Ein Jahr mit Crypto.com

Vor knapp einem Jahr habe ich $20.000 bei dieser damals noch eher unbekannten Plattform investiert. Das war der damalige Mindestbetrag, um eine VISA Karte mit 5% Cashback auf alle Einkäufe zu bekommen und 8,5% Zinsen auf Bitcoin und andere Krypto-Assets zu erhalten. Was ist daraus geworden?

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen, bin ich sehr zufrieden. Und das nicht nur, weil mir die Firma die Kappe und eine schicke Sportjacke geschenkt hat.

Was macht Crypto.com eigentlich?

Eigentlich sagt der Name bereits alles! Die Firma hat sich auf die Fahne geschrieben, einem breiten Publikum den Zugang zur Welt der Krypto-Assets zu vereinfachen, indem sie eine Reihe verschiedener Dienstleistungen rund um Kryptowerte in einer einzigen App zusammenfasst.

  • Schnittstelle zwischen Krypto und Euro. Ein-und Auszahlungen vom Bankkonto
  • Börse für den Kauf, Verkauf und Tausch von Kryptowährungen 
  • Anlageplattform für Kryptowerte 
  • VISA-Karte, mit der Euro und Kryptowährungen ausgegeben werden können

All diese Transaktionen haben reibungslos funktioniert und ich nutze die Plattform fast täglich.

Einziger Wermutstropfen: das Ganze funktioniert nur auf einem Smartphone. Auch das ist sicher zukunftsweisend, doch ich würde mir wünschen, dass ich mein Konto auch auf einem größeren Bildschirm verwalten könnte. Die App ist auf den ersten Blick leider etwas verwirrend.

Solides Wachstum

Der Preis des CRO Tokens hat sich seit Januar 2021 um knapp 500% gesteigert und die Mindesteinlage für die “Icy White Karte” beträgt inzwischen $40.000 (€35.000).

Diese Zahlen spiegeln die enorme Zunahme der Nutzer von damals unter einer Million auf derzeit über 10 Millionen.

Im Unterschied zum großen Konkurrenten Binance hat Crypto von Anfang an darauf gesetzt, mit Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten und darf daher seine Dienstleistungen in 49 US-Bundesstaaten anbieten. Das erlaubt ihnen ein aggressive Werbung, so haben sie zum Beispiel den Schauspieler Matt Damon als Imageträger verpflichtet und das Stadion der LA Lakers heißt jetzt Crypto.com Arena. Das Ganze haben sie sich 1 Milliarde Dollar kosten lassen.

Woher kommt dieses Geld? Ich bin einer derjenigen, der ihnen einen kleinen Teil davon zur Verfügung gestellt hat.

Ein hoher Einstand lohnt sich

Ich habe, wie Eingangs gesagt, 250.000 CRO Token gekauft und sie der Plattform im Staking zur Verfügung gestellt. Crypto bietet drei Staking Levels an: €350, €3.500 und eben €35.000 oder mehr. Diese Anlage kann nach 180 Tagen entnommen werden. Ich denke jedoch nicht daran, denn es ergeben sich eine Reihe von Vorteilen daraus, den Betrag weiter auf der Plattform zu halten.

  • 12% p.a. auf die Staking Einlage
  • Deutlich höhere Zinsen im Krypto lending
  • 5% Cashback auf alle Karten Transaktionen
  • Bis zu 60% Rabatt auf die Handelsgebühren
  • VIP Lounge Zugang
  • Rückerstattung der Gebühren für Amazon Prime, Spotify und Netflix

Insbesondere bei den Zinssätzen lohnt es sich deutlich, etwas mehr einzusetzen. Im Vergleich der Anbieter schneidet Crypto ansonsten nicht so besonders gut ab, die Renditen für kleinere Anleger fallen eher mager aus. In den beiden Top-Levels sind sie hingegen unschlagbar.

Quelle: https://www.cryptostudio.com/de/lending-zinsen/

8,5% Zinsen auf Bitcoin

Im nebenstehenden Beispiel hatte ich etwas über 1 BTC für einen Monat angelegt. Wie bei einem Festgeld, kann ich vor Ablauf des Anlagezeitraums nicht über dieses Guthaben verfügen.

Dafür gibt es 4,5% Zinsen, plus weitere 2%, die im hauseigenen CRO Token ausgezahlt werden. Insgesamt 0,00405 BTC und 146,96 CRO. Bei einer Laufzeit von 3 Monaten, erhöht sich die Rendite auf 8,5%.

Auf den Stablecoin USDC kann ich sogar bis zu 14% Zinsen bekommen, ohne das Kursrisiko der Krypto Assets zu haben.

Allerdings entspricht der Wert eines USDC immer einem US-Dollar und damit schwindet die Kaufkraft meiner Anlage mit der Inflation. Die Inflationsrate der US-Währung von 7% halbiert meine Rendite.

12% Rendite im Staking

Zusätzlich zu den eben genannten Vorteilen zahlt Crypto 12% Staking Rewards auf die eingesetzten Beträge. In meinem Fall ist allein das bereits eine kleine Rente. Beim derzeitigen Token Preis, versteht sich.

575 CRO pro Woche

In der Tabelle kann man sehen, dass der monetäre Gegenwert dieses wöchentlichen Zahlungen im, willkürlich gewählten Zeitraum, zwischen $90 und $395 geschwankt hat. Typisch Krypto, eben.

Wenn ich meine Rewards wöchentlich in US-Dollar getauscht hätte, wären es in einem Jahr rund $6.600 gewesen. Als optimistischer Mensch, habe ich sie jedoch behalten und darf mich so über rund 29.000 CRO Token freuen, deren Wert im Moment etwa $12.000 beträgt.

Vorsicht beim Tauschen

Ähnlich wie bei den Zinsen, ist auch hier wieder klar im Vorteil, wer etwas mehr angelegt hat. Die Gebühren bewegen sich mit 0,4% durchaus im Rahmen, doch auch darauf gibt es ganze 60% Rabatt in den beiden oberen Levels.

Als regelrechte Gebührenfalle entpuppt sich jedoch die, auf den ersten Blick sehr praktische Tauschfunktion. Damit kann ich mit ein paar Klicks die verschiedensten Werte gegeneinander tauschen.

In diesem Beispiel wollte ich fast 50.000 Cardano (ADA) in den Stablecoin USDC konvertieren. Der mir angebotene Tauschkurs betrug, wie oben zu sehen 1,3266 USDC pro Cardano. Auf der Börse Binance hätte ich dagegen, zum gleichen Zeitpunkt 1,3478 USDC für jeden meiner Cardano bekommen. Diese 2,1 Cent Unterschied hätten sich da mal ganz schnell eben auf $1.054,38 summiert.

Auch im umgekehrten Fall (rechts) im Bild, beträgt der Spread zwischen dem Marktpreis auf Binance oder Coinbase und dem von Crypto veranschlagten Kurs rund 2 Cent. Happig!

So bequem die Tauschbörse ist, wer sie nutzt, könnte mit einem Mausklick die Zinserträge von 5 Monaten bei 5% Zinsen vernichten. Ich komme später noch darauf zurück, warum ich das sogar eher beruhigend finde.

5% Rabatt auf alles!

Wäre es nicht schön, wenn du von jeder Ausgabe sofort 5% zurück bekommen würdest? Nur dafür, dass du mit einer bestimmten Kreditkarte bezahlst, statt mit Bargeld. Damit visiert Crypto wieder einmal die zahlungskräftigere Kundschaft an. Die musste sich bisher mit Meilen und Punkten zufrieden geben, mit der Crypto VISA gibt es sofort CRO Token. Die können in der App umgehend wieder auf das Kartenkonto gebucht werden.

Nach meiner Anmeldung musste ich drei Monate auf die VISA Karte warten und deswegen konnte ich sie noch kein volles Jahr nutzen. Immerhin hat mir Crypto in diesen neun Monaten rund 29.000 CRO Token gutgeschrieben.

Hätte ich diese sofort zum jeweiligen Zeitpunkt der Gutschrift verkauft, hätte das einem Wert von insgesamt rund $5.200 entsprochen. Habe ich jedoch nicht, und so sind auch diese Token im Moment über $12.000 wert.

Das entspricht rund $1.000 pro Monat, nur dafür dass ich andere Investitionen und Werbeausgaben mit meiner Crypto Karte bezahlt habe. Ich sagte bereits, dass ich zufrieden bin.

Ein Blick hinter die Fassade

Crypto.com wird von dem Unternehmen Foris DAX Asia Pte. Ltd, einer Tochtergesellschaft von Foris DAX MT (Malta) Limited, einem in Malta registriertem Unternehmen mit Hauptsitz in Singapur betrieben. CEO ist Kris Marszalek.

Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und lief zuerst unter dem Namen Monaco. Die Domain Crypto.com wurde 2018 für den Betrag von 12 Mio. US-Dollar gekauft und der Name geändert. Ich halte allein das für einen genialen Marketing Schachzug.

Zuletzt waren knapp 10 Millionen User registriert. Crypto beschäftigt 3.000 Mitarbeiter

Die Börse ist in rund 100 Ländern lizensiert, auch in 49 US-Bundesstaaten. Nicht in New York! Die dortigen Auflagen sind zu schwer zu erfüllen.

Die Einlagen der Kunden sind mit bis zu 750 Millionen Dollar gegen Zerstörung, Verlust und Diebstahl (Hacking) versichert. Das versteht sich pro Schadenfall. Kürzlich gelang es Hackern, 4.600 ETH von Crypto.com zu stehlen. Diese rund 15 Millionen Verlust werden von der Versicherung übernommen.

Insgesamt hat sich in Punkte Sicherheit bei allen Börsen einiges getan seit den Zeiten von Mt. Gox. Inzwischen liegen die meisten Coins gar nicht mehr bei den Börsen. Spezialfirmen übernehmen die Aufbewahrung der Kryptowerte.

Kann das alles wahr sein?

Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist bekanntlich auch meist nicht wahr. Viele der angebotenen Leistungen klingen so unglaublich gut, dass man fast geneigt ist, ein Schneeballsystem zu vermuten.

Bei genauerem Hinsehen, zeigt sich jedoch, dass diese Wohltaten, nur relativ wenigen VIP-Kunden zuteil werden. Wer hingegen nicht viel investieren möchte, fährt bei anderen Plattformen deutlich besser.

  • Die Handelsgebühren sind 4x so hoch, wie beim Konkurrenten Binance
  • Die Krypto-Zinsen auf den niedrigeren Levels sind  überaus mager
  • Die Tauschbörse ist extrem teuer
  • Das Cashback ist auf allen Levels auf $12.500 p.a. begrenzt

Wenn die breite Basis mit 6% Zinsen auf Stablecoins abgespeist wird, was 40% weniger ist, als bei vergleichbaren Plattformen, kann es sich die Firma locker leisten ein paar wenigen Nutzern 40% mehr zu bezahlen.

Das zieht sich durch die gesamte Palette der Dienstleistungen und es wird erst bei genauerem Hinsehen deutlich, dass hier nicht das Blaue vom Himmel versprochen wird, sondern eher weniger. Die Macher von Crypto.com sind einfach Marketing Genies!

Damit stehen die Plattform ganz in der Tradition der klassischen Banken. Deren Leistungen lohnen sich auch nur für die wohlhabenden Kunden, während die Mehrheit mit weniger lohnenden Produkten abgespeist wird.

