Lasst uns mal über Geld reden!

Oder hast du etwa auch gelernt, dass man über Geld nicht spricht? In dem Fall möchte ich fast wetten, dass du dir schon öfter Gedanken um Geld gemacht hast, als dir lieb war. 

„Geld verdirbt den Charakter“, „Geld macht nicht glücklich“, „Glück kann man nicht kaufen“. Derartige Sprüche zeigen, dass wir von Jugend auf völlig falsch gepolt sind, was dieses Thema betrifft.

Ganz nüchtern betrachtet, ist Geld weder gut noch böse. Man hat es, oder man hat es nicht. Allein, die überwiegende Mehrheit hat es halt eher nicht im Überfluss und das hat ganz einfache Ursachen:

Wer keine Güter oder Dienstleistungen zum Tauschen hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als seine Lebenszeit zu verkaufen. 40 Stunden pro Woche, jahrein, jahraus. Dann wird noch ein beträchtlicher Teil des Lohns für Steuern und Zwangsversicherungen abgezogen. 

Wer als Freiberufler oder kleiner Unternehmer Dienstleistungen und Waren anbieten kann, verdient mehr, muss nur zum Teil an den Zwangsversicherungen einzahlen und kann seine Steuerlast über Ausgaben und Investitionen etwas reduzieren. 

Beide haben jedoch gemeinsam, dass sie einen beträchtlichen Anteil ihrer Tage damit verbringen, Geld zu erwirtschaften. Beiden bleibt keine Zeit, sich in finanziellen Dingen weiterzubilden und sich mit den Möglichkeiten der Märkte vertraut zu machen. Immer wieder höre ich von Freunden, dass sie „keine Zeit und keine Energie“ haben, um sich mit Geldanlagen zu beschäftigen.

Finanzielle Bildung beschränkt sich darauf, Buchführung gelernt zu haben, um brav Steuern zu zahlen zu können. Der Rest wird gern „Fachleuten“ von Banken und Versicherungen überlassen. 

Doch deren Beratung ist alles andere als unparteiisch. Sie leben von Provisionen und die fallen um so höher aus, je nachteiliger das Geschäft für den Kunden ist. 

Wer vor 30 Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen, ist heute, gelinde gesagt, in den Arsch gekniffen. Denn, leider, leider haben sich die Anlagen nicht so positiv entwickelt, wie es damals in Aussicht gestellt wurde. Und selbst das war eigentlich schon lausig. 

Es ging nicht besser, denn die Gesellschaften durften, zur „Sicherheit“ ihrer Kunden, nur einen Teil in Aktien oder Immobilen anlegen und mussten den größeren Teil in Staatsanleihen und ähnliche Schrottpapiere packen. Doch gerade deren Renditen fielen seit 2009 ins Bodenlose, während der Aktienmarkt von Rekordhoch zu Rekordhoch eilte. 

Lassen wir uns das auf der Zunge zergehen: Die „riskanten“ Anlagen haben eine dreistellige Performance vorgelegt, während die „sicheren“ Papiere nichts mehr abwerfen. Dumm gelaufen.

Deshalb verkaufen die Typen in den billigen Anzügen heute Aktienfonds. Die bringen Nettorenditen von bestenfalls 6%, bei einer Inflationsrate von 7%. Herzlichen Glückwunsch, hier ist erneut in den Arsch gekniffen, wer auf „Sicherheit“ setzt.

Jetzt versprechen Kryptowerte die Rückkehr der Rendite, bisher hat noch keine Anlageklasse einen derart spektakulären Wertzuwachs erfahren. Zusätzlich lassen sich damit Zinsen verdienen, bis zu 10%.

Natürlich warnen die Anzugträger wieder und in der Tat braucht man für die Kursschwankungen von Bitcoin & Co einen starken Magen. Wer sich nicht mit der Materie vertraut gemacht hat, kommt leicht in Versuchung in Panik zu verkaufen und Verlust zu machen. Anstatt die Gelegenheit zum Nachkaufen zu nutzen. Doch auch das war schon immer so. Wissen schafft Vertrauen.

Ist es nicht bitter, dass ausgerechnet diejenigen, die ihre Zeit gegen Geld tauschen, keine Zeit für Geld haben? Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen. Das ist kein schnöseliger Spruch, sondern die reine Wahrheit.

Geld mag zwar nicht glücklich machen, doch nicht genug davon zu haben macht definitiv unglücklich. Nehmt Euch also bitte Zeit für finanzielle Bildung, es ist kein Hexenwerk und das Lohnendste, was Ihr tun könnt.

Natürlich könnt ihr auch mich fragen, denn ich rede gerne über Geld!

Auswandern wegen Corona?

Ich werde oft gefragt, wohin man denn am besten auswandern könne, welche Länder ich empfehle. Ging es bis vor Kurzem noch um Steuern und warmes Klima, scheint sich jetzt alles darum zu drehen, in welchen Staaten ungeimpfte Bürger die wenigsten Einschränkungen zu erdulden haben.

Doch, wie soll ich darauf eine vernünftige Antwort geben, wenn sich die dementsprechenden Bedingungen nahezu im Wochentakt ändern? Im Gegensatz dazu hingegen, bringt eine Auswanderung immer eine radikale Veränderung des bisherigen Lebens mit sich und zwar auf Dauer. 

Ganz ehrlich, wem es lediglich ums Nicht-Impfen geht, dem kann ich davon nur dringend abraten, Deutschland Hals über Kopf zu verlassen. Wer weiß denn schon, wie sich die Situation im neuen Land entwickelt? Wo es heute noch locker zugeht, droht morgen schon vielleicht der nächste Lockdown. Dann stündet ihr wieder dort, wo ihr begonnen habt.

Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels

Gefühlt hat sich in den letzen Wochen nahezu jeder mit der aktuellen Variante der “Pandemie” infiziert. Zumindest kennt inzwischen jeder jemanden, der es hatte. Omicron hat uns allen gezeigt, was in den meisten Fällen passiert, wenn “es dich erwischt”: Nicht allzu viel!

Ich hatte es selbst und lag ein paar Tage lang richtig flach, doch fast ohne weitere Symptome. Viele meiner Bekannten berichten das Gleiche. Es ist nicht mehr und nicht weniger als das, was der Hausarzt früher einen “saisonalen, grippalen Infekt nannte”.

Ich möchte dabei nicht leugnen, dass man daran sterben kann! Es gibt durchaus schwere Verläufe, nur sind diese halt extrem selten. Auch das war schon immer so. Man sollte den Infekt ernst nehmen und wirklich ein paar Tage das Bett hüten – auch aus der viel geforderten Rücksicht auf Andere. Der CSU Politiker Horst Seehofer wäre vor vielen Jahren beinahe an so einer “verschleppten Erkältung” gestorben.

Dieses “Corona zum Anfassen” bewirkt langsam einen Umschwung der Stimmung. Immer mehr Menschen verlieren die Angst vor einer Erkrankung. Auch wenn die deutsche Presse den Blick ins Ausland sorgfältig vermeidet, kommen von dort zunehmend gute Nachrichten.

Spanien hat die Pandemie offiziell für beendet erklärt und setzt sich nun dafür ein, dass das auch auf EU-Ebene deklariert wird. Der deutsche Gesundheitsclown mag dagegen sein, einige seiner Kollegen werden es anders sehen.

Auch England kommen noch bessere Nachrichten: dort ist der Wahnsinn bereits komplett zu Ende.

Fragt euren kritischen Arzt!

Geht es ums Impfen können nur Ärzte helfen, denn sie kennen nicht nur die jeweils aktuelle Rechtslage, sondern auch jene Umstände, die von einer Pflicht befreien können. Für meine Jahrgänge gab es noch die Wehrpflicht – eine Verpflichtung, die ich – angesichts Millionen Toter in zwei Weltkriegen – noch als viel ungeheuerlicher empfunden habe als die heutige de-facto Impfpflicht. 

Auch hier haben Ärzte geholfen. Einige meiner Freunde konnten sich aufgrund medizinischer Diagnosen davon befreien lassen. Ich hätte selbst nicht geglaubt, welche verborgenen Leiden einen sportlichen jungen Mann wehruntauglich machen können.

Stellt eure Fragen nicht in irgendwelchen dubiosen Foren, sondern nehmt Verbindung zu Ärzten auf, die Impfungen ähnlich kritisch gegenüber stehen, wie ihr selbst. Ich bin recht zuversichtlich, dass für Viele von euch auf diesem Weg eine Lösung zu finden sein wird. 

Hier findet ihr eine Initiative kritischer Ärzte:

https://individuelle-impfentscheidung.de

Beschreitet den Rechtsweg!

Deutschland ist noch immer ein Rechtsstaat, auch wenn manches Verhalten von Regierungen und Gesetzgeber in den vergangenen 20 Monaten Zweifel daran erweckt haben mag. Genau dafür sieht die Verfassung den Rechtsweg vor! 

Jeder Bürger kann jedes Gesetz, jede Verordnung und jeden Verwaltungsakt von einem unabhängigen Gericht auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen lassen. Das bedeutet für euch, dass ihr nichts einfach so hinnehmen müsst.

Gerade die unteren Gerichte, deren Positionen nicht politisch besetzt werden, haben erfreulich oft im Sinne der Bürgerrechte geurteilt. Je höher die Instanz, desto eher fallen die Urteile im Sinne der Exekutive aus. 

Würde jeder Betroffene gegen ihn betreffende Maßnahmen klagen und gegen jeden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen, wären nicht die Intensivstationen überlastet, sondern die Justiz. Eine Flut von Klagen würde weit mehr bewirken, als ein paar Demonstrationszüge.

Also: klagt nicht auf Telegram, klagt vor Gericht. Es ist euer gutes Recht!

Hier geht es um die Verfassungsmäßigkeit einer eventuellen Impfpflicht:

Lebt euer Leben, riskiert das Bußgeld und legt anschließend Widerspruch ein. Hier ist ein interessanter Link dazu:

https://www.tv-mittelrhein.de/sendungen/53/caspers_Mock_Der_Rechtstipp/1977/Der_Rechtstipp_Einspruch_gegen_Corona_Bussgelder.html

Hier wird erklärt, aus welchen Gründen man Einspruch einlegen sollte:

Leistet Widerstand

Ich der Meinung, dass die derzeitige Praxis der Ausgrenzung Ungeimpfter ein Unrecht darstellt. Es muss jedem überlassen werden, ob er sich impfen lassen möchte oder nicht. Eine Impfpflicht hielte ich für einen klaren Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Inzwischen wissen wir, dass Impfungen nicht zuverlässig vor Ansteckungen schützen und dass auch Geimpfte und “Geboosterte” das Virus weiter verbreiten können. Damit ist das Argument des “Fremdschutzes” vom Tisch und zum “Eigenschutz” kann niemand gezwungen werden.

Eine Impfpflicht wäre vor diesem Hintergrund unverhältnismäßig

Lasst euch das nicht gefallen, es geht um Eure Rechte. Politiker haben schon immer gezeigt, dass ihnen mehr Macht lieber ist als weniger Macht. Sie werden es daher immer darauf anlegen, sich so viel Macht wie möglich zu sichern. Die Freiheit wird scheibchenweise, in kleinen akzeptablen Schritten abgeschafft.

Daher müsst ihr jetzt selbst für eure Rechte eintreten. Spaziergänge sind wichtig! Lasst euch nicht einschüchtern, je mehr auf die Straße gehen, desto weniger können sie ignoriert werden. Bevor die Politik umdenkt, muss der öffentliche Unmut erst richtig unbequem werden. Würden auch nur 20% der Bürger ihren Pflichten gegenüber diesem Staat nur noch schleppend nachkommen, wäre das ein deutliches Signal.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam

Das ist ein überaus lesenswerter Artikel zu diesem Thema.

Der Staat ist nicht euer Freund! Das war er noch nie, allerdings war das schon lange nicht mehr so deutlich wie derzeit.

Bitte keine Panikreaktionen !

Eine überstürzte Auswanderung, allein aus Angst vor einer möglichen Impfpflicht, kann großen Schaden im eigenen Leben und im Leben der Familie anrichten. Insbesondere wenn Kinder mit betroffen sind.

Es geht in den meisten Fällen um die Aufgabe der wirtschaftlichen Existenz, Freunden, Familie, des gesamten Soziallebens und der gewohnte Umgebung. Sollte man das all das auf sich nehmen, nur um einer, willkürlich auferlegten, Pflicht zu entgehen? Es erscheint mir alles andere als sicher, dass diese jemals Bestand haben wird. Das zu verhindern liegt auch in eurer Hand. Lauft nicht weg, leistet lieber Widerstand!

Corona ist nur einer von vielen Gründen, Deutschland zu verlassen. Es ist kein gutes Land und ich kann jeden Auswanderungswilligen verstehen.

Ich bin selbst vor über 20 Jahren ausgewandert und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Daher weiß ich jedoch auch, wie gut so ein Lebens-Wandel vorbereitet werden muss. Der Schritt erfordert einen kühlen Kopf, mehr oder weniger viel Zeit und eine genaue Planung.

Dabei helfe ich gerne!

Ich bin ein Querdenker!

Gestatten? Ich bin ein Querdenker! 

Das war ich schon sehr lange bevor dieser Begriff ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurde. 

Mein Selbstdenken, wie ich es lieber nenne, reicht bereits ein halbes Jahrhundert zurück. Was mir damals im Kommunionunterricht als „heilige Wahrheit“ serviert wurde, erschien mir als hanebüchener Unsinn, durch und durch unlogisch und obendrein nicht im mindesten attraktiv. Die andere Backe hinzuhalten fand ich einfach doof.

Doch als Zehnjähriger stand ich mit dieser Auffassung allein auf weiter Flur. Weder die Mitschüler, noch meine Eltern wagten es, sich gewisse Fragen zu stellen. Für sie war es göttliche Wahrheit und allein der Zweifel daran, wäre eine schwere Sünde gewesen. So haben es die Kirchen über Jahrhunderte geschafft, die Menschen zu manipulieren und zu unterdrücken. 

Das Prinzip nannte sich Erbsünde. Erinnert euch: Eva hat einen Apfel vom falschen Baum gepflückt und damit gegen Gottes Gebot verstoßen. Deswegen kommen noch heute all ihre Nachkommen als Sünder auf die Welt und können sich nur durch die Taufe reinwaschen. Damit ist die Sache jedoch nicht ausgestanden, denn fast alles, was Spaß macht, ist schon wieder eine Sünde, für die erneut gebüßt werden muss. Christen suhlen sich ständig in imaginärer Schuld. Es ist ihnen nicht vergönnt, gut genug zu sein. Das macht sie beherrschbar.

Daran glaubt heute natürlich fast niemand mehr, es klingt einfach zu lächerlich. Das Prinzip funktioniert dennoch munter weiter. Statt für Evas Biss in den Apfel, soll ich nun für den Holocaust, die Armut in der Dritten Welt und den Klimawandel verantwortlich sein. Für Dinge, die weit vor meiner Geburt passiert sind, oder gegen die ich nicht das Mindeste hätte tun können. 

Natürlich ist all das genauso lächerlich unlogisch, wie die Geschichte mit dem Sündenfall, doch erneut glauben es die Massen. Die alte Konditionierung sorgt dafür, dass sie sich wieder mal selbst geißeln und widerspruchslos das tun, was ihnen gesagt wird. Die gute alte Erbsünde ist aktueller denn je.

„Aber du musst doch…!“ pflegte meine selige Mutter immer dann zu sagen, wenn ihr die Argumente ausgingen. 

Muss ich das wirklich? Was passiert denn, wenn ich es nicht tue? Wenn ich den ganzen Quatsch nicht glaube, sondern meiner eigenen Anschauung vertraue und danach handle? Mit der einen, einzigen, Einschränkung meinen Mitmenschen keinen Schaden zuzufügen.

Machen wir es kurz: Nichts ist passiert! Weder hat mich die Hölle verschlungen, noch mußte ich je ins Gefängnis. Ich bin auch weder in der „Gosse“, noch auf der Parkbank gelandet. 

Ganz im Gegenteil, habe ich es dank meiner kritischen Haltung in die oberen Etagen geschafft. Dorthin gelangt man nämlich nicht durch braves Glauben und treues Dienen, sondern durch eigenständiges Denken und Handeln. Dadurch, eben gerade nicht das zu tun, was alle tun, sondern es zu wagen, neue Wege auszuprobieren. Den Chor der warnenden Stimmen zu ignorieren und auch mal eine krachende Niederlage wegstecken zu können. Am Ende wird sich immer ein Weg zu finden, das Problem zu lösen. So unorthodox der auch sein mag.

Deshalb waren es immer Querdenker, die die Welt ein kleines Stückchen weiter gebracht haben. Menschen, die, mit den Worten von Steve Jobs, eine „Delle ins Universum“ gehauen haben. Querdenker genannt zu werden, sollte ein großes Kompliment sein!

Eine Nation, in deren Sprache dieser Begriff zum Schimpfwort verkommen ist, befindet sich dagegen im geistigen Sturzflug. Sie disqualifiziert sich selbst als eine Nation von Nicht-Denkern, Jasagern und Mitläufern. Eine derartige Geisteshaltung steht für Stillstand, Niedergang und am Ende für Unmenschlichkeit. Im Westen nichts Neues…

Wer von euch traut sich, ebenfalls ein Querdenker zu sein? Wie seid ihr dazu gekommen? Ich bin neugierig auf eure Geschichten.

Glücklich im Hamsterrad

Vor drei Tagen hatte mein Sohn Geburtstag und wir haben telefoniert. Ich habe mich sehr gefreut zu hören, dass es ihm gut geht und er sich als rundum glücklich und zufrieden bezeichnet. So etwas ist derzeit eher selten!

Es hat mich um so mehr gefreut, als ich mir niemals vorstellen könnte, unter ähnlichen Lebensumständen glücklich und zufrieden zu sein: 
Leonard lebt nämlich in Berlin, im Hamsterrad und zwar als Fließbandarbeiter im Schichtbetrieb. Das bedeutet, mal mitten in der Nacht, mal am späten Nachmittag mit der Arbeit zu beginnen, die eine Stunde Bahnfahrt entfernt liegt.

Mit einer Arbeit, die er selbst als stumpfsinnig bezeichnet. Er montiert BMW Motorräder, doch er weiß nicht, an welchem Modell er gerade Kabelstränge befestigt, oder Tanks montiert. Er interessiert sich nicht für Motorräder, er hat auch keinen Führerschein. 

Solide Ausbildung – Leider vergebens

Wie seine Brüder hat auch er das Abitur gemacht, als praktisch veranlagter Mensch jedoch eine Berufsausbildung zum Veranstaltungstechniker begonnen. Sound, Licht, Bühnenbau, Events, Halle im Gewerbepark an der Spree. Sehr hip, sehr Berlin und sehr, sehr viele unbezahlte Überstunden. 

Lehrjahre sind bekanntermaßen keine Herrenjahre und gegen Ende der Lehrzeit wurde die „Pandemie“ ausgerufen, welche ausgerechnet seinen mühsam erlernten Beruf so ziemlich überflüssig gemacht hat. 

Veranstaltungen finden fast nur noch virtuell statt. Die letzten drei Monate seiner „Lehrzeit“ verbrachte mein Sohn damit, FFP2 Masken zu fertigen. Sein Chef hatte die Zeichen der Zeit erkannt. Leonard wurde natürlich nicht übernommen und andere Stellen in seinem Beruf gab es erst recht nicht. Dumm gelaufen!

Statt zum Arbeitsamt zu gehen, hat er ein Jobangebot im Berliner BMW Motorradwerk angenommen. Akzeptieren, was ist. Keine Lust, auf weitere Leere im Geldbeutel nach drei Jahren Lehre. Ehrlich gesagt, war ich zuerst einmal entsetzt über diese Entscheidung.

Stressfreie Tätigkeit

Doch nun hat er mir erklärt, dass dieser Job durchaus seine Vorteile hat. Ganz im Gegensatz zur Lehrzeit, in der es immer wieder Reibereien mit dem Chef gab, sind die Verhältnisse am Band klar definiert.

Die Tätigkeiten als solche sind wiederum derart einfach und repetitiv, dass sie im Prinzip nur die rein physische Anwesenheit erfordern, der Geist bleibt frei. Mein Sohn sagte, er höre die ganze Zeit Musik und meint, dass die Stunden damit erstaunlich schnell vorüber gehen. 

Natürlich gibt es auch keine betrieblichen Probleme, die ihn nach Feierabend beschäftigen könnten. Chancen zum beruflichen „Aufstieg“ gibt es hier nicht. Dienst nach Vorschrift ist völlig ausreichend, darüber hinaus gehende Anstrengungen sind nicht erforderlich. 

Schicht im Schacht!

Wenn die Schicht vorüber ist, geht es ab nach Hause und niemand verlangt mehr von ihm, Überstunden zu leisten. 

Viele „bessere“ Anstellungen verlangen vom Beschäftigten, dass er sich mit seiner Arbeit, mit seiner Firma identifiziert und sich dementsprechend geradezu aufopfert. Das beginnt mit geradezu selbstverständlichen Überstunden, setzt sich mit Arbeit fort, die am Wochenende mit nach Hause genommen werden muß und gipfelt in der ständigen Erreichbarkeit für Vorgesetzte über Mobiltelefon und Internet. 

Hier dringt die Arbeit tief ins Privatleben ein und vermischt sich so stark damit, dass keine klare Trennung mehr vollzogen werden kann. Betriebliche Probleme werden zu persönlichen Problemen gemacht. 
Erst dieses sorgsam indizierte Gefühl der eigenen Wichtigkeit, der Unersetzlichkeit für den Betrieb, macht viele Angestellte zu Sklaven. Leonard geht nach Hause und ist frei.

Erfüllung im Privatleben finden

Nach Schichtende gehört sein Leben voll und ganz ihm und er kann sich dem widmen, was ihn wirklich interessiert. Zeit mit seiner Freundin und Freunden verbringen, chillen und natürlich seiner großen Leidenschaft nachgehen.

Mein Sohn ist nämlich ein Gamer. Er spielt ein überaus komplexes Reality Game, welches großes kreatives Geschick und strategisches Denken verlangt. Die Spieler sind weltweit vernetzt und treffen sich auch persönlich. Demnächst geht es wieder in eine europäische Hauptstadt. 

Ich kenne mich nicht aus, also möchte ich hier auch gar nicht zu viel darüber berichten. Außer, dass sich Leonard unter seinen Mitspielern eine ziemliche „Fame“ erworben haben muss. Das Game ist ihm sehr, sehr wichtig, es ist Für ihn:

Das, wofür es sich aufzustehen lohnt

Dieser Satz ist eine lockere Übersetzung des japanischen „Ikigai“. Der Begriff umschreibt im weitesten Sinne, was der einzelne unter dem Sinn in seinem Leben versteht.

In einer Gesellschaft, die dem Individuum völlige Unterordnung und Aufopferung abverlangt, ist es geradezu lebenswichtig so einen Halt zu haben. Nicht umsonst haben alle sehr alten Menschen in Japan in Umfragen angegeben, ein „Ikigai“ zu haben. 

Obwohl versucht wurde, das völlige Aufgehen des Angestellten in seinem Betrieb zum „Ikigai“ zu erklären, wandten sich die Menschen doch lieber dem Blumenzüchten, oder Gemeinschaftssportarten zu. Mein Sohn spielt eben sein Spiel.

Seine Erfüllung im Inneren suchen

Als Babyboomer wurde ich darauf konditioniert, mich über Äußerlichkeiten zu definieren. Motorräder, Sportwagen, Markenkleidung und Luxusgegenstände, all das, wofür man viel Geld benötigt.

So wurde „viel Geld verdienen“ zur obersten Priorität in meinem Leben. Das hat relativ schnell und mühelos geklappt, denn mir war von Anfang an klar, dass ich das nur als Unternehmer schaffen würde. Den Umweg über Studium und Karriere hatte ich als Irrweg erkannt und ihn mir erspart.

Erst später habe ich gemerkt, dass mir der jeweils nächste Porsche wesentlich weniger Lustgewinn bringen würde, als sein Vorgänger. Plötzlich waren mir Freunde, Beziehungen und die Beschäftigung mit Philosophie und Spiritualität wichtiger als noch mehr Geld. Dabei ist es geblieben, deswegen sitze ich hier und schreibe.

Lernen von den Millennials

Die Generation meiner Kinder tickt weitgehend anders. Vielleicht auch, weil sie am Beispiel ihrer Eltern sehen konnten, welche Nachteile deren Weg mit sich brachte?

Jedenfalls sind sie mit ihrer Haltung besser gerüstet für den „Großen Reset“, als die Meisten meiner Generation. Die Ansage für die Zukunft lautet nämlich „Nichts zu besitzen und dennoch glücklich zu sein“. 

Das ist ein Glück, das man eben nur in seinem Inneren, nur aus sich selbst heraus finden kann. Ein Glück, das nicht von so vergänglichen Dingen wie Vermögen und Sozialstatus abhängig ist. Ein Glück, das man auch unter eher unglücklichen Umständen empfinden kann. 

Vor 40 Jahren haben mich solche Gedanken noch zur Rebellion veranlaßt. Zum Konsumrausch, ich wollte ALLES besitzen. Heute besitze auch ich nicht einmal mehr ein Auto. Nicht etwa, weil ich mir keines kaufen könnte, sondern weil ich es einfach nicht brauche.

Glücklich, auch im Hamsterrad

In meinem Umfeld dreht sich fast alles darum, dem Hamsterrad angestellter Arbeit in Deutschland zu entkommen. Eine ortsunabhängige Selbstständigkeit aufzubauen, viel Geld zu verdienen, keine Steuern zu bezahlen und einen Großteil des Lebens auf Reisen zu verbringen. 

Ich kann das sehr gut verstehen, denn schließlich lebe ich selbst diesen Lebensstil, gehöre sogar zu den Vorreitern des Trends. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass es eine ganze Menge von Menschen gibt, die sich tagein, tagaus in eben jenem Hamsterrad abstrampeln und dennoch glücklich dabei sind.

Wir sollten nicht annehmen, dass nur unser Weg der einzig heilbringende ist. Wir dürfen nicht auf die Menschen im Hamsterrad herabsehen, nur weil sie sich klaglos in eine Gesellschaft einordnen, die uns nicht gefällt. 

Es kann nicht nur Chefs geben

Wir müssen, ganz im Gegenteil, froh darüber sein, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen eben nicht so denkt wie wir. Wer sollte sonst all jene Tätigkeiten ausführen, die für unseren Instagram-Lifestyle unerläßlich sind?

Meine eigene Freiheit verdanke ich insbesondere meinen Mitarbeiterinnen, die sich darum kümmern, dass die Online-Bestellungen ausgeführt werden. Den Arbeitern, die meine Waren herstellen und den Fahrern, die sie zu meinen Kunden bringen. Alles Menschen im Hamsterrad. 

Erst ihre Arbeit ermöglicht es mir, Chef zu sein. Jener Mensch, der ihnen einen Teil der Lebensrisiken abnimmt und ihnen erklärt, was zu tun ist. Meine Leute sind froh darüber und sagen mir immer wieder, dass sie niemals mit mir tauschen wollten. Und doch können wir nicht ohne einander existieren, Niemand ist wichtiger.

Es ist nichts verkehrt daran, im Hamsterrad zu laufen. So lange man dabei glücklich ist! Daran hat mich mein Sohn mal wieder erinnert. Danke Leo!

Welche Kryptowährungen werden sich durchsetzen?

Meine Glaskugel habe ich nach dem letzten Kurssturz gegen die Wand geworfen, aus dem Kaffeesatz lesen, soll aber auch funktionieren…

Über die reine Spekulationen hinaus, gibt es zum glück noch ein paar andere Indikatoren, wie die Zukunft aussehen könnte. Bitcoin ist der first mover, die erste funktionierende Kryptowährung überhaupt und sein Kurs hat sich über das Jahrzehnt seiner Existenz exponentiell gesteigert. 

Am 9. Februar 2011 war ein Bitcoin erstmals so viel wert, wie ein US-Dollar, während ich diese Zeilen schreibe muß man für den Kauf eines Bitcoin rund 7.300 Dollar ausgeben. 

Bitcoin hat den höchsten Nennwert und das wird lange so bleiben

An den Gegenwert eines Bitcoin wird in naher Zukunft sehr wahrscheinlich kein anderer Coin herankommen. Sehen wir uns mal die Konkurrenten an, www.coinmarketcap.com liefert die Daten zu über 5.000 verschiedenen Krypto-Projekten:

Marktkapital von Kryprowährungen

Hier ist Bitcoin der absolute Spitzenreiter, was den Gegenwert in Fiatgeld betrifft. Weit abgeschlagen die Nummer 2 auf der Liste, Maker, bei einem Kurs von 325 US-Dollar.

Geht es um das Wertsteigerungspotenzial, bieten Altcoins bessere Chancen

Der Wert eines Bitcoin hat sich seit 2011 um das 20.000-fache gesteigert, um jetzt gerade beim 6.660-fachen zu verharren. Das ist nicht das Ende aller Tage, da ist noch reichlich Luft nach oben. Doch eben nicht grenzenlos. Hier ist eine andere Zahl von Coinmarketcap interessant:

Dieses sogenannte Marktkapital ist das Produkt aus:

ANZAHL x KURSWERT

Derzeit gibt es rund 18.289.812 Bitcoin, multipliziert mit dem Preis von im Moment $6.659 ergibt das eine Marktkapitalisierung von derzeit fast 122 Milliarden US Dollar. 

Aus dieser Zahl läßt sich jedoch auch ablesen, dass die Kursfantasien irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Würde sich der Kurs des Bitcoin nochmals um den Faktor 7.000 multiplizieren, würde sein Marktkapital schon einen beträchtlichen Teil des überhaupt existierenden Geldes ausmachen. 

Außer im Fall einer weltweiten Hyperinflation, halte ich das für unwahrscheinlich. 

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass einige der jetzt noch relativ unbekannten Coins, deren Wert derzeit Bruchteile von Cents beträgt ähnlich fulminante Steigerungen erfahren. 

Multipliziere ich den aktuellen Preis eines CARDANO von 0,3 Cent mit dem gleichen Faktor 7.000 komme ich auf einen Kurs von $210 pro Coin. 

Hoffentlich wird das so kommen, denn ich besitze 60.000 davon. Cardano ist mithin auch mein persönlicher Favorit, was sein Potenzial betrifft. 

Bitcoin oder Shitcoin?

So werden jene Projekte genannt, denen allzu deutlich anzusehen ist, dass nicht viel mehr dahinter steckt, als die Absicht der Initiatoren, sich die Taschen ordentlich zu füllen. 

Die Software hinter Bitcoin und Ethereum ist open source und damit beliebig veränderbar und kopierbar. Im Prinzip kann jeder seinen eigenen Coin erschaffen und mit etwas Marketing und Social Media Skills promoten.

Ein Beispiel dafür, wie so etwas geht, liefert der Doge-Coin, der, ursprünglich als Witz gedacht, bis heute überlebt hat.

Derzeit beträgt sein Marktkapital sage und schreibe 228 Millionen Dollar! Ich halte daran keinen Anteil…

Inzwischen haben sich Kriterien entwickelt, aufgrund derer sich die Projekte relativ leicht analysieren lassen. Pionierarbeit hat dabei die Firma Weiss Ratings geleistet, die als erste ein unbestechliches Rating Modell für Kryptowährungen erstellt hat.

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Ein hoffnungsvoller Blick in den Rückspiegel

Eigentlich ist genau jetzt ein recht guter Zeitpunkt für den Einstieg in die Kryptowelt. In einer globalen Krise hält die Welt den Atem an, Die Kurse sind mal eben um rund 30% abgestürzt, doch das wird mit Sicherheit nicht so bleiben. 

Diese Liste zeigt die Kurse der drei damaligen Top 3 im Dezember 2017, zu finden auf www.coingecko.com

Wenn wir nur dieses Niveau erreichen, ist schon viel gewonnen und doch stehen wir auch dann erst am Anfang einer Entwicklung. Kryptowährungen schaffen die schon lange benötigte Zahlungsebene auf dem Internet. Wir stehen erst am Anfang einer grundlegenden Revolution des Geldwesens.

Die Welt wird nach Corona noch digitaler sein und wir werden schon bald digitale Versionen von Euro und Dollar auf dem Smartphone halten. Umso größer wird die Nachfrage nach freien Alternativem zu den Zentralbankwährungen werden. 

Insbesondere Projekte, die dank Anonymisierung einen digitalen Bargeldersatz anbieten werden, halte ich für sehr zukunftsträchtig. 

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In Gold Investieren

Ist in Gold zu investieren, eine sichere Sache? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. In diesem Artikel nenne ich dir die wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich auf Gold zu setzen und im Fall der Fälle auch wirklich davon zu profitieren.

Gold hat die Menschen seit jeher fasziniert und für tausende von Jahren war es sowohl universelles Zahlungsmittel als auch Wertspeicher. Auch Papiergeld war bis vor knapp 50 Jahren noch komplett durch Gold gedeckt.

Der US Dollar verdankte seinen Aufstieg zur weltweiten Leitwährung dieser strengen Golddeckung. Doch1971 war damit Schluß und andere Währungen folgten auf dem Fuß. Seither können Zentralbanken die Geldmenge mehr oder weniger beliebig vermehren. Wir haben nur noch Fiat Geld, nach dem lateinischen Ausdruck für “so sei es”.

Spätestens seit der Bankenkrise von 2009 ist das Vertrauen in dieses System zu Recht schwer beschädigt und eigentlich haben wir uns gedanklich bereits mit dem nächsten Crash abgefunden. Niemand möchte ernsthaft in Frage stellen, dass er kommen wird. Lediglich über das “Wann” wird noch argumentiert.

Neben den neuen digitalen Werten wie Bitcoin und Altcoins, die genau vor diesem Hintergrund geschaffen wurden, bieten sich Edelmetalle als klassische Alternative zu Geld und Geldprodukten an.

Goldpreisenwicklung der letzten 20 Jahre
Goldpreisentwicklung der letzten 20 Jahre

Der Goldpreis hat sich im Laufe der letzten 18 Jahre von $300 pro Unze auf knapp $1.800 versechsfacht, das entspricht vereinfacht ausgedrückt einer Zuwachs von durchschnittlich 30% pro Jahr. Dennoch lautet mein erster Rat:

1. Gold ist eine langfristige Investition

Investiere nur Geld, das du innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht brauchen wirst. 

Kommt der nächste Crash, wirst du dich über einen schönen Zuwachs wie in den letzten Krisenjahren 2009 bis 2011 freuen können. Darauf spekulieren solltest du dennoch nicht, die Notenbanken könnten sich auch noch eine ganze Weile durchmogeln wie bisher.

2. Investiere nicht auf Kredit

Auch wenn die derzeitige Zinslage die Versuchung aufkommen läßt, solltest du deine Edelmetalle niemals mit geliehenem Geld kaufen.

Das gesamte marode Finanzsystem beruht auf sofortigem Konsum bei aufgeschobener Bezahlung. Dein Gold wird ein Gegengewicht dazu bilden.

Das kann jedoch nur dann funktionieren, wenn du jetzt auf Konsum verzichtest, um später die Belohnung zu erhalten.

Nur Gold