch weder Spanier noch Mexikaner werden jemals davon Kenntnis erhalten, weil du dort keine Konten unterhältst. So bleiben deine Transaktionen überall dort verborgen, wo eine Steuerpflicht wegen Aufenthalt oder Lebensmittelpunkt drohen könnte.

Kreditkarte statt Debitkarte

Wenn du ein neues Konto im Ausland eröffnest, wirst du sehr wahrscheinlich erstmal gar keine Kreditkarte bekommen, außer du deponierst einen Betrag in Höhe des gewünschten Monatslimits. 

Mit den Debitkarten, die du teilweise sofort ausgehändigt bekommst, kannst du lediglich über das Guthaben auf dem Girokonto verfügen. Autovermietungen, aber auch den meisten Hotels ist das zu wenig Garantie, sie verlangen eine Kreditkarte zur Absicherung ihrer Forderungen – und der Verfügungsrahmen dieser Karte sollte nicht zu knapp bemessen sein.

So ist es mir auf meiner ersten USA Reise passiert, dass die Minibar verschlossen blieb, weil sich die Autovermietung eine großzügige Kaution reserviert hatte und das Hotel, trotz bezahlten Aufenthaltes, auch gleich noch mal $1.000 sehen wollte, falls ich Durst auf Champagner vom Roomservice bekommen sollte. Ich durfte nicht einmal meine Bank anrufen, damit sie das Limit erhöht. Natürlich gab es auch am Automaten erstmal nichts mehr. Wir hatten zwei sehr sparsame Tage, bis ich meinen Bankberater an den Apparat bekam. Lesson learned!

Deine Hausbank wird in der Regel kein Problem damit haben, dich mit einer kaufkräftigen Karte auf die Reise zu schicken, wenn du die Situation erklärst. Sie wird sich das nämlich über die Gebühren für den Auslandseinsatz bezahlen lassen. Doch das ist es mir wert!

American Express – meine Gesundheitskarte

Wo wir gerade von geballter Kaufkraft sprechen, empfehle ich auch eine Platinkarte von AMEX. Mit €660 Jahresgebühr ist sie zwar nicht gerade billig, doch bei entsprechender Nutzung kommt dieser Betrag über eine Reihe von Vergünstigungen wieder zurück.

Außerdem hat diese Karte kein festes monatliches Limit. Der Verfügungsrahmen errechnet sich, neben einer Reihe anderer Parameter, über die Umsätze der letzten Monate. So habe ich meine AMEX auf ein Limit von €50.000 pro Monat „trainiert“, was eine sehr beruhigende Liquiditäts Reserve für alle Fälle ist. Ich denke dabei nicht primär an die günstige Gelegenheit beim Rolex-Händler, sondern an einen Unfall oder plötzlichen Krankheitsfall. 

Besonders in den USA kann so ein Ereignis zu sofortigen Zahlungsverpflichtungen in fünfstelliger Höhe führen, doch eben nicht nur dort. In nahezu jeder Arztpraxis oder Klinik weltweit steht ein Kartenterminal vor dem Zutritt zum Behandlungsraum.

Bekannte wollten sich in einer Privatklinik in Mexico behandeln lassen und sollten zum Einstand gleich mal $12.500 hinterlegen. Sie wußten nicht, dass die Behandlung in den öffentlichen Krankenhäusern kostenlos ist – doch dazu muss man eben Spanisch können. 

Viele deutsche Versichertenkarten sind im Ausland unbekannt und auch wenn die Versicherung später die Kosten übernimmt, muss die Garantie vorab hinterlegt werden. Bitte daran denken, dass du außerhalb Europas wesentlich stärker in die Verantwortung genommen werden kannst. Großzügige Verfügungsrahmen sind daher kein Luxus.

Wise überweisen!

Natürlich ist deine Sparkasse nicht besonders gut darauf eingestellt, Online-Überweisungen in Mexikanischen Peso durchzuführen. Damit solltest du sie auch nicht weiter belasten, sondern lieber ihren letzten Bankauszug dazu verwenden, um ein Privatkonto bei Wise zu eröffnen. 

Du erhältst eine IBAN in Belgien und kannst per Mausklick Währungskonten in einer Vielzahl von Währungen eröffnen. Dann einfach vom Euro Guthaben umbuchen und schon kannst du mit der giftgrünen Wise Mastercard überall relativ günstig die Landeswährung aus dem Automaten holen. Oder eben auch Überweisungen in dieser in Auftrag geben. Sehr einfach, am Smartphone und zu geringen Kosten.

Ich bin begeistert von Wise und nutze es mittlerweile auch geschäftlich. Mit sechsstelligen Monatsumsätzen, problemlos. 

Willst du dein Wise-Konto für Transaktionen mit Krypto Plattformen nutzen, stelle bitte sicher, dass diese in UK oder der EU lizensiert sind. Mit Binance könnte es immer noch Probleme geben, Coinbase, Kraken etc.. sind jedoch safe.

Crypto: Punkt Com!

Wise hat auch nichts gegen crypto.com, denn die sind nicht nur in allen US-Bundesstaaten lizensiert, sondern eben auch in der EU. 

Auf dieser neuartigen Plattform kannst du nicht nur die meisten gängigen Kryptowerte kaufen, sondern diese auch gegen Zinsen verleihen und bis zu 8,5% p.a. verdienen, wenn du eine genügende Anzahl von den hauseigenen CRO Token hältst. 

Das lohnt sich nicht nur wegen deren zu erwartender Wertsteigerung, sondern auch wegen der Rückerstattung von bis zu 8% auf jede Ausgabe, die du mit der crypto.com VISA Karte tätigst. 

Nimm auch eine dieser Karten mit auf Deine Reise in die Freiheit. Mit meinem Empfehlungslink:

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für die Registrierung bei crypto.com erhalten wir beide $25 in CRO Token geschenkt.

Steuerfrei mit dem Dreiländer Trick

Wer „auswandern“ möchte, ist allzu oft in der Vorstellung gefangen, dass er dafür das nicht mehr geliebte Vaterland gegen ein anderes Land ersetzen muss. Doch das ist schlichtweg falsch!

Abmelden macht frei!

Mit der Abmeldung bei der Meldebehörde erlöschen deine gesamten Pflichten in Deutschland. Du mußt dafür nicht nachweisen, dass du woanders einen Wohnsitz genommen hast, es reicht völlig aus, das Land zu verlassen. 

Die Behörde wird dich lediglich zu statistischen Zwecken fragen, wohin die Reise gehen soll. Dazu empfehle ich ein beliebtes Zielland außerhalb der EU anzugeben. Einfach so, es kann und wird niemand kontrollieren, doch wenn Medellín, Kolumbien in der Abmeldebestätigung vermerkt ist, fällt es leichter Mobilfunkverträge loszuwerden. Auch eventuellen Fragen der gesetzlichen Krankenkasse nach einer Anschlußversicherung im EU-Ausland dreht das schnell die Luft ab.

Das war es im Groben und Ganzen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, ein freier Mensch zu werden!

Denn natürlich ist damit auch deine persönliche Steuerpflicht in Deutschland erloschen. Abgesehen jedenfalls von Sonderfällen, wie Firmenbeteiligungen und ähnlichen Verflechtungen. Nun musst du nur noch aufpassen, keinem anderen Land in die Falle zu gehen. 

Mit einer „Anmeldung“ wo auch immer, würdest du jedoch genau das tun. Nur wenige Staaten sind so unangenehm wie Deutschland, doch Staat bleibt Staat und System bleibt System. Frei lebst du nur dann, wenn du erst gar keinem angehörst.

Frei bleiben – so geht es

Ganze 23 Länder auf dieser Welt verlangen gar keine Steuern von ihren Bürgern. Davon haben jedoch alle ziemlich gravierende andere Nachteile. In 40 weiteren Ländern kannst du dich dauerhaft niederlassen, wobei deine Einkünfte aus dem Rest der Welt steuerfrei bleiben (Territorialbesteuerung). Dazu gibt es noch einige mehr oder weniger interessante Sonderfälle, auf die ich hier nicht eingehen möchte. 

Doch auch wenn sich unter all den Ländern keines findet, das dein Herz höher schlagen läßt, ist es noch kein Beinbruch. Du musst deine Lebenszeit nur geschickt zwischen mindestens drei Ländern aufteilen und ein paar zusätzliche Kleinigkeiten beachten, um einer Steuerpflicht dauerhaft zu entgehen.

Die Sache mit den 183 Tagen

Nahezu alle Länder mit Residenzbesteuerung (Besteuerung nach Aufenthalt) legen einen Aufenthalt von mehr als einem halben Jahr, 181 oder 183 Tagen, als Kriterium für eine steuerliche Veranlagung fest.

Bleibst du weniger Zeit im Land, lebst du steuerfrei. Das gilt jedenfalls, wenn Dir kein „Lebensmittelpunkt“ unterstellt werden kann. Kriterien dafür sind regelmäßig:

  1. Kinder in der Schule
  2. Ansässige Ehepartner
  3. Erwerbstätigkeit im Land
  4. Firmen und sonstige wirtschaftliche Interessen (Immobilienbesitz reicht nicht aus)

Die meisten Staaten halten sich bei der Unterstellung eines Lebensmittelpunktes an diese Punkte. Die „Verfügungsgewalt über eine Wohnung“, wie in Deutschland, reicht nicht aus. Es empfiehlt sich dennoch, das von Einzelfall zu Einzelfall zu prüfen. Gerade eben habe ich gelernt, dass in Holland die Mitgliedschaft in einem oder mehreren Vereinen zur Steuerpflicht führen kann. Ja, sogar wenn sich dein Hausarzt in Holland befindet, kann das schon ausreichen.

Lang, kurz, lang, oder lang, lang, kurz?

Erfüllst du jedoch keines der Kriterien, kannst du problemlos deine Sommer am Mittelmeer verbringen und deine Winter in der Karibik, so wie ich das tue. Weniger als 181 Tage Spanien und weniger als 181 Tage in Mexico. Also vielleicht ein kleiner Zwischenstopp in Amsterdam oder Lissabon? 

Das Schöne an dieser Lösung ist, dass sich damit die steuerlichen Vorteile des Nomadenlebens mit den Annehmlichkeiten eigener Wohnungen verbinden lassen. Denn in den meisten Ländern löst die Verfügungsgewalt über eine Wohnung eben noch keine Steuerpflicht aus. 

Das Gleiche gilt übrigens auch für eine erteilte Aufenthaltsgenehmigung. Meine mexikanische „Residencia Temporal“ berechtigt mich nur dazu, länger als 180 Tage pro Jahr im Land zu bleiben. Tue ich es jedoch nicht, muss ich in Mexico trotzdem keine Steuern zahlen. Feine Sache!

Alles kann, nichts muss, wenn du die Klaviatur des internationalen Lifestyles beherrscht.. 

Wer prüft das nach?

Zuerst einmal wird das keinen Menschen interessieren, sehr lange nicht.

Leider werden die Zeiten nicht besser und irgendwann könnte der Moment kommen, in dem Fragen gestellt werden, spätestens dann, wenn du dein Geld in Immobilien investieren willst, oder wenn sich die Compliance deiner Bank mal wieder verschärft. Dann solltest du schnell und überzeugend antworten können.

Ich lege mir für jedes Jahr einen visuellen Kalender an, in dem meine spanischen Tage gelb markiert sind und die mexikanischen rot. Das gibt zwei schöne Blöcke. Die Tage in anderen Ländern markiere ich grün.

Dazu lade ich mir die Abrechnungen meiner täglich genutzten Kreditkarte herunter und speichere sie im gleichen Ordner. Das ist wichtig, weil sie nach einigen Jahren nicht mehr abrufbar sind.

So kann ich auf Nachfrage, von wem auch immer, jederzeit einen Aufenthalt von weniger als 183 Tagen im Land belegen.

Das Beste aus zwei Welten

Auf diese Art und Weise genieße ich meine Wintermonate im Kreise vieler Gleichgesinnter Freiheitsfreunde im lauten, bunten Mexico. Wenn es mir dort zu heiß wird, ziehe ich um in unsere luxuriöse Altbauwohnung im Herzen von Barcelona und schlemme mich ein paar Monate durch die außerordentliche Gastronomie dieser Weltstadt. 

Ich möchte doch gar nicht mehr dauernd an einem Ort leben müssen! Der halbjährliche Wechsel ist mir viel weniger lästige Pflicht, als vielmehr ein luxuriöses Merkmal eines sorgfältig durchdachten Lebensstils.

Wenn du nun glaubst, dass zwei Mieten und ein paar Flugtickets ganz schön viel Geld verschlingen, dann frag dich einfach mal, wie viel Steuern du im letzten Jahr bezahlt hast und wie viel Zwangsbeiträge an sinnlose Versicherungen geflossen sind?  

Lass dich beraten…

Gerne helfe ich auch dir bei einer Analyse deiner Wünsche und deiner persönlichen Ausgangslage. Du wirst erstaunt sein, welche Möglichkeiten auch dir offen stehen.

Lasst uns mal über Geld reden!

Oder hast du etwa auch gelernt, dass man über Geld nicht spricht? In dem Fall möchte ich fast wetten, dass du dir schon öfter Gedanken um Geld gemacht hast, als dir lieb war. 

„Geld verdirbt den Charakter“, „Geld macht nicht glücklich“, „Glück kann man nicht kaufen“. Derartige Sprüche zeigen, dass wir von Jugend auf völlig falsch gepolt sind, was dieses Thema betrifft.

Ganz nüchtern betrachtet, ist Geld weder gut noch böse. Man hat es, oder man hat es nicht. Allein, die überwiegende Mehrheit hat es halt eher nicht im Überfluss und das hat ganz einfache Ursachen:

Wer keine Güter oder Dienstleistungen zum Tauschen hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als seine Lebenszeit zu verkaufen. 40 Stunden pro Woche, jahrein, jahraus. Dann wird noch ein beträchtlicher Teil des Lohns für Steuern und Zwangsversicherungen abgezogen. 

Wer als Freiberufler oder kleiner Unternehmer Dienstleistungen und Waren anbieten kann, verdient mehr, muss nur zum Teil an den Zwangsversicherungen einzahlen und kann seine Steuerlast über Ausgaben und Investitionen etwas reduzieren. 

Beide haben jedoch gemeinsam, dass sie einen beträchtlichen Anteil ihrer Tage damit verbringen, Geld zu erwirtschaften. Beiden bleibt keine Zeit, sich in finanziellen Dingen weiterzubilden und sich mit den Möglichkeiten der Märkte vertraut zu machen. Immer wieder höre ich von Freunden, dass sie „keine Zeit und keine Energie“ haben, um sich mit Geldanlagen zu beschäftigen.

Finanzielle Bildung beschränkt sich darauf, Buchführung gelernt zu haben, um brav Steuern zu zahlen zu können. Der Rest wird gern „Fachleuten“ von Banken und Versicherungen überlassen. 

Doch deren Beratung ist alles andere als unparteiisch. Sie leben von Provisionen und die fallen um so höher aus, je nachteiliger das Geschäft für den Kunden ist. 

Wer vor 30 Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen, ist heute, gelinde gesagt, in den Arsch gekniffen. Denn, leider, leider haben sich die Anlagen nicht so positiv entwickelt, wie es damals in Aussicht gestellt wurde. Und selbst das war eigentlich schon lausig. 

Es ging nicht besser, denn die Gesellschaften durften, zur „Sicherheit“ ihrer Kunden, nur einen Teil in Aktien oder Immobilen anlegen und mussten den größeren Teil in Staatsanleihen und ähnliche Schrottpapiere packen. Doch gerade deren Renditen fielen seit 2009 ins Bodenlose, während der Aktienmarkt von Rekordhoch zu Rekordhoch eilte. 

Lassen wir uns das auf der Zunge zergehen: Die „riskanten“ Anlagen haben eine dreistellige Performance vorgelegt, während die „sicheren“ Papiere nichts mehr abwerfen. Dumm gelaufen.

Deshalb verkaufen die Typen in den billigen Anzügen heute Aktienfonds. Die bringen Nettorenditen von bestenfalls 6%, bei einer Inflationsrate von 7%. Herzlichen Glückwunsch, hier ist erneut in den Arsch gekniffen, wer auf „Sicherheit“ setzt.

Jetzt versprechen Kryptowerte die Rückkehr der Rendite, bisher hat noch keine Anlageklasse einen derart spektakulären Wertzuwachs erfahren. Zusätzlich lassen sich damit Zinsen verdienen, bis zu 10%.

Natürlich warnen die Anzugträger wieder und in der Tat braucht man für die Kursschwankungen von Bitcoin & Co einen starken Magen. Wer sich nicht mit der Materie vertraut gemacht hat, kommt leicht in Versuchung in Panik zu verkaufen und Verlust zu machen. Anstatt die Gelegenheit zum Nachkaufen zu nutzen. Doch auch das war schon immer so. Wissen schafft Vertrauen.

Ist es nicht bitter, dass ausgerechnet diejenigen, die ihre Zeit gegen Geld tauschen, keine Zeit für Geld haben? Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen. Das ist kein schnöseliger Spruch, sondern die reine Wahrheit.

Geld mag zwar nicht glücklich machen, doch nicht genug davon zu haben macht definitiv unglücklich. Nehmt Euch also bitte Zeit für finanzielle Bildung, es ist kein Hexenwerk und das Lohnendste, was Ihr tun könnt.

Natürlich könnt ihr auch mich fragen, denn ich rede gerne über Geld!

Welche Kryptowährungen werden sich durchsetzen?

Meine Glaskugel habe ich nach dem letzten Kurssturz gegen die Wand geworfen, aus dem Kaffeesatz lesen, soll aber auch funktionieren…

Über die reine Spekulationen hinaus, gibt es zum glück noch ein paar andere Indikatoren, wie die Zukunft aussehen könnte. Bitcoin ist der first mover, die erste funktionierende Kryptowährung überhaupt und sein Kurs hat sich über das Jahrzehnt seiner Existenz exponentiell gesteigert. 

Am 9. Februar 2011 war ein Bitcoin erstmals so viel wert, wie ein US-Dollar, während ich diese Zeilen schreibe muß man für den Kauf eines Bitcoin rund 7.300 Dollar ausgeben. 

Bitcoin hat den höchsten Nennwert und das wird lange so bleiben

An den Gegenwert eines Bitcoin wird in naher Zukunft sehr wahrscheinlich kein anderer Coin herankommen. Sehen wir uns mal die Konkurrenten an, www.coinmarketcap.com liefert die Daten zu über 5.000 verschiedenen Krypto-Projekten:

Marktkapital von Kryprowährungen

Hier ist Bitcoin der absolute Spitzenreiter, was den Gegenwert in Fiatgeld betrifft. Weit abgeschlagen die Nummer 2 auf der Liste, Maker, bei einem Kurs von 325 US-Dollar.

Geht es um das Wertsteigerungspotenzial, bieten Altcoins bessere Chancen

Der Wert eines Bitcoin hat sich seit 2011 um das 20.000-fache gesteigert, um jetzt gerade beim 6.660-fachen zu verharren. Das ist nicht das Ende aller Tage, da ist noch reichlich Luft nach oben. Doch eben nicht grenzenlos. Hier ist eine andere Zahl von Coinmarketcap interessant:

Dieses sogenannte Marktkapital ist das Produkt aus:

ANZAHL x KURSWERT

Derzeit gibt es rund 18.289.812 Bitcoin, multipliziert mit dem Preis von im Moment $6.659 ergibt das eine Marktkapitalisierung von derzeit fast 122 Milliarden US Dollar. 

Aus dieser Zahl läßt sich jedoch auch ablesen, dass die Kursfantasien irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Würde sich der Kurs des Bitcoin nochmals um den Faktor 7.000 multiplizieren, würde sein Marktkapital schon einen beträchtlichen Teil des überhaupt existierenden Geldes ausmachen. 

Außer im Fall einer weltweiten Hyperinflation, halte ich das für unwahrscheinlich. 

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass einige der jetzt noch relativ unbekannten Coins, deren Wert derzeit Bruchteile von Cents beträgt ähnlich fulminante Steigerungen erfahren. 

Multipliziere ich den aktuellen Preis eines CARDANO von 0,3 Cent mit dem gleichen Faktor 7.000 komme ich auf einen Kurs von $210 pro Coin. 

Hoffentlich wird das so kommen, denn ich besitze 60.000 davon. Cardano ist mithin auch mein persönlicher Favorit, was sein Potenzial betrifft. 

Bitcoin oder Shitcoin?

So werden jene Projekte genannt, denen allzu deutlich anzusehen ist, dass nicht viel mehr dahinter steckt, als die Absicht der Initiatoren, sich die Taschen ordentlich zu füllen. 

Die Software hinter Bitcoin und Ethereum ist open source und damit beliebig veränderbar und kopierbar. Im Prinzip kann jeder seinen eigenen Coin erschaffen und mit etwas Marketing und Social Media Skills promoten.

Ein Beispiel dafür, wie so etwas geht, liefert der Doge-Coin, der, ursprünglich als Witz gedacht, bis heute überlebt hat.

Derzeit beträgt sein Marktkapital sage und schreibe 228 Millionen Dollar! Ich halte daran keinen Anteil…

Inzwischen haben sich Kriterien entwickelt, aufgrund derer sich die Projekte relativ leicht analysieren lassen. Pionierarbeit hat dabei die Firma Weiss Ratings geleistet, die als erste ein unbestechliches Rating Modell für Kryptowährungen erstellt hat.

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Ein hoffnungsvoller Blick in den Rückspiegel

Eigentlich ist genau jetzt ein recht guter Zeitpunkt für den Einstieg in die Kryptowelt. In einer globalen Krise hält die Welt den Atem an, Die Kurse sind mal eben um rund 30% abgestürzt, doch das wird mit Sicherheit nicht so bleiben. 

Diese Liste zeigt die Kurse der drei damaligen Top 3 im Dezember 2017, zu finden auf www.coingecko.com

Wenn wir nur dieses Niveau erreichen, ist schon viel gewonnen und doch stehen wir auch dann erst am Anfang einer Entwicklung. Kryptowährungen schaffen die schon lange benötigte Zahlungsebene auf dem Internet. Wir stehen erst am Anfang einer grundlegenden Revolution des Geldwesens.

Die Welt wird nach Corona noch digitaler sein und wir werden schon bald digitale Versionen von Euro und Dollar auf dem Smartphone halten. Umso größer wird die Nachfrage nach freien Alternativem zu den Zentralbankwährungen werden. 

Insbesondere Projekte, die dank Anonymisierung einen digitalen Bargeldersatz anbieten werden, halte ich für sehr zukunftsträchtig. 

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In Gold Investieren

Ist in Gold zu investieren, eine sichere Sache? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. In diesem Artikel nenne ich dir die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich auf Gold zu setzen und im Fall der Fälle auch wirklich davon zu profitieren.

Gold hat die Menschen seit jeher fasziniert und für tausende von Jahren war es sowohl universelles Zahlungsmittel als auch Wertspeicher. Auch Papiergeld war bis vor knapp 50 Jahren noch komplett durch Gold gedeckt.

Der US Dollar verdankte seinen Aufstieg zur weltweiten Leitwährung dieser strengen Golddeckung. Doch1971 war damit Schluß und andere Währungen folgten auf dem Fuß. Seither können Zentralbanken die Geldmenge mehr oder weniger beliebig vermehren. Wir haben nur noch Fiat Geld, nach dem lateinischen Ausdruck für “so sei es”.

Spätestens seit der Bankenkrise von 2009 ist das Vertrauen in dieses System zu Recht schwer beschädigt und eigentlich haben wir uns gedanklich bereits mit dem nächsten Crash abgefunden. Niemand möchte ernsthaft in Frage stellen, dass er kommen wird. Lediglich über das “Wann” wird noch argumentiert.

Neben den neuen digitalen Werten wie Bitcoin und Altcoins, die genau vor diesem Hintergrund geschaffen wurden, bieten sich Edelmetalle als klassische Alternative zu Geld und Geldprodukten an.

Goldpreisenwicklung der letzten 20 Jahre
Goldpreisentwicklung der letzten 20 Jahre

Der Goldpreis hat sich im Laufe der letzten 18 Jahre von $300 pro Unze auf knapp $1.800 versechsfacht, das entspricht vereinfacht ausgedrückt einer Zuwachs von durchschnittlich 30% pro Jahr. Dennoch lautet mein erster Rat:

1. Gold ist eine langfristige Investition

Investiere nur Geld, das du innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht brauchen wirst. 

Kommt der nächste Crash, wirst du dich über einen schönen Zuwachs wie in den letzten Krisenjahren 2009 bis 2011 freuen können. Darauf spekulieren solltest du dennoch nicht, die Notenbanken könnten sich auch noch eine ganze Weile durchmogeln wie bisher.

2. Investiere nicht auf Kredit

Auch wenn die derzeitige Zinslage die Versuchung aufkommen läßt, solltest du deine Edelmetalle niemals mit geliehenem Geld kaufen.

Das gesamte marode Finanzsystem beruht auf sofortigem Konsum bei aufgeschobener Bezahlung. Dein Gold wird ein Gegengewicht dazu bilden.

Das kann jedoch nur dann funktionieren, wenn du jetzt auf Konsum verzichtest, um später die Belohnung zu erhalten.

Nur Gold ist auch wirklich Gold!

3. Kaufe Gold, kein Papier

Nicht nur Währungen sind künstlich aufgeblasen. Schätzungen zufolge existiert 250 mal mehr Gold in Form von Wertpapieren, als physisch vorhanden ist. Manche behaupten, dass damit der Preis künstlich niedrig gehalten wird.

Der Sinn einer Anlage in Gold ist gerade, dass du damit eine knappe Resource erwirbst. Zertifikate oder Kontrakte sind dagegen nur ein leeres Versprechen.

Sie sind auch dann nicht empfehlenswert wenn versprochen wird, dass sie durch physisches Gold gedeckt sind. Im Falle einer erneuten Finanzkrise könnte nämlich die herausgebende Bank in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihr Versprechen nicht halten können.

Gewinne aus derartigen Finanzprodukten sind auch nur dann steuerbefreit, wenn die Wertpapiere einen Lieferanspruch auf echtes Gold beinhalten. Das hat der Bundesfinanzhof im  Februar 2018 erneut bestätigt. (Az. IX R 33/17). Die Spekulationsfrist beträgt ein Jahr.

4. Dein Gold muss dir auch gehören!

Auch das ist nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. Viele Finanzprodukte versprechen, das Metall für dich in einem Pool zu halten, ohne dir jedoch das Eigentum an konkreten Barren oder Münzen zu übertragen. Mit derartigen Produkten erwirbst du eben kein Metall sondern lediglich einen Anspruch auf die Auszahlung des Gegenwertes in Geld zum aktuellen Tageskurs. 

Das läuft auch dem Sinn einer wertstabilen Investition außerhalb des Geldsystems diametral entgegen. 

Kleiner Goldvorrat
Immer dabei. Gold für 6 Monate Leben

5. Halte einen Teil deines Goldes in kleinen Münzen

Wir wissen nicht, ob die Erwartung der großen Krise Verschwörungstheorie oder reine Angstmache ist. Es ist hingegen historische Tatsache, dass schon öfter Vermögen durch Inflation vernichtet wurden.

In Argentinien ist es ein Dauerthema und gerade erst habe ich in Venezuela erlebt, wie kompliziert der Alltag mit einer extrem instabilen Währung werden kann.

Auch Deutschland hat im letzten Jahrhundert zwei Mal eine völlige Geldentwertung erlebt. Niemand kann dir garantieren, dass so etwas nicht wieder passieren wird. Im großen Chaos der 1920er Jahre hatte schon eine Unze Gold einen enorm hohen Wert.

Ein Kilobarren taugt in so einem Fall natürlich nicht als Zahlungsmittel, nur kleine Einheiten machen als Krisenwährung Sinn. Ich halte zu diesem Zweck etwa 5.000 Euro in kleinen Münzen bereit. Das kleine Beutelchen passt problemlos in die Hosentasche und wiegt etwa so viel wie mein iPhone.

Während der ersten großen Krise, im Lockdown von 2020, habe ich allerdings feststellen müssen, dass auch alle Stellen, bei denen ich Gold hätte verkaufen können, von diesem betroffen waren. Den berühmten Notgroschen solltest du daher besser doch in Bargeld halten.

Münzen wie Krügerrand und Maple Leaf haben den zusätzlichen Vorteil auch als gesetzliche Zahlungsmittel zu gelten. Damit ist ihr Erwerb in Deutschland und vielen anderen Ländern von der Mehrwertsteuer befreit. Außerdem können sie problemlos gehandelt werden.

6. Wo kannst du deinen Goldschatz sicher aufbewahren?

Größere Mengen Gold kannst du natürlich nicht mehr mit dir herumtragen und es ist auch keine so tolle Idee, sie im Garten zu vergraben, falls du überhaupt einen hast. Mein Onkel hatte seine mächtige Bücherwand auf Goldbarren gestellt und das ging Jahrzehnte lang gut. Nicht einmal die Steuerfahndung hat sie entdeckt! Mit genügend Zeit finden Einbrecher aber einfach alles. 

Leider hat auch die Lagerung im Bankschließfach ihre Nachteile. Der Inhalt von Schließfächern ist meist nicht automatisch versichert und damit eine Versicherung im Schadensfall Ersatz leistet, musst du beweisen können wie viel Gold dort gelagert war. Das kann unter Umständen sogar mit Fotos schwierig werden, so dass es sich empfiehlt Zeugen zu haben. Bei aller Liebe zu meinen Mitmenschen, möchte ich persönlich in derlei Dingen Angelegenheiten keine Mitwisser haben. 

Denken wir wieder einmal pessimistisch, dann bleiben bei einer Bankenpleite Gold und weitere Wertgegenstände zwar immer noch dein Eigentum, doch hast du möglicherweise für eine Weile keinen Zugang zu deinem Schließfach. Gerade dann, wenn du es dringend bräuchtest.

Natürlich spricht auch die Möglichkeit staatlichen Zugriffs auf dein Privatvermögen gegen die Lagerung bei Geldinstituten.

singapur skyline
Singapur ist ein sicherer Hafen für dein Vermögen

7. Lagerung bei Spezialunternehmen

Bei einem ortsunabhängigen Lebensstil kommt ohnehin nur die Lagerung bei einem darauf spezialisierten Unternehmen in Frage. 

Diese hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich den Kauf und Verkauf von Edelmetallen von jedem Ort der Welt aus online erledigen kann. Wenn ich einen Vorrat an Münzen bei mir trage, spielt es auch keine große Rolle, wie weit es bis zu meinem Tresor ist.

Die meisten dieser Anbieter finden sich in London, der Schweiz und in Singapur. Ich habe mich schon aus Prinzip für einen Standort außerhalb Europas entschieden und halte mein Edelmetall bei der Firma bullionstar in Singapur.

8. Halte dich an die Gesetze

Bedauerlicherweise ist der alte Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung inzwischen abgeschafft. Besonders dann, wenn es um Vermögenswerte ungeklärter Herkunft geht. 

Das neue Geldwäschegesetz erlaubt dir Goldkäufe mit Bargeld über 2.000 Euro nur noch gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises. Der Verkäufer muss die Ausweiskopie zusammen mit dem Beleg über den Verkauf lediglich 10 Jahre lang aufbewahren. Noch besteht keine Meldepflicht für derartige Verkäufe. 

Falls dein Verkäufer jedoch aus irgendeinem Grund geprüft wird, solltest du die Herkunft der Barmittel belegen können. Es mag so gewesen sein, dass Oma 100.000 Euro im Küchenbuffet aufbewahrt hatte, dennoch werden die Behörden dies nicht als einwandfreien Herkunftsnachweis anerkennen und dein Gold beschlagnahmen.

9. Kaufe dein Gold anonym

Auch das geht: Gold gegen Bitcoin

Wer bei früheren Goldverboten und Einziehungen seine Reserven verschwiegen hat, konnte damit rechnen, unentdeckt zu bleiben. In unserer vernetzten Welt sind die Maschen wesentlich enger.

Es ist also besser, wenn niemand in deinem Land von deinem Gold weiß. Noch kannst du im Goldhandel Münzen und Barren bis zum Gesamtwert von 10.000 Euro ohne Ausweispflicht kaufen. Pro Kauf versteht sich. 

Dann hast du jedoch wieder das Problem mit der sicheren Aufbewahrung. Viel eleganter ist es daher z.B. direkt bei bullionstar zur Lagerung in Singapur zu kaufen und mit Bitcoin zu bezahlen. Frag mich einfach, ich helfe dir gerne dabei.

10. Traue niemandem und schon gar nicht deiner Regierung!

„Es ist gefährlich, richtig zu liegen, wenn die Regierung falsch liegt“ Das Zitat von Voltaire hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Auch hier ist die Geschichte des letzten Jahrhunderts voller warnender Beispiele. Auch in Deutschland.

Schon die demokratisch verfasste Weimarer Republik erließ zur Bekämpfung der Inflation Verordnungen, welche nicht nur Gold und Devisenbesitz unter Strafe stellten, sondern auch zur Ablieferung dieser Bestände verpflichteten. Das Ganze wurde mit Razzien und Durchsuchungen durchgesetzt. 

Auch in den USA, dem Mutterland aller Demokratien, erließ Präsident Roosevelt 1933 ein Goldverbot und verpflichtete die Bürger ihre Bestände zum Preis von $24 pro Unze an die Regierung zu verkaufen. In der Folge wurde der Goldpreis bei $35 festgeschrieben. Das Verbot wurde erst nach über 40 Jahren im Jahre 1974 aufgehoben! Bei Zuwiderhandlungen drohten bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Das ebenfalls demokratische England verbot seinen Bürgern 1966, Goldmünzen zu erwerben oder mehr als vier Münzen zu besitzen. Alle übrigen Stücke sollten bei der Bank of England abgeliefert werden, welche sie für die Deckung des Pfund Sterling benötigte.

Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer zu erahnen, welche Verordnungen und Gesetze im Falle einer erneuten schweren Finanzkrise erlassen werden.