Was das Thema Finanzen betrifft, sind die meisten Menschen eher desinteressiert. Je einfacher ihnen die Prozesse gemacht werden, desto freudiger werden sie die Produkte annehmen.

Ohne danach zu fragen, ob es nicht auch mehr zu holen gibt. Früher waren das Lebensversicherungen und Sparbücher, heute sind es ETFs. Jetzt, wo Krypto so langsam im allgemeinen Bewusstsein ankommt, sind es eben „alles easy“ Plattformen wie Nuri (nur in D) oder Crypto.com.

Deswegen behalte ich meine CRO Token!

Wo liegen die Risiken?

Ich rede nicht gerne über Risiken, sondern schaue lieber auf die Gewinnchance. Dennoch fallen mir zwei, oder drei Dinge ein:

1.) Die Plattform wird zahlungsunfähig. Denkbar ist so etwas, wenn ein Black Swan Event eine epochale Krise auslöst und sämtliche Assets ins Bodenlose stürzen. Dann können die Sicherheiten nicht schnell genug liquidiert werden und die Börse bleibt auf der Differenz sitzen.

2.) Regulatorische Eingriffe. Die Staaten haben sich noch keine abschließende Meinung dazu gebildet, wie sie mit dem Phänomen Krypto umgehen werden. Hier sind durchaus dramatische Einschränkungen denkbar. Besonders, wenn Krypto in Konkurrenz zu digitalen Zentralbankwährungen tritt. Diese werden zwar mit Sicherheit nicht weltweit greifen, jedoch können sie eine großen Anteil der Bevölkerung von Angeboten wie Crypto ausschließen.

3.) Konkurrenz durch dezentralisierte Börsen. Noch sind diese nicht wirklich für ein breiteres Publikum geeignet. Zudem werden sie durch teilweise absurd hohe Gebühren und langsame Netzwerke gebremst. Die Entwicklung geht jedoch schnell weiter und das könnte zentralisierte Plattformen Marktanteile kosten.

Mein Fazit:

Für mich war die Investition in CRO ein Volltreffer!

Die Zinseinnahmen aus dem Lending rechne ich nicht dazu, denn die hätte ich woanders in ähnlicher Weise verdient.

Allein für die CRO Token, kann ich einen Kursgewinn von derzeit $95.000 verbuchen.

Aus dem Staking meiner CRO-Token habe ich den Gegenwert von weiteren $12.000 erhalten.

Zu guter Letzt sind mir über das Karten Cashback nochmals rund $12.000 zugeflossen.

Alle Gewinne sind noch nicht realisiert, denn ich glaube fest an ein weiteres Wachstum der Plattform und eine entsprechende Wertentwicklung ihrer Token.

Lohnt es sich noch einzusteigen? Wer die €35.000 zum Start aufbringen kann, ohne dafür auf Investitionen in andere Projekte verzichten zu müssen, für den lohnt es sich auf jeden Fall. Es lohnt sich auch, nur €3.500 zu investieren und die 12% mitzunehmen.

Es wird schon schiefgehen!

Es ist schon merkwürdig: Dort, wo die meisten Menschen ein Risiko fürchten, sehe ich meist eine Chance. Ich ticke in der Hinsicht schon immer irgendwie anders und heute verrate ich, warum das so ist. Risiken einzugehen lohnt sich nämlich, den Mutigen hilft das Glück! Das gilt für alle Bereiche des Lebens, doch ich schreibe hier vorwiegend über die Risiken beim Investieren.

Ich bin verdammt eigensinnig

Nur weil jemand etwas sagt, muss das ja noch lange nicht stimmen! Auch wenn viele das Gleiche sagen, wird die Aussage dadurch nicht automatisch wahrer. Nachplappern hat nämlich zwei riesige Vorteile: Man spart sich die Mühe des Nachdenkens und macht sich nicht zum Außenseiter. 

Vor allem Letzteres wiegt schwer, denn wenn die Mehrheit glaubt, dass sich die Sonne um die Erde dreht, oder dass Impfen vor Schnupfen schützt, bringt es eine Menge Ärger die gegenteilige Meinung zu vertreten. 

Mich stört so etwas nicht, ganz im Gegenteil werde ich mir in solchen Fällen die konträre Meinung umso genauer anschauen. Es ergibt sich nämlich immer ein Vorteil daraus, etwas zu wissen, was andere nicht wissen. 

Wissen ist Macht

Wenn die Anderen Fußball spielen waren, saß ich im Zimmer und habe gelesen und wenn ich mal nicht gelesen habe, habe ich entweder Experimente angestellt, oder irgend etwas zusammengebaut. Mit 13 Jahren hatte ich nicht nur einen Einser in Chemie, ich konnte auch bedeutend wirksamere Sprengstoffe als Schwarzpulver herstellen und eine einfache Fernsteuerung zusammenlöten. 

Dieses Wissen habe ich mir als Autodidakt erworben, denn im Unterricht lernt man so interessante Dinge halt eher nicht. Ich muss gerade innerlich grinsen, wenn ich mir überlege, wie man heutzutage auf meine damaligen Hobbys reagieren würde! 

Mein ganzes Leben lang habe ich immer wieder Neues gelernt und ich hatte umso größere Freude daran, je exotischer dieses Wissen der Allgemeinheit erschien. 

Wer begeistert sich denn schon für mechanische Uhren, Search Engine Optimization, oder Consensus Algorithmen? Nur sehr wenige, doch es lohnt sich.

Kenne dein Risiko

Ich bewundere Piloten, wie sie schwatzen und scherzen, während sie ihre Checklisten durchgehen und eine Menge Schalter betätigen. Um dann, einige Minuten später, ein hunderte von Tonnen schweres Gerät in den Himmel zu ziehen. Ich würde mir das niemals zutrauen.

Die Leute im Cockpit tun es hingegen schon fast gelangweilt. Weil sie sich jahrelang darauf vorbereitet, eine ganze Menge trockener Theorie gelernt haben und sich ständig über die Entwicklung der Technik auf dem Laufenden halten. Sie wissen einfach, was sie tun.

Niemals würde ich bei meinen Entscheidungen auf die Meinung der Mehrheit vertrauen. Erst recht nicht, würde ich mich für etwas entscheiden, was meiner Lebenserfahrung nach nicht stimmen kann. 

Bei Investitionen, die  50% Rendite pro Monat versprechen, sehe ich nicht einmal hin. Unsere Erde ist nicht flach, sie dreht sich um die Sonne und auch die Märkte folgen den Gesetzen der Natur. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es sehr wahrscheinlich nicht.

Aus diesem Grund verbringe ich noch immer einen großen Teil meiner Zeit mit Lesen und Lernen. So bewege ich mich nicht im Blindflug, sondern weiß halbwegs auf was ich mich einlasse. 

Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen!

Das hört sich vielleicht etwas arrogant an, daher lasst es mich erklären. 

Zu oft höre ich den Satz: „Ich arbeite so viel, dass ich keine Zeit habe, mich mit Investments zu beschäftigen“. Wer in diesem Glauben lebt, muss sich auf „Fachleute“ verlassen und mit dem leben, was nach Abzug von deren Provisionen, Verwaltungskosten und den allfälligen Steuern noch übrig bleibt. Das ist elend wenig.

Wofür gibst du im Beruf oder Unternehmen dein Bestes, nur um andere die Früchte deiner Arbeit verzehren und verschleudern zu lassen? Es ist völlig unlogisch, dem Erhalt deines erarbeiteten Vermögens keine Zeit zu widmen. 

Es muss nicht in einen full-time Job ausarten, Finanzblogs und gute YouTube Kanäle nehmen dir einen großen Teil der Arbeit ab. Du mußt nur etwas Energie aufwenden, dem Geld etwas Liebe geben.

Was ist, wenn alles futsch ist?

Die Stoiker empfehlen, sich den schlimmsten möglichen Ausgang einer Sache möglichst plastisch vorzustellen. Im Falle von Investments reden wir hier über einen Totalverlust. Wenn du mit der Vorstellung leben kannst, dass das ganze Geld weg ist, hast du auch das Risiko im Griff.

Vor jeder größeren Entscheidung stelle ich mir die Frage, wie stark ein ungünstiger Ausgang mein Leben verändern könnte. Wenn ich nicht mit diesen Folgen leben möchte, werde ich mich anders entscheiden.

Baldiger Tod, schwere Krankheit, Behinderungen , oder Gefängnisaufenthalte sind für mich die Grenze des Zumutbaren. Geht es nur um Geld, bin ich eher entspannt, das wächst nämlich nach.

Begrenze deinen Einsatz

Das hängt eng mit dem vorigen Punkt zusammen. Wenn deine Wette nicht aufgeht und du das eingesetzte Kapital zum Teil, oder sogar ganz verlierst, sollte es dein Leben nicht groß ändern.

Das bedeutet, dass du niemals und unter gar keinen Umständen mit Beträgen spekulieren darfst, die du innerhalb der nächsten Jahre brauchen wirst! Und schon dreimal nicht mit geliehenem Geld. Niemals, nie, never ever!

Gordon Gecko in „Wall Street“ hatte unrecht, Gier ist nicht gut! Zu viel zu wollen, verblendet den Verstand. Wer nur den großen Gewinn sieht, geht in den Blindflug ohne Instrumente. Das kann gut gehen, sehr wahrscheinlich wirst du jedoch am nächsten Gebirgszug zerschellen.

Setze nicht alles auf eine Karte

Wenn du deine Risiken sorgfältig verteilst und deine Wetten gegeneinander ausbalancierst, werden große Vermögensverluste sehr unwahrscheinlich. 

Setze ich zu gleichen Teilen auf Aktien und auf Gold, wird das Edelmetall nicht groß an Wert zunehmen, so lange der Aktienmarkt boomt. Kommt hingegen eine große Krise, steigt sein Wert und wird einen Teil meiner Verluste auf dem Aktienmarkt aufwiegen. Das hoffen jedenfalls Viele.

Es muß durchaus nicht so kommen, ich halte daher weder Aktien noch Gold. Stattdessen (unter anderem) die Kryptowährungen Ethereum und Cardano. Scheitert Ethereum, gewinnt Cardano – und umgekehrt.

Nur ein Vollidiot rennt ins Casino und setzt alles auf die 19. Seine Chance zu verlieren beträgt 1:37. Wer hingegen auf Kombinationen von 50 : 50 Chancen setzt, kann den Abend ohne Verluste verbringen. Mit viel Glück sogar ein paar Chips gewinnen.

Zeit ist Geld

Auch dieser Satz wird allzu gerne mißverstanden. Vermögend wirst du nämlich mit Sicherheit nicht dadurch, dass du jede Minute deines Lebens dem Geld hinterher rennst. So handeln arme Schlucker.

Es geht es vielmehr um den brutalen Effekt, der eintritt, wenn deine Renditen anfangen Renditen zu bringen. Nimm €1.000 und lege sie zu 7% Zinsen pro Jahr an, sie werden sich binnen 10 Jahren verdoppeln. Das ist die Magie des Zinseszinses.

Bei einer Anlage von 1.000 Euro erhalte ich damit jedoch nur die Kaufkraft, denn die Inflation beträgt ebenfalls 7%. Kaufe ich hingegen Bitcoin für den gleichen Betrag, erhalte ich die gleichen Zinsen und habe zusätzlich die Chance, dass sich dessen Wert weiter vervielfacht. Ja, das ist spekulativ, ich halte es jedoch nicht für riskant.

Man kann von Spekulationen leben, sehr gut sogar. Es wird nur in der Regel eine ganze Zeit dauern, bis du so viel Vermögen angehäuft hast, dass du mit diesen Einkünften wirklich rechnen kannst. 

Denke also vorsichtshalber mal lieber in Jahrzehnten. Du hast viel Zeit, denn erfolgreiche Spekulanten werden nämlich verdammt alt. André Kostolany 93 (+), George Soros 91, Warren Buffett 91, Charles Munger 98

Nur wer schon tot ist, lebt ohne Risiko

Der Satz trifft sicher auch nicht jedermanns Humor, deswegen ist er dennoch wahr. Wir kommen nackt auf diese Welt und verlassen sie genauso, das ist unabdingbar. Wer das vergisst, oder verdrängt, ist in meinen Augen ein Narr. Ja, es gibt viele davon.

Die große Kunst des Lebens besteht darin, den Moment des eigenen Abgangs so vorzubereiten, dass dabei möglichst wenig Leid entsteht und dabei so schonend mit dem Vermögen umzugehen, dass es bis zum letzten Atemzug reicht. 

Ich muss nicht der reichste Mann auf dem Friedhof sein. Doch der Gedanke, dass nahezu ein Drittel meines Vermögens dem Deutschen Staat zufallen wird, wenn ich es nicht vorher ausgebe, macht mich geradezu immun gegen Verlustängste.

Hier kommst du nicht lebend raus!

Ich werde oft gefragt, wie ich es denn anstelle (nahezu) immer gut aufgelegt zu sein und mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Naja, warum auch nicht? Mir geht es gut und die Umstände scheinen sich seit Langem auf magische Weise zu meinen Gunsten zu entwickeln. Es läuft!

Das ist jedoch nur eine Seite der Medaille, denn ich lebe genauso in dem Bewusstsein, dass dieses wunderschöne Leben nicht von Dauer ist und dass es jederzeit ein plötzliches Ende nehmen kann. Ja, dass dieses Ende sogar von der Natur unausweichlich vorgesehen ist. 

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!

Auch mein gepflegter Körper wird altern und ab einem gewissen Zeitpunkt Stück für Stück seinen Dienst quittieren. Der Verfall und Tod der eigenen Eltern haben mir das rechtzeitig zu Beginn meiner eigenen „besten Jahre“ vor Augen geführt. „Verzieh nicht das Gesicht, in ein paar Jahren liegst du auch so da!“ Das war die letzte Lektion, die ich von ihnen lernen durfte. 

Umso weniger Sinn macht es vor diesem Hintergrund, sich auch nur einen einzigen, der verbleibenden, kostbaren Tage mit Sorgen, Ärger und schlechter Laune zu versauen. Wann immer ich so einen Moment erlebe, schließe ich kurz die Augen und vergegenwärtige mir den Anblick der geliebten Menschen in Pflegebetten. Dann atme ich ein paar Mal tief ein aus und lasse es einfach los. 

Was auch immer mir Anlass zu negativen Emotionen gegeben hat, ist doch absolut nichtig. Denn es ist genauso vergänglich wie das ganze Leben an sich. Was bleibt schon von deinen ganzen, vermeintlich großen, Problemen, wenn du dir mal knallhart vor Augen führst, dass auch du sterben wirst? 

Freunde dich mit dem Tod an

Buddha empfiehlt seinen Mönchen eine ziemlich eklige Meditation. Stell dir vor, wie dein toter Körper auf dem Boden liegt und zu verwesen beginnt. Sieh zu, wie sich die Raben und Geier ihren Anteil holen, während von unten her die Würmer und Insekten angreifen. Dein Körper ist Teil der Natur und sie wird dich auch wieder aufnehmen, wenn deine Zeit abgelaufen ist. Wir sind alle Teil des Kreislaufes von Werden und Vergehen. Es lohnt sich einfach nicht, das Unweigerliche zu fürchten.

Die Stoiker sind nicht ganz so plastisch, doch auch ihr „Memento Mori“ legt uns nahe, uns mit dem Gedanken an unser Ende anzufreunden. Es schärft das Bewusstsein dafür, dass einzig und allein unsere Lebenszeit die einzig unwiederbringliche Ressource ist. Alles kommt und geht, doch die Lebenszeit läuft ab. Nutze sie daher, so gut du kannst.

Nichts ist unersetzlich – außer deiner Lebenszeit

Ich habe gute Freunde verloren, mehr als eine große Liebe ist über die Jahre zerbrochen und völlig pleite war ich auch schon mal. Auf geradezu wundersame Art und Weise kam jedoch alles wieder zurück. Neue Freunde, neue Liebe, frisches Geld. Wie gut, dass ich mich noch nie allzu lange über Verluste, Niederlagen und Demütigungen aufregen konnte!

Wenn du dir immer mal wieder den großen, endgültigen Verlust deiner Existenz vor Augen führst, schrumpfen alle sonstigen Widrigkeiten zu winzig kleinen Hindernissen. Es sind ja meist nicht einmal die Umstände selbst, die uns zu schaffen machen, sondern nur unsere Einstellung dazu. Auf die Umstände haben wir sehr oft keinen Einfluß, doch unsere Reaktion darauf steht immer komplett in unserer Macht. 

Wir können akzeptieren, was ist und uns sogleich den schöneren Facetten unseres Daseins zuwenden, oder wir können rebellieren und jammern, uns in Selbstmitleid suhlen und die Schuld bei anderen suchen. Doch wofür auch immer wir uns entscheiden, es wird nicht das Geringste an den Dingen ändern, die uns nicht gefallen. 

Du bist Herr deiner Gedanken und Emotionen

Die Bitternis über das Unabänderliche wird uns lediglich jenen Teil des Daseins vergällen, den wir ansonsten unbeschwert genießen könnten. Selbst das vermeintlich verpfuschteste Leben, hat nämlich immer noch mehr als genug lebenswerte Momente. 

Ich kenne Menschen, die mit schweren Behinderungen ein zufriedenes Dasein führen. Ich kenne auch Menschen, die jahrelang im Gefängnis saßen und sich damit arrangiert hatten. Was bleibt denn schon übrig, wenn dich das Schicksal so richtig in den Arsch tritt? Auch dann muss es nämlich irgendwie weiter gehen –  und es geht! 

Mein Vater musste drei Jahre seines Lebens anderen Menschen beim Sterben an der Ostfront zusehen (und dabei sein eigenes Leben erhalten). Dennoch habe ich von ihm nie recht viel mehr als ein Achselzucken über das Ganze vernommen. Er war Humanist und Stoiker.

Andererseits, habe ich viele kleinliche Klagen gehört, vorzugsweise in dunklen Kneipen (männlich) und auf Dating Portalen (weiblich). Früher fühlte ich mich noch dazu berufen, etwas Positives zum Leben dieser Menschen beitragen zu wollen. Ich habe mich immer wieder daran versucht und bin in der überwiegenden Anzahl der Fälle krachend gescheitert. 

Die Undankbaren bestraft das Leben

Jammern und Klagen scheint eine Droge zu sein, welche diese Unglücklichen genau dort hält, wo sie sind. Deswegen suche ich heute nur noch das Weite, wann immer ich den häßlichen Gesang der Undankbarkeit höre. Je weiter ich beim Geburtsjahr nach unten scrollen muss, desto weniger bin ich geneigt, meine verbleibende Lebenszeit in Gesellschaft von hoffnungslosen Fällen zu verbringen. Sorry!

Je älter ich werde, desto mehr dämmert es mir nämlich, was für ein unverschämtes Glück ich in meinem Leben hatte. In der großen, weltweiten Geburtslotterie, habe ich einen der Haupttreffer gezogen! 

Ich könnte nun nach dem großen Sinn dahinter suchen, doch allein aufgrund der Vergänglichkeit meines Daseins und meiner winzigen Bedeutung im großen Weltenspiel, erscheint mir das als ziemlich lächerliches Vorhaben. 

Ist es nicht viel sinnvoller, zu akzeptieren was ist und jede Minute seines Daseins dankbar dafür zu sein?

Genau deshalb gehe ich mit einem breiten Lächeln durchs Leben.

Warum du bei der Sparkasse bleiben solltest

Wo hat man als „Staatenloser“ eigentlich seine Bankkonten? Wer jetzt an exotische Finanzplätze denkt, liegt gründlich daneben!

Wenn du der deutschen Steuerpflicht dank Abmeldung entronnen bist, spricht nämlich gar nichts dagegen, deine Konten einfach dort weiterzuführen, wo du sie schon immer hattest.

Sonst behaupte ich ja gerne, dass im Ausland alles besser ist, als in Deutschland. Bei den Banken möchte ich jedoch ganz ausdrücklich eine Ausnahme machen, die sind nämlich in Deutschland geradezu herrlich entspannt. 

Konto ohne Wohnsitz

Der größte Vorteil besteht gleich einmal darin, dass diese Konten bereits bestehen! Möglicherweise tun sie das schon seit vielen Jahren, was dir (hoffentlich) eine entsprechende Bonität verschafft hat. 

Dein angestammtes Kreditinstitut weiß jedoch auch, woher dein Geld kommt und wofür du es ausgibst. Eine ganze Reihe von Fragen in Zusammenhang mit der Geldwäscheverordnung und zur Mittelherkunft werden daher erst gar nicht aufkommen. Bei einem neuen Institut fängst du mit alledem bei Null an. 

Ohne Anmeldung und Wohnsitz im Ausland Konten zu eröffnen, ist nämlich gar nicht so einfach und kann in einen wahren Hürdenlauf ausarten. Das liegt auch daran, dass eine deutsche Banklehre immerhin noch eine ernst zu nehmende Berufsausbildung ist. Dieses Ausbildungsniveau ist woanders unerreicht und ich gebe immer wieder gern meine Erfahrungen mit grenzdebilen spanischen und zypriotischen Bankern zum Besten. In den Momenten, in denen ich mich damit herumschlagen musste, fand ich es allerdings nicht so lustig. Inzwischen habe ich in beiden Ländern keine Bankverbindung mehr.

Kontoauszug statt Stromrechnung

Vor der Eröffnung jedes neuen Kontos steht immer das Durchlaufen der KYC (Know Your Customer) und dazu zählt der Nachweis eines Wohnsitzes. In den meisten Ländern gibt es kein Meldewesen wie in Deutschland, die Adresse steht nicht auf dem Personalausweis. Du wirst sie daher mittels einer auf deine Wohnadresse ausgestellten Stromrechnung, oder Wasserrechnung nachweisen müssen. Fehlanzeige bei beliebten Nomadenherbergen wie AirBnB, jedoch auch bei Langzeitmietverträgen laufen die Versorgungsverträge oft weiter auf den Vermieter. 

Neben diesen Verbrauchsrechnungen akzeptieren die meisten Banken und Fintech Plattformen jedoch auch die Kontoauszüge anderer Kreditinstitute als Wohnsitznachweise. Das ist ein weiteres, gewichtiges, Argument dafür deine alten Konten einfach zu behalten!

Dafür solltest du deiner Bank lediglich eine Adresse im EU-Ausland als neue Korrespondenzadresse angeben. Dort sollte auch tatsächlich Post für dich in Empfang genommen werden, in machen Fällen zuerst ein Registrierungsbrief, um die Änderung zu verifizieren. Später dann deine jeweils aktuelle Kreditkarte.

CRS Meldungen ins Leere laufen lassen

Mit deiner Abmeldung aus Deutschland ist deine Steuerpflicht erloschen, auch für deine Bank bist du hinfort Steuer-Ausländer. 

Das bedeutet, dass sie sich im Inland um nichts weiter kümmern müssen, was dich betrifft. Deine Bank wird dich also auch nicht weiter mit Fragen nach Betriebswirtschaftlichen Auswertungen, Bilanzen oder Steuererklärungen behelligen. Im Zweifel bleibt es beim jeweils letzten Stand deiner Bonität.

Deine Kontenbewegungen werden jedoch hinfort im Rahmen des CFC Finanzdatenaustauschs an das Land gemeldet, in welchem sich deine Zustelladresse befindet. Das ist das besonders dann sehr praktisch, wenn du dafür ein Land gewählt hast, in welchem du dich nur selten aufhalten möchtest. 

Deine Banken melden beispielsweise nach Portugal, weil sich deine Korrespondenzadresse dort befindet. In Portugal können die Behörden jedoch nichts mit deinem Namen anfangen, weil du zwischen Spanien und Mexiko pendelst. 

Doch weder Spanier noch Mexikaner werden jemals davon Kenntnis erhalten, weil du dort keine Konten unterhältst. So bleiben deine Transaktionen überall dort verborgen, wo eine Steuerpflicht wegen Aufenthalt oder Lebensmittelpunkt drohen könnte.

Kreditkarte statt Debitkarte

Wenn du ein neues Konto im Ausland eröffnest, wirst du sehr wahrscheinlich erstmal gar keine Kreditkarte bekommen, außer du deponierst einen Betrag in Höhe des gewünschten Monatslimits. 

Mit den Debitkarten, die du teilweise sofort ausgehändigt bekommst, kannst du lediglich über das Guthaben auf dem Girokonto verfügen. Autovermietungen, aber auch den meisten Hotels ist das zu wenig Garantie, sie verlangen eine Kreditkarte zur Absicherung ihrer Forderungen – und der Verfügungsrahmen dieser Karte sollte nicht zu knapp bemessen sein.

So ist es mir auf meiner ersten USA Reise passiert, dass die Minibar verschlossen blieb, weil sich die Autovermietung eine großzügige Kaution reserviert hatte und das Hotel, trotz bezahlten Aufenthaltes, auch gleich noch mal $1.000 sehen wollte, falls ich Durst auf Champagner vom Roomservice bekommen sollte. Ich durfte nicht einmal meine Bank anrufen, damit sie das Limit erhöht. Natürlich gab es auch am Automaten erstmal nichts mehr. Wir hatten zwei sehr sparsame Tage, bis ich meinen Bankberater an den Apparat bekam. Lesson learned!

Deine Hausbank wird in der Regel kein Problem damit haben, dich mit einer kaufkräftigen Karte auf die Reise zu schicken, wenn du die Situation erklärst. Sie wird sich das nämlich über die Gebühren für den Auslandseinsatz bezahlen lassen. Doch das ist es mir wert!

American Express – meine Gesundheitskarte

Wo wir gerade von geballter Kaufkraft sprechen, empfehle ich auch eine Platinkarte von AMEX. Mit €660 Jahresgebühr ist sie zwar nicht gerade billig, doch bei entsprechender Nutzung kommt dieser Betrag über eine Reihe von Vergünstigungen wieder zurück.

Außerdem hat diese Karte kein festes monatliches Limit. Der Verfügungsrahmen errechnet sich, neben einer Reihe anderer Parameter, über die Umsätze der letzten Monate. So habe ich meine AMEX auf ein Limit von €50.000 pro Monat „trainiert“, was eine sehr beruhigende Liquiditäts Reserve für alle Fälle ist. Ich denke dabei nicht primär an die günstige Gelegenheit beim Rolex-Händler, sondern an einen Unfall oder plötzlichen Krankheitsfall. 

Besonders in den USA kann so ein Ereignis zu sofortigen Zahlungsverpflichtungen in fünfstelliger Höhe führen, doch eben nicht nur dort. In nahezu jeder Arztpraxis oder Klinik weltweit steht ein Kartenterminal vor dem Zutritt zum Behandlungsraum.

Bekannte wollten sich in einer Privatklinik in Mexico behandeln lassen und sollten zum Einstand gleich mal $12.500 hinterlegen. Sie wußten nicht, dass die Behandlung in den öffentlichen Krankenhäusern kostenlos ist – doch dazu muss man eben Spanisch können. 

Viele deutsche Versichertenkarten sind im Ausland unbekannt und auch wenn die Versicherung später die Kosten übernimmt, muss die Garantie vorab hinterlegt werden. Bitte daran denken, dass du außerhalb Europas wesentlich stärker in die Verantwortung genommen werden kannst. Großzügige Verfügungsrahmen sind daher kein Luxus.

Wise überweisen!

Natürlich ist deine Sparkasse nicht besonders gut darauf eingestellt, Online-Überweisungen in Mexikanischen Peso durchzuführen. Damit solltest du sie auch nicht weiter belasten, sondern lieber ihren letzten Bankauszug dazu verwenden, um ein Privatkonto bei Wise zu eröffnen. 

Du erhältst eine IBAN in Belgien und kannst per Mausklick Währungskonten in einer Vielzahl von Währungen eröffnen. Dann einfach vom Euro Guthaben umbuchen und schon kannst du mit der giftgrünen Wise Mastercard überall relativ günstig die Landeswährung aus dem Automaten holen. Oder eben auch Überweisungen in dieser in Auftrag geben. Sehr einfach, am Smartphone und zu geringen Kosten.

Ich bin begeistert von Wise und nutze es mittlerweile auch geschäftlich. Mit sechsstelligen Monatsumsätzen, problemlos. 

Willst du dein Wise-Konto für Transaktionen mit Krypto Plattformen nutzen, stelle bitte sicher, dass diese in UK oder der EU lizensiert sind. Mit Binance könnte es immer noch Probleme geben, Coinbase, Kraken etc.. sind jedoch safe.

Crypto: Punkt Com!

Wise hat auch nichts gegen crypto.com, denn die sind nicht nur in allen US-Bundesstaaten lizensiert, sondern eben auch in der EU. 

Auf dieser neuartigen Plattform kannst du nicht nur die meisten gängigen Kryptowerte kaufen, sondern diese auch gegen Zinsen verleihen und bis zu 8,5% p.a. verdienen, wenn du eine genügende Anzahl von den hauseigenen CRO Token hältst. 

Das lohnt sich nicht nur wegen deren zu erwartender Wertsteigerung, sondern auch wegen der Rückerstattung von bis zu 8% auf jede Ausgabe, die du mit der crypto.com VISA Karte tätigst. 

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Steuerfrei mit dem Dreiländer Trick

Wer „auswandern“ möchte, ist allzu oft in der Vorstellung gefangen, dass er dafür das nicht mehr geliebte Vaterland gegen ein anderes Land ersetzen muss. Doch das ist schlichtweg falsch!

Abmelden macht frei!

Mit der Abmeldung bei der Meldebehörde erlöschen deine gesamten Pflichten in Deutschland. Du mußt dafür nicht nachweisen, dass du woanders einen Wohnsitz genommen hast, es reicht völlig aus, das Land zu verlassen. 

Die Behörde wird dich lediglich zu statistischen Zwecken fragen, wohin die Reise gehen soll. Dazu empfehle ich ein beliebtes Zielland außerhalb der EU anzugeben. Einfach so, es kann und wird niemand kontrollieren, doch wenn Medellín, Kolumbien in der Abmeldebestätigung vermerkt ist, fällt es leichter Mobilfunkverträge loszuwerden. Auch eventuellen Fragen der gesetzlichen Krankenkasse nach einer Anschlußversicherung im EU-Ausland dreht das schnell die Luft ab.

Das war es im Groben und Ganzen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, ein freier Mensch zu werden!

Denn natürlich ist damit auch deine persönliche Steuerpflicht in Deutschland erloschen. Abgesehen jedenfalls von Sonderfällen, wie Firmenbeteiligungen und ähnlichen Verflechtungen. Nun musst du nur noch aufpassen, keinem anderen Land in die Falle zu gehen. 

Mit einer „Anmeldung“ wo auch immer, würdest du jedoch genau das tun. Nur wenige Staaten sind so unangenehm wie Deutschland, doch Staat bleibt Staat und System bleibt System. Frei lebst du nur dann, wenn du erst gar keinem angehörst.

Frei bleiben – so geht es

Ganze 23 Länder auf dieser Welt verlangen gar keine Steuern von ihren Bürgern. Davon haben jedoch alle ziemlich gravierende andere Nachteile. In 40 weiteren Ländern kannst du dich dauerhaft niederlassen, wobei deine Einkünfte aus dem Rest der Welt steuerfrei bleiben (Territorialbesteuerung). Dazu gibt es noch einige mehr oder weniger interessante Sonderfälle, auf die ich hier nicht eingehen möchte. 

Doch auch wenn sich unter all den Ländern keines findet, das dein Herz höher schlagen läßt, ist es noch kein Beinbruch. Du musst deine Lebenszeit nur geschickt zwischen mindestens drei Ländern aufteilen und ein paar zusätzliche Kleinigkeiten beachten, um einer Steuerpflicht dauerhaft zu entgehen.

Die Sache mit den 183 Tagen

Nahezu alle Länder mit Residenzbesteuerung (Besteuerung nach Aufenthalt) legen einen Aufenthalt von mehr als einem halben Jahr, 181 oder 183 Tagen, als Kriterium für eine steuerliche Veranlagung fest.

Bleibst du weniger Zeit im Land, lebst du steuerfrei. Das gilt jedenfalls, wenn Dir kein „Lebensmittelpunkt“ unterstellt werden kann. Kriterien dafür sind regelmäßig:

  1. Kinder in der Schule
  2. Ansässige Ehepartner
  3. Erwerbstätigkeit im Land
  4. Firmen und sonstige wirtschaftliche Interessen (Immobilienbesitz reicht nicht aus)

Die meisten Staaten halten sich bei der Unterstellung eines Lebensmittelpunktes an diese Punkte. Die „Verfügungsgewalt über eine Wohnung“, wie in Deutschland, reicht nicht aus. Es empfiehlt sich dennoch, das von Einzelfall zu Einzelfall zu prüfen. Gerade eben habe ich gelernt, dass in Holland die Mitgliedschaft in einem oder mehreren Vereinen zur Steuerpflicht führen kann. Ja, sogar wenn sich dein Hausarzt in Holland befindet, kann das schon ausreichen.

Lang, kurz, lang, oder lang, lang, kurz?

Erfüllst du jedoch keines der Kriterien, kannst du problemlos deine Sommer am Mittelmeer verbringen und deine Winter in der Karibik, so wie ich das tue. Weniger als 181 Tage Spanien und weniger als 181 Tage in Mexico. Also vielleicht ein kleiner Zwischenstopp in Amsterdam oder Lissabon? 

Das Schöne an dieser Lösung ist, dass sich damit die steuerlichen Vorteile des Nomadenlebens mit den Annehmlichkeiten eigener Wohnungen verbinden lassen. Denn in den meisten Ländern löst die Verfügungsgewalt über eine Wohnung eben noch keine Steuerpflicht aus. 

Das Gleiche gilt übrigens auch für eine erteilte Aufenthaltsgenehmigung. Meine mexikanische „Residencia Temporal“ berechtigt mich nur dazu, länger als 180 Tage pro Jahr im Land zu bleiben. Tue ich es jedoch nicht, muss ich in Mexico trotzdem keine Steuern zahlen. Feine Sache!

Alles kann, nichts muss, wenn du die Klaviatur des internationalen Lifestyles beherrscht.. 

Wer prüft das nach?

Zuerst einmal wird das keinen Menschen interessieren, sehr lange nicht.

Leider werden die Zeiten nicht besser und irgendwann könnte der Moment kommen, in dem Fragen gestellt werden, spätestens dann, wenn du dein Geld in Immobilien investieren willst, oder wenn sich die Compliance deiner Bank mal wieder verschärft. Dann solltest du schnell und überzeugend antworten können.

Ich lege mir für jedes Jahr einen visuellen Kalender an, in dem meine spanischen Tage gelb markiert sind und die mexikanischen rot. Das gibt zwei schöne Blöcke. Die Tage in anderen Ländern markiere ich grün.

Dazu lade ich mir die Abrechnungen meiner täglich genutzten Kreditkarte herunter und speichere sie im gleichen Ordner. Das ist wichtig, weil sie nach einigen Jahren nicht mehr abrufbar sind.

So kann ich auf Nachfrage, von wem auch immer, jederzeit einen Aufenthalt von weniger als 183 Tagen im Land belegen.

Das Beste aus zwei Welten

Auf diese Art und Weise genieße ich meine Wintermonate im Kreise vieler Gleichgesinnter Freiheitsfreunde im lauten, bunten Mexico. Wenn es mir dort zu heiß wird, ziehe ich um in unsere luxuriöse Altbauwohnung im Herzen von Barcelona und schlemme mich ein paar Monate durch die außerordentliche Gastronomie dieser Weltstadt. 

Ich möchte doch gar nicht mehr dauernd an einem Ort leben müssen! Der halbjährliche Wechsel ist mir viel weniger lästige Pflicht, als vielmehr ein luxuriöses Merkmal eines sorgfältig durchdachten Lebensstils.

Wenn du nun glaubst, dass zwei Mieten und ein paar Flugtickets ganz schön viel Geld verschlingen, dann frag dich einfach mal, wie viel Steuern du im letzten Jahr bezahlt hast und wie viel Zwangsbeiträge an sinnlose Versicherungen geflossen sind?  

Lass dich beraten…

Gerne helfe ich auch dir bei einer Analyse deiner Wünsche und deiner persönlichen Ausgangslage. Du wirst erstaunt sein, welche Möglichkeiten auch dir offen stehen.

Lasst uns mal über Geld reden!

Oder hast du etwa auch gelernt, dass man über Geld nicht spricht? In dem Fall möchte ich fast wetten, dass du dir schon öfter Gedanken um Geld gemacht hast, als dir lieb war. 

„Geld verdirbt den Charakter“, „Geld macht nicht glücklich“, „Glück kann man nicht kaufen“. Derartige Sprüche zeigen, dass wir von Jugend auf völlig falsch gepolt sind, was dieses Thema betrifft.

Ganz nüchtern betrachtet, ist Geld weder gut noch böse. Man hat es, oder man hat es nicht. Allein, die überwiegende Mehrheit hat es halt eher nicht im Überfluss und das hat ganz einfache Ursachen:

Wer keine Güter oder Dienstleistungen zum Tauschen hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als seine Lebenszeit zu verkaufen. 40 Stunden pro Woche, jahrein, jahraus. Dann wird noch ein beträchtlicher Teil des Lohns für Steuern und Zwangsversicherungen abgezogen. 

Wer als Freiberufler oder kleiner Unternehmer Dienstleistungen und Waren anbieten kann, verdient mehr, muss nur zum Teil an den Zwangsversicherungen einzahlen und kann seine Steuerlast über Ausgaben und Investitionen etwas reduzieren. 

Beide haben jedoch gemeinsam, dass sie einen beträchtlichen Anteil ihrer Tage damit verbringen, Geld zu erwirtschaften. Beiden bleibt keine Zeit, sich in finanziellen Dingen weiterzubilden und sich mit den Möglichkeiten der Märkte vertraut zu machen. Immer wieder höre ich von Freunden, dass sie „keine Zeit und keine Energie“ haben, um sich mit Geldanlagen zu beschäftigen.

Finanzielle Bildung beschränkt sich darauf, Buchführung gelernt zu haben, um brav Steuern zu zahlen zu können. Der Rest wird gern „Fachleuten“ von Banken und Versicherungen überlassen. 

Doch deren Beratung ist alles andere als unparteiisch. Sie leben von Provisionen und die fallen um so höher aus, je nachteiliger das Geschäft für den Kunden ist. 

Wer vor 30 Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen, ist heute, gelinde gesagt, in den Arsch gekniffen. Denn, leider, leider haben sich die Anlagen nicht so positiv entwickelt, wie es damals in Aussicht gestellt wurde. Und selbst das war eigentlich schon lausig. 

Es ging nicht besser, denn die Gesellschaften durften, zur „Sicherheit“ ihrer Kunden, nur einen Teil in Aktien oder Immobilen anlegen und mussten den größeren Teil in Staatsanleihen und ähnliche Schrottpapiere packen. Doch gerade deren Renditen fielen seit 2009 ins Bodenlose, während der Aktienmarkt von Rekordhoch zu Rekordhoch eilte. 

Lassen wir uns das auf der Zunge zergehen: Die „riskanten“ Anlagen haben eine dreistellige Performance vorgelegt, während die „sicheren“ Papiere nichts mehr abwerfen. Dumm gelaufen.

Deshalb verkaufen die Typen in den billigen Anzügen heute Aktienfonds. Die bringen Nettorenditen von bestenfalls 6%, bei einer Inflationsrate von 7%. Herzlichen Glückwunsch, hier ist erneut in den Arsch gekniffen, wer auf „Sicherheit“ setzt.

Jetzt versprechen Kryptowerte die Rückkehr der Rendite, bisher hat noch keine Anlageklasse einen derart spektakulären Wertzuwachs erfahren. Zusätzlich lassen sich damit Zinsen verdienen, bis zu 10%.

Natürlich warnen die Anzugträger wieder und in der Tat braucht man für die Kursschwankungen von Bitcoin & Co einen starken Magen. Wer sich nicht mit der Materie vertraut gemacht hat, kommt leicht in Versuchung in Panik zu verkaufen und Verlust zu machen. Anstatt die Gelegenheit zum Nachkaufen zu nutzen. Doch auch das war schon immer so. Wissen schafft Vertrauen.

Ist es nicht bitter, dass ausgerechnet diejenigen, die ihre Zeit gegen Geld tauschen, keine Zeit für Geld haben? Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen. Das ist kein schnöseliger Spruch, sondern die reine Wahrheit.

Geld mag zwar nicht glücklich machen, doch nicht genug davon zu haben macht definitiv unglücklich. Nehmt Euch also bitte Zeit für finanzielle Bildung, es ist kein Hexenwerk und das Lohnendste, was Ihr tun könnt.

Natürlich könnt ihr auch mich fragen, denn ich rede gerne über Geld!

Auswandern wegen Corona?

Ich werde oft gefragt, wohin man denn am besten auswandern könne, welche Länder ich empfehle. Ging es bis vor Kurzem noch um Steuern und warmes Klima, scheint sich jetzt alles darum zu drehen, in welchen Staaten ungeimpfte Bürger die wenigsten Einschränkungen zu erdulden haben.

Doch, wie soll ich darauf eine vernünftige Antwort geben, wenn sich die dementsprechenden Bedingungen nahezu im Wochentakt ändern? Im Gegensatz dazu hingegen, bringt eine Auswanderung immer eine radikale Veränderung des bisherigen Lebens mit sich und zwar auf Dauer. 

Ganz ehrlich, wem es lediglich ums Nicht-Impfen geht, dem kann ich davon nur dringend abraten, Deutschland Hals über Kopf zu verlassen. Wer weiß denn schon, wie sich die Situation im neuen Land entwickelt? Wo es heute noch locker zugeht, droht morgen schon vielleicht der nächste Lockdown. Dann stündet ihr wieder dort, wo ihr begonnen habt.

Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels

Gefühlt hat sich in den letzen Wochen nahezu jeder mit der aktuellen Variante der “Pandemie” infiziert. Zumindest kennt inzwischen jeder jemanden, der es hatte. Omicron hat uns allen gezeigt, was in den meisten Fällen passiert, wenn “es dich erwischt”: Nicht allzu viel!

Ich hatte es selbst und lag ein paar Tage lang richtig flach, doch fast ohne weitere Symptome. Viele meiner Bekannten berichten das Gleiche. Es ist nicht mehr und nicht weniger als das, was der Hausarzt früher einen “saisonalen, grippalen Infekt nannte”.

Ich möchte dabei nicht leugnen, dass man daran sterben kann! Es gibt durchaus schwere Verläufe, nur sind diese halt extrem selten. Auch das war schon immer so. Man sollte den Infekt ernst nehmen und wirklich ein paar Tage das Bett hüten – auch aus der viel geforderten Rücksicht auf Andere. Der CSU Politiker Horst Seehofer wäre vor vielen Jahren beinahe an so einer “verschleppten Erkältung” gestorben.

Dieses “Corona zum Anfassen” bewirkt langsam einen Umschwung der Stimmung. Immer mehr Menschen verlieren die Angst vor einer Erkrankung. Auch wenn die deutsche Presse den Blick ins Ausland sorgfältig vermeidet, kommen von dort zunehmend gute Nachrichten.

Spanien hat die Pandemie offiziell für beendet erklärt und setzt sich nun dafür ein, dass das auch auf EU-Ebene deklariert wird. Der deutsche Gesundheitsclown mag dagegen sein, einige seiner Kollegen werden es anders sehen.

Auch England kommen noch bessere Nachrichten: dort ist der Wahnsinn bereits komplett zu Ende.

Fragt euren kritischen Arzt!

Geht es ums Impfen können nur Ärzte helfen, denn sie kennen nicht nur die jeweils aktuelle Rechtslage, sondern auch jene Umstände, die von einer Pflicht befreien können. Für meine Jahrgänge gab es noch die Wehrpflicht – eine Verpflichtung, die ich – angesichts Millionen Toter in zwei Weltkriegen – noch als viel ungeheuerlicher empfunden habe als die heutige de-facto Impfpflicht. 

Auch hier haben Ärzte geholfen. Einige meiner Freunde konnten sich aufgrund medizinischer Diagnosen davon befreien lassen. Ich hätte selbst nicht geglaubt, welche verborgenen Leiden einen sportlichen jungen Mann wehruntauglich machen können.

Stellt eure Fragen nicht in irgendwelchen dubiosen Foren, sondern nehmt Verbindung zu Ärzten auf, die Impfungen ähnlich kritisch gegenüber stehen, wie ihr selbst. Ich bin recht zuversichtlich, dass für Viele von euch auf diesem Weg eine Lösung zu finden sein wird. 

Hier findet ihr eine Initiative kritischer Ärzte:

https://individuelle-impfentscheidung.de

Beschreitet den Rechtsweg!

Deutschland ist noch immer ein Rechtsstaat, auch wenn manches Verhalten von Regierungen und Gesetzgeber in den vergangenen 20 Monaten Zweifel daran erweckt haben mag. Genau dafür sieht die Verfassung den Rechtsweg vor! 

Jeder Bürger kann jedes Gesetz, jede Verordnung und jeden Verwaltungsakt von einem unabhängigen Gericht auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen lassen. Das bedeutet für euch, dass ihr nichts einfach so hinnehmen müsst.

Gerade die unteren Gerichte, deren Positionen nicht politisch besetzt werden, haben erfreulich oft im Sinne der Bürgerrechte geurteilt. Je höher die Instanz, desto eher fallen die Urteile im Sinne der Exekutive aus. 

Würde jeder Betroffene gegen ihn betreffende Maßnahmen klagen und gegen jeden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen, wären nicht die Intensivstationen überlastet, sondern die Justiz. Eine Flut von Klagen würde weit mehr bewirken, als ein paar Demonstrationszüge.

Also: klagt nicht auf Telegram, klagt vor Gericht. Es ist euer gutes Recht!

Hier geht es um die Verfassungsmäßigkeit einer eventuellen Impfpflicht:

Lebt euer Leben, riskiert das Bußgeld und legt anschließend Widerspruch ein. Hier ist ein interessanter Link dazu:

https://www.tv-mittelrhein.de/sendungen/53/caspers_Mock_Der_Rechtstipp/1977/Der_Rechtstipp_Einspruch_gegen_Corona_Bussgelder.html

Hier wird erklärt, aus welchen Gründen man Einspruch einlegen sollte:

Leistet Widerstand

Ich der Meinung, dass die derzeitige Praxis der Ausgrenzung Ungeimpfter ein Unrecht darstellt. Es muss jedem überlassen werden, ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Eine Impfpflicht hielte ich für einen klaren Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Inzwischen wissen wir, dass Impfungen nicht zuverlässig vor Ansteckungen schützen und dass auch Geimpfte und “Geboosterte” das Virus weiter verbreiten können. Damit ist das Argument des “Fremdschutzes” vom Tisch und zum “Eigenschutz” kann niemand gezwungen werden.

Eine Impfpflicht wäre vor diesem Hintergrund unverhältnismäßig

Lasst euch das nicht gefallen, es geht um Eure Rechte. Politiker haben schon immer gezeigt, dass ihnen mehr Macht lieber ist als weniger Macht. Sie werden es daher immer darauf anlegen, sich so viel Macht wie möglich zu sichern. Die Freiheit wird scheibchenweise, in kleinen akzeptablen Schritten abgeschafft.

Daher müsst ihr jetzt selbst für eure Rechte eintreten. Spaziergänge sind wichtig! Lasst euch nicht einschüchtern, je mehr auf die Straße gehen, desto weniger können sie ignoriert werden. Bevor die Politik umdenkt, muss der öffentliche Unmut erst richtig unbequem werden. Würden auch nur 20% der Bürger ihren Pflichten gegenüber diesem Staat nur noch schleppend nachkommen, wäre das ein deutliches Signal.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam

Das ist ein überaus lesenswerter Artikel zu diesem Thema.

Der Staat ist nicht euer Freund! Das war er noch nie, allerdings war das schon lange nicht mehr so deutlich wie derzeit.

Bitte keine Panikreaktionen !

Eine überstürzte Auswanderung, allein aus Angst vor einer möglichen Impfpflicht, kann großen Schaden im eigenen Leben und im Leben der Familie anrichten. Insbesondere wenn Kinder mit betroffen sind.

Es geht in den meisten Fällen um die Aufgabe der wirtschaftlichen Existenz, Freunden, Familie, des gesamten Soziallebens und der gewohnte Umgebung. Sollte man das all das auf sich nehmen, nur um einer, willkürlich auferlegten, Pflicht zu entgehen? Es erscheint mir alles andere als sicher, dass diese jemals Bestand haben wird. Das zu verhindern liegt auch in eurer Hand. Lauft nicht weg, leistet lieber Widerstand!

Corona ist nur einer von vielen Gründen, Deutschland zu verlassen. Es ist kein gutes Land und ich kann jeden Auswanderungswilligen verstehen.

Ich bin selbst vor über 20 Jahren ausgewandert und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Daher weiß ich jedoch auch, wie gut so ein Lebens-Wandel vorbereitet werden muss. Der Schritt erfordert einen kühlen Kopf, mehr oder weniger viel Zeit und eine genaue Planung.

Dabei helfe ich gerne!

Ich bin ein Querdenker!

Gestatten? Ich bin ein Querdenker! 

Das war ich schon sehr lange bevor dieser Begriff ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurde. 

Mein Selbstdenken, wie ich es lieber nenne, reicht bereits ein halbes Jahrhundert zurück. Was mir damals im Kommunionunterricht als „heilige Wahrheit“ serviert wurde, erschien mir als hanebüchener Unsinn, durch und durch unlogisch und obendrein nicht im mindesten attraktiv. Die andere Backe hinzuhalten fand ich einfach doof.

Doch als Zehnjähriger stand ich mit dieser Auffassung allein auf weiter Flur. Weder die Mitschüler, noch meine Eltern wagten es, sich gewisse Fragen zu stellen. Für sie war es göttliche Wahrheit und allein der Zweifel daran, wäre eine schwere Sünde gewesen. So haben es die Kirchen über Jahrhunderte geschafft, die Menschen zu manipulieren und zu unterdrücken. 

Das Prinzip nannte sich Erbsünde. Erinnert euch: Eva hat einen Apfel vom falschen Baum gepflückt und damit gegen Gottes Gebot verstoßen. Deswegen kommen noch heute all ihre Nachkommen als Sünder auf die Welt und können sich nur durch die Taufe reinwaschen. Damit ist die Sache jedoch nicht ausgestanden, denn fast alles, was Spaß macht, ist schon wieder eine Sünde, für die erneut gebüßt werden muss. Christen suhlen sich ständig in imaginärer Schuld. Es ist ihnen nicht vergönnt, gut genug zu sein. Das macht sie beherrschbar.

Daran glaubt heute natürlich fast niemand mehr, es klingt einfach zu lächerlich. Das Prinzip funktioniert dennoch munter weiter. Statt für Evas Biss in den Apfel, soll ich nun für den Holocaust, die Armut in der Dritten Welt und den Klimawandel verantwortlich sein. Für Dinge, die weit vor meiner Geburt passiert sind, oder gegen die ich nicht das Mindeste hätte tun können. 

Natürlich ist all das genauso lächerlich unlogisch, wie die Geschichte mit dem Sündenfall, doch erneut glauben es die Massen. Die alte Konditionierung sorgt dafür, dass sie sich wieder mal selbst geißeln und widerspruchslos das tun, was ihnen gesagt wird. Die gute alte Erbsünde ist aktueller denn je.

„Aber du musst doch…!“ pflegte meine selige Mutter immer dann zu sagen, wenn ihr die Argumente ausgingen. 

Muss ich das wirklich? Was passiert denn, wenn ich es nicht tue? Wenn ich den ganzen Quatsch nicht glaube, sondern meiner eigenen Anschauung vertraue und danach handle? Mit der einen, einzigen, Einschränkung meinen Mitmenschen keinen Schaden zuzufügen.

Machen wir es kurz: Nichts ist passiert! Weder hat mich die Hölle verschlungen, noch mußte ich je ins Gefängnis. Ich bin auch weder in der „Gosse“, noch auf der Parkbank gelandet. 

Ganz im Gegenteil, habe ich es dank meiner kritischen Haltung in die oberen Etagen geschafft. Dorthin gelangt man nämlich nicht durch braves Glauben und treues Dienen, sondern durch eigenständiges Denken und Handeln. Dadurch, eben gerade nicht das zu tun, was alle tun, sondern es zu wagen, neue Wege auszuprobieren. Den Chor der warnenden Stimmen zu ignorieren und auch mal eine krachende Niederlage wegstecken zu können. Am Ende wird sich immer ein Weg zu finden, das Problem zu lösen. So unorthodox der auch sein mag.

Deshalb waren es immer Querdenker, die die Welt ein kleines Stückchen weiter gebracht haben. Menschen, die, mit den Worten von Steve Jobs, eine „Delle ins Universum“ gehauen haben. Querdenker genannt zu werden, sollte ein großes Kompliment sein!

Eine Nation, in deren Sprache dieser Begriff zum Schimpfwort verkommen ist, befindet sich dagegen im geistigen Sturzflug. Sie disqualifiziert sich selbst als eine Nation von Nicht-Denkern, Jasagern und Mitläufern. Eine derartige Geisteshaltung steht für Stillstand, Niedergang und am Ende für Unmenschlichkeit. Im Westen nichts Neues…

Wer von euch traut sich, ebenfalls ein Querdenker zu sein? Wie seid ihr dazu gekommen? Ich bin neugierig auf eure Geschichten.

In Gold Investieren

Ist in Gold zu investieren, eine sichere Sache? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. In diesem Artikel nenne ich dir die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich auf Gold zu setzen und im Fall der Fälle auch wirklich davon zu profitieren.

Gold hat die Menschen seit jeher fasziniert und für tausende von Jahren war es sowohl universelles Zahlungsmittel als auch Wertspeicher. Auch Papiergeld war bis vor knapp 50 Jahren noch komplett durch Gold gedeckt.

Der US Dollar verdankte seinen Aufstieg zur weltweiten Leitwährung dieser strengen Golddeckung. Doch1971 war damit Schluß und andere Währungen folgten auf dem Fuß. Seither können Zentralbanken die Geldmenge mehr oder weniger beliebig vermehren. Wir haben nur noch Fiat Geld, nach dem lateinischen Ausdruck für “so sei es”.

Spätestens seit der Bankenkrise von 2009 ist das Vertrauen in dieses System zu Recht schwer beschädigt und eigentlich haben wir uns gedanklich bereits mit dem nächsten Crash abgefunden. Niemand möchte ernsthaft in Frage stellen, dass er kommen wird. Lediglich über das “Wann” wird noch argumentiert.

Neben den neuen digitalen Werten wie Bitcoin und Altcoins, die genau vor diesem Hintergrund geschaffen wurden, bieten sich Edelmetalle als klassische Alternative zu Geld und Geldprodukten an.

Goldpreisenwicklung der letzten 20 Jahre
Goldpreisentwicklung der letzten 20 Jahre

Der Goldpreis hat sich im Laufe der letzten 18 Jahre von $300 pro Unze auf knapp $1.800 versechsfacht, das entspricht vereinfacht ausgedrückt einer Zuwachs von durchschnittlich 30% pro Jahr. Dennoch lautet mein erster Rat:

1. Gold ist eine langfristige Investition

Investiere nur Geld, das du innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht brauchen wirst. 

Kommt der nächste Crash, wirst du dich über einen schönen Zuwachs wie in den letzten Krisenjahren 2009 bis 2011 freuen können. Darauf spekulieren solltest du dennoch nicht, die Notenbanken könnten sich auch noch eine ganze Weile durchmogeln wie bisher.

2. Investiere nicht auf Kredit

Auch wenn die derzeitige Zinslage die Versuchung aufkommen läßt, solltest du deine Edelmetalle niemals mit geliehenem Geld kaufen.

Das gesamte marode Finanzsystem beruht auf sofortigem Konsum bei aufgeschobener Bezahlung. Dein Gold wird ein Gegengewicht dazu bilden.

Das kann jedoch nur dann funktionieren, wenn du jetzt auf Konsum verzichtest, um später die Belohnung zu erhalten.

Nur Gold ist auch wirklich Gold!

3. Kaufe Gold, kein Papier

Nicht nur Währungen sind künstlich aufgeblasen. Schätzungen zufolge existiert 250 mal mehr Gold in Form von Wertpapieren, als physisch vorhanden ist. Manche behaupten, dass damit der Preis künstlich niedrig gehalten wird.

Der Sinn einer Anlage in Gold ist gerade, dass du damit eine knappe Resource erwirbst. Zertifikate oder Kontrakte sind dagegen nur ein leeres Versprechen.

Sie sind auch dann nicht empfehlenswert wenn versprochen wird, dass sie durch physisches Gold gedeckt sind. Im Falle einer erneuten Finanzkrise könnte nämlich die herausgebende Bank in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihr Versprechen nicht halten können.

Gewinne aus derartigen Finanzprodukten sind auch nur dann steuerbefreit, wenn die Wertpapiere einen Lieferanspruch auf echtes Gold beinhalten. Das hat der Bundesfinanzhof im  Februar 2018 erneut bestätigt. (Az. IX R 33/17). Die Spekulationsfrist beträgt ein Jahr.

4. Dein Gold muss dir auch gehören!

Auch das ist nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. Viele Finanzprodukte versprechen, das Metall für dich in einem Pool zu halten, ohne dir jedoch das Eigentum an konkreten Barren oder Münzen zu übertragen. Mit derartigen Produkten erwirbst du eben kein Metall sondern lediglich einen Anspruch auf die Auszahlung des Gegenwertes in Geld zum aktuellen Tageskurs. 

Das läuft auch dem Sinn einer wertstabilen Investition außerhalb des Geldsystems diametral entgegen. 

Kleiner Goldvorrat
Immer dabei. Gold für 6 Monate Leben

5. Halte einen Teil deines Goldes in kleinen Münzen

Wir wissen nicht, ob die Erwartung der großen Krise Verschwörungstheorie oder reine Angstmache ist. Es ist hingegen historische Tatsache, dass schon öfter Vermögen durch Inflation vernichtet wurden.

In Argentinien ist es ein Dauerthema und gerade erst habe ich in Venezuela erlebt, wie kompliziert der Alltag mit einer extrem instabilen Währung werden kann.

Auch Deutschland hat im letzten Jahrhundert zwei Mal eine völlige Geldentwertung erlebt. Niemand kann dir garantieren, dass so etwas nicht wieder passieren wird. Im großen Chaos der 1920er Jahre hatte schon eine Unze Gold einen enorm hohen Wert.

Ein Kilobarren taugt in so einem Fall natürlich nicht als Zahlungsmittel, nur kleine Einheiten machen als Krisenwährung Sinn. Ich halte zu diesem Zweck etwa 5.000 Euro in kleinen Münzen bereit. Das kleine Beutelchen passt problemlos in die Hosentasche und wiegt etwa so viel wie mein iPhone.

Während der ersten großen Krise, im Lockdown von 2020, habe ich allerdings feststellen müssen, dass auch alle Stellen, bei denen ich Gold hätte verkaufen können, von diesem betroffen waren. Den berühmten Notgroschen solltest du daher besser doch in Bargeld halten.

Münzen wie Krügerrand und Maple Leaf haben den zusätzlichen Vorteil auch als gesetzliche Zahlungsmittel zu gelten. Damit ist ihr Erwerb in Deutschland und vielen anderen Ländern von der Mehrwertsteuer befreit. Außerdem können sie problemlos gehandelt werden.

6. Wo kannst du deinen Goldschatz sicher aufbewahren?

Größere Mengen Gold kannst du natürlich nicht mehr mit dir herumtragen und es ist auch keine so tolle Idee, sie im Garten zu vergraben, falls du überhaupt einen hast. Mein Onkel hatte seine mächtige Bücherwand auf Goldbarren gestellt und das ging Jahrzehnte lang gut. Nicht einmal die Steuerfahndung hat sie entdeckt! Mit genügend Zeit finden Einbrecher aber einfach alles. 

Leider hat auch die Lagerung im Bankschließfach ihre Nachteile. Der Inhalt von Schließfächern ist meist nicht automatisch versichert und damit eine Versicherung im Schadensfall Ersatz leistet, musst du beweisen können wie viel Gold dort gelagert war. Das kann unter Umständen sogar mit Fotos schwierig werden, so dass es sich empfiehlt Zeugen zu haben. Bei aller Liebe zu meinen Mitmenschen, möchte ich persönlich in derlei Dingen Angelegenheiten keine Mitwisser haben. 

Denken wir wieder einmal pessimistisch, dann bleiben bei einer Bankenpleite Gold und weitere Wertgegenstände zwar immer noch dein Eigentum, doch hast du möglicherweise für eine Weile keinen Zugang zu deinem Schließfach. Gerade dann, wenn du es dringend bräuchtest.

Natürlich spricht auch die Möglichkeit staatlichen Zugriffs auf dein Privatvermögen gegen die Lagerung bei Geldinstituten.

singapur skyline
Singapur ist ein sicherer Hafen für dein Vermögen

7. Lagerung bei Spezialunternehmen

Bei einem ortsunabhängigen Lebensstil kommt ohnehin nur die Lagerung bei einem darauf spezialisierten Unternehmen in Frage. 

Diese hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich den Kauf und Verkauf von Edelmetallen von jedem Ort der Welt aus online erledigen kann. Wenn ich einen Vorrat an Münzen bei mir trage, spielt es auch keine große Rolle, wie weit es bis zu meinem Tresor ist.

Die meisten dieser Anbieter finden sich in London, der Schweiz und in Singapur. Ich habe mich schon aus Prinzip für einen Standort außerhalb Europas entschieden und halte mein Edelmetall bei der Firma bullionstar in Singapur.

8. Halte dich an die Gesetze

Bedauerlicherweise ist der alte Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung inzwischen abgeschafft. Besonders dann, wenn es um Vermögenswerte ungeklärter Herkunft geht. 

Das neue Geldwäschegesetz erlaubt dir Goldkäufe mit Bargeld über 2.000 Euro nur noch gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises. Der Verkäufer muss die Ausweiskopie zusammen mit dem Beleg über den Verkauf lediglich 10 Jahre lang aufbewahren. Noch besteht keine Meldepflicht für derartige Verkäufe. 

Falls dein Verkäufer jedoch aus irgendeinem Grund geprüft wird, solltest du die Herkunft der Barmittel belegen können. Es mag so gewesen sein, dass Oma 100.000 Euro im Küchenbuffet aufbewahrt hatte, dennoch werden die Behörden dies nicht als einwandfreien Herkunftsnachweis anerkennen und dein Gold beschlagnahmen.

9. Kaufe dein Gold anonym

Auch das geht: Gold gegen Bitcoin

Wer bei früheren Goldverboten und Einziehungen seine Reserven verschwiegen hat, konnte damit rechnen, unentdeckt zu bleiben. In unserer vernetzten Welt sind die Maschen wesentlich enger.

Es ist also besser, wenn niemand in deinem Land von deinem Gold weiß. Noch kannst du im Goldhandel Münzen und Barren bis zum Gesamtwert von 10.000 Euro ohne Ausweispflicht kaufen. Pro Kauf versteht sich. 

Dann hast du jedoch wieder das Problem mit der sicheren Aufbewahrung. Viel eleganter ist es daher z.B. direkt bei bullionstar zur Lagerung in Singapur zu kaufen und mit Bitcoin zu bezahlen. Frag mich einfach, ich helfe dir gerne dabei.

10. Traue niemandem und schon gar nicht deiner Regierung!

„Es ist gefährlich, richtig zu liegen, wenn die Regierung falsch liegt“ Das Zitat von Voltaire hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Auch hier ist die Geschichte des letzten Jahrhunderts voller warnender Beispiele. Auch in Deutschland.

Schon die demokratisch verfasste Weimarer Republik erließ zur Bekämpfung der Inflation Verordnungen, welche nicht nur Gold und Devisenbesitz unter Strafe stellten, sondern auch zur Ablieferung dieser Bestände verpflichteten. Das Ganze wurde mit Razzien und Durchsuchungen durchgesetzt. 

Auch in den USA, dem Mutterland aller Demokratien, erließ Präsident Roosevelt 1933 ein Goldverbot und verpflichtete die Bürger ihre Bestände zum Preis von $24 pro Unze an die Regierung zu verkaufen. In der Folge wurde der Goldpreis bei $35 festgeschrieben. Das Verbot wurde erst nach über 40 Jahren im Jahre 1974 aufgehoben! Bei Zuwiderhandlungen drohten bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Das ebenfalls demokratische England verbot seinen Bürgern 1966, Goldmünzen zu erwerben oder mehr als vier Münzen zu besitzen. Alle übrigen Stücke sollten bei der Bank of England abgeliefert werden, welche sie für die Deckung des Pfund Sterling benötigte.

Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer zu erahnen, welche Verordnungen und Gesetze im Falle einer erneuten schweren Finanzkrise erlassen werden.

Ich bin kein Impfgegner!

Wer sich impfen lassen möchte, soll das doch meinetwegen tun. 

Meine Kinder sind geimpft, genauso wie die meisten meiner Freunde, das ist kein Thema zwischen uns, ich werde nie ein Wort gegen ihre Entscheidung sagen. Ich selbst bin hingegen nicht geimpft und das soll auch so bleiben. 

Ich erkläre mal kurz, warum: Trotz meiner 60 Jahre bin ich kerngesund, ich war noch nie in meinem Leben ernsthaft krank und habe auch keines der üblichen chronischen Gebrechen und Zipperlein, die viele Menschen meines Alters plagen.

Denn ich habe in den letzten 25 Jahren auf meinen Körper geachtet. Yoga praktiziert, viel gelaufen, mich gesund ernährt, sehr wenig Streß gehabt und immer gut geschlafen.

Ich trinke keine Coca Cola, esse kein Fastfood, rauche nicht und nehme keine Medikamente. Sollte ich mal Kopfschmerzen haben, trinke ich ein Bier und gehe wieder ins Bett. Mein Körper ist mir heilig, doch ein paar Maß Bier haben noch keinem Bayern geschadet.

Der Erste, der das Virus erforscht hat und der Letzte, der sich wissenschaftliche Seriosität bewahrt hat

Im Mai dieses Jahres hat dieser so gestählte Körper eine Infektion mit dem „gefährlichen Virus“ praktisch symptomlos überstanden. Ich muß mich also nicht schützen. Zudem steht inzwischen auch fest, dass Geimpfte dieses Virus in gleicher Weise weitergeben können, wie Ungeimpfte.

Warum zum Teufel sollte ich mir also eine Substanz spritzen lassen, deren Wirksamkeit inzwischen zweifelhaft ist, wobei ihre Nebenwirkungen noch lange nicht ausreichend erforscht sind?

Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was eine Einschränkung meines Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit rechtfertigen könnte. Auch wenn das Bundesverfassungsgericht, wahrscheinlich anders urteilen wird, wäre eine allgemeine Impfpflicht ganz klar verfassungswidrig. 

Der oberste Hüter des Rechtsstaats hat in meinen Augen seine Glaubwürdigkeit bereits mit der sogenannten Steuer-CD Entscheidung von 2010 verloren. Damals hat er für verfassungsmäßig erklärt, dass der Staat gestohlene Daten ankaufen darf. Mit anderen Worten: der Staat darf sein eigenes Recht brechen, wenn es ihm gerade in den Kram passt.

Heute morgen habe ich mal wieder mit einem alten Freund telefoniert. Er hat eine große Anwaltskanzlei in München, trägt Lodenmantel mit Hut und ist bestens vernetzt in CSU-Kreisen. Ein Vertreter des konservativen Bürgertums in Reinkultur, kein Querdenker wie ich.

Natürlich ist seine ganze Familie geimpft und er hat sich sogar zu Beginn der Pandemie von seiner Ehefrau separiert. Er blieb in der Stadtwohnung, während sie vom Landsitz aus arbeitete. Damit der Kanzleibetrieb nicht durch eine Erkrankung beider Partner behindert würde! 

Wie wir längst wissen, kam dann doch nicht alles so schlimm, aber noch immer wird uns glauben gemacht, es könne noch schlimmer kommen. Die Politik macht, was sie will und die Justiz segnet es wortlos ab. Dieser Freund spricht davon, dass die heutigen Gesetze mit der gleichen Methodik durchgepaukt werden, wie einst die Nürnberger Rassegesetze. Er spricht von einem Kollaps des Rechtsstaats.

Wenn ein derart besonnener Kopf solche Begriffe verwendet, weiß ich, was die Stunde geschlagen hat. Und bin ich sehr froh, dass ich dieses Land nicht mehr betreten muss.

Ist es denn woanders besser? Ja, nahezu überall!

Glücklich im Hamsterrad

Vor drei Tagen hatte mein Sohn Geburtstag und wir haben telefoniert. Ich habe mich sehr gefreut zu hören, dass es ihm gut geht und er sich als rundum glücklich und zufrieden bezeichnet. So etwas ist derzeit eher selten!

Es hat mich um so mehr gefreut, als ich mir niemals vorstellen könnte, unter ähnlichen Lebensumständen glücklich und zufrieden zu sein: 
Leonard lebt nämlich in Berlin, im Hamsterrad und zwar als Fließbandarbeiter im Schichtbetrieb. Das bedeutet, mal mitten in der Nacht, mal am späten Nachmittag mit der Arbeit zu beginnen, die eine Stunde Bahnfahrt entfernt liegt.

Mit einer Arbeit, die er selbst als stumpfsinnig bezeichnet. Er montiert BMW Motorräder, doch er weiß nicht, an welchem Modell er gerade Kabelstränge befestigt, oder Tanks montiert. Er interessiert sich nicht für Motorräder, er hat auch keinen Führerschein. 

Solide Ausbildung – Leider vergebens

Wie seine Brüder hat auch er das Abitur gemacht, als praktisch veranlagter Mensch jedoch eine Berufsausbildung zum Veranstaltungstechniker begonnen. Sound, Licht, Bühnenbau, Events, Halle im Gewerbepark an der Spree. Sehr hip, sehr Berlin und sehr, sehr viele unbezahlte Überstunden. 

Lehrjahre sind bekanntermaßen keine Herrenjahre und gegen Ende der Lehrzeit wurde die „Pandemie“ ausgerufen, welche ausgerechnet seinen mühsam erlernten Beruf so ziemlich überflüssig gemacht hat. 

Veranstaltungen finden fast nur noch virtuell statt. Die letzten drei Monate seiner „Lehrzeit“ verbrachte mein Sohn damit, FFP2 Masken zu fertigen. Sein Chef hatte die Zeichen der Zeit erkannt. Leonard wurde natürlich nicht übernommen und andere Stellen in seinem Beruf gab es erst recht nicht. Dumm gelaufen!

Statt zum Arbeitsamt zu gehen, hat er ein Jobangebot im Berliner BMW Motorradwerk angenommen. Akzeptieren, was ist. Keine Lust, auf weitere Leere im Geldbeutel nach drei Jahren Lehre. Ehrlich gesagt, war ich zuerst einmal entsetzt über diese Entscheidung.

Stressfreie Tätigkeit

Doch nun hat er mir erklärt, dass dieser Job durchaus seine Vorteile hat. Ganz im Gegensatz zur Lehrzeit, in der es immer wieder Reibereien mit dem Chef gab, sind die Verhältnisse am Band klar definiert.

Die Tätigkeiten als solche sind wiederum derart einfach und repetitiv, dass sie im Prinzip nur die rein physische Anwesenheit erfordern, der Geist bleibt frei. Mein Sohn sagte, er höre die ganze Zeit Musik und meint, dass die Stunden damit erstaunlich schnell vorüber gehen. 

Natürlich gibt es auch keine betrieblichen Probleme, die ihn nach Feierabend beschäftigen könnten. Chancen zum beruflichen „Aufstieg“ gibt es hier nicht. Dienst nach Vorschrift ist völlig ausreichend, darüber hinaus gehende Anstrengungen sind nicht erforderlich. 

Schicht im Schacht!

Wenn die Schicht vorüber ist, geht es ab nach Hause und niemand verlangt mehr von ihm, Überstunden zu leisten. 

Viele „bessere“ Anstellungen verlangen vom Beschäftigten, dass er sich mit seiner Arbeit, mit seiner Firma identifiziert und sich dementsprechend geradezu aufopfert. Das beginnt mit geradezu selbstverständlichen Überstunden, setzt sich mit Arbeit fort, die am Wochenende mit nach Hause genommen werden muß und gipfelt in der ständigen Erreichbarkeit für Vorgesetzte über Mobiltelefon und Internet. 

Hier dringt die Arbeit tief ins Privatleben ein und vermischt sich so stark damit, dass keine klare Trennung mehr vollzogen werden kann. Betriebliche Probleme werden zu persönlichen Problemen gemacht. 
Erst dieses sorgsam indizierte Gefühl der eigenen Wichtigkeit, der Unersetzlichkeit für den Betrieb, macht viele Angestellte zu Sklaven. Leonard geht nach Hause und ist frei.

Erfüllung im Privatleben finden

Nach Schichtende gehört sein Leben voll und ganz ihm und er kann sich dem widmen, was ihn wirklich interessiert. Zeit mit seiner Freundin und Freunden verbringen, chillen und natürlich seiner großen Leidenschaft nachgehen.

Mein Sohn ist nämlich ein Gamer. Er spielt ein überaus komplexes Reality Game, welches großes kreatives Geschick und strategisches Denken verlangt. Die Spieler sind weltweit vernetzt und treffen sich auch persönlich. Demnächst geht es wieder in eine europäische Hauptstadt. 

Ich kenne mich nicht aus, also möchte ich hier auch gar nicht zu viel darüber berichten. Außer, dass sich Leonard unter seinen Mitspielern eine ziemliche „Fame“ erworben haben muss. Das Game ist ihm sehr, sehr wichtig, es ist Für ihn:

Das, wofür es sich aufzustehen lohnt

Dieser Satz ist eine lockere Übersetzung des japanischen „Ikigai“. Der Begriff umschreibt im weitesten Sinne, was der einzelne unter dem Sinn in seinem Leben versteht.

In einer Gesellschaft, die dem Individuum völlige Unterordnung und Aufopferung abverlangt, ist es geradezu lebenswichtig so einen Halt zu haben. Nicht umsonst haben alle sehr alten Menschen in Japan in Umfragen angegeben, ein „Ikigai“ zu haben. 

Obwohl versucht wurde, das völlige Aufgehen des Angestellten in seinem Betrieb zum „Ikigai“ zu erklären, wandten sich die Menschen doch lieber dem Blumenzüchten, oder Gemeinschaftssportarten zu. Mein Sohn spielt eben sein Spiel.

Seine Erfüllung im Inneren suchen

Als Babyboomer wurde ich darauf konditioniert, mich über Äußerlichkeiten zu definieren. Motorräder, Sportwagen, Markenkleidung und Luxusgegenstände, all das, wofür man viel Geld benötigt.

So wurde „viel Geld verdienen“ zur obersten Priorität in meinem Leben. Das hat relativ schnell und mühelos geklappt, denn mir war von Anfang an klar, dass ich das nur als Unternehmer schaffen würde. Den Umweg über Studium und Karriere hatte ich als Irrweg erkannt und ihn mir erspart.

Erst später habe ich gemerkt, dass mir der jeweils nächste Porsche wesentlich weniger Lustgewinn bringen würde, als sein Vorgänger. Plötzlich waren mir Freunde, Beziehungen und die Beschäftigung mit Philosophie und Spiritualität wichtiger als noch mehr Geld. Dabei ist es geblieben, deswegen sitze ich hier und schreibe.

Lernen von den Millennials

Die Generation meiner Kinder tickt weitgehend anders. Vielleicht auch, weil sie am Beispiel ihrer Eltern sehen konnten, welche Nachteile deren Weg mit sich brachte?

Jedenfalls sind sie mit ihrer Haltung besser gerüstet für den „Großen Reset“, als die Meisten meiner Generation. Die Ansage für die Zukunft lautet nämlich „Nichts zu besitzen und dennoch glücklich zu sein“. 

Das ist ein Glück, das man eben nur in seinem Inneren, nur aus sich selbst heraus finden kann. Ein Glück, das nicht von so vergänglichen Dingen wie Vermögen und Sozialstatus abhängig ist. Ein Glück, das man auch unter eher unglücklichen Umständen empfinden kann. 

Vor 40 Jahren haben mich solche Gedanken noch zur Rebellion veranlaßt. Zum Konsumrausch, ich wollte ALLES besitzen. Heute besitze auch ich nicht einmal mehr ein Auto. Nicht etwa, weil ich mir keines kaufen könnte, sondern weil ich es einfach nicht brauche.

Glücklich, auch im Hamsterrad

In meinem Umfeld dreht sich fast alles darum, dem Hamsterrad angestellter Arbeit in Deutschland zu entkommen. Eine ortsunabhängige Selbstständigkeit aufzubauen, viel Geld zu verdienen, keine Steuern zu bezahlen und einen Großteil des Lebens auf Reisen zu verbringen. 

Ich kann das sehr gut verstehen, denn schließlich lebe ich selbst diesen Lebensstil, gehöre sogar zu den Vorreitern des Trends. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass es eine ganze Menge von Menschen gibt, die sich tagein, tagaus in eben jenem Hamsterrad abstrampeln und dennoch glücklich dabei sind.

Wir sollten nicht annehmen, dass nur unser Weg der einzig heilbringende ist. Wir dürfen nicht auf die Menschen im Hamsterrad herabsehen, nur weil sie sich klaglos in eine Gesellschaft einordnen, die uns nicht gefällt. 

Es kann nicht nur Chefs geben

Wir müssen, ganz im Gegenteil, froh darüber sein, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen eben nicht so denkt wie wir. Wer sollte sonst all jene Tätigkeiten ausführen, die für unseren Instagram-Lifestyle unerläßlich sind?

Meine eigene Freiheit verdanke ich insbesondere meinen Mitarbeiterinnen, die sich darum kümmern, dass die Online-Bestellungen ausgeführt werden. Den Arbeitern, die meine Waren herstellen und den Fahrern, die sie zu meinen Kunden bringen. Alles Menschen im Hamsterrad. 

Erst ihre Arbeit ermöglicht es mir, Chef zu sein. Jener Mensch, der ihnen einen Teil der Lebensrisiken abnimmt und ihnen erklärt, was zu tun ist. Meine Leute sind froh darüber und sagen mir immer wieder, dass sie niemals mit mir tauschen wollten. Und doch können wir nicht ohne einander existieren, Niemand ist wichtiger.

Es ist nichts verkehrt daran, im Hamsterrad zu laufen. So lange man dabei glücklich ist! Daran hat mich mein Sohn mal wieder erinnert. Danke Leo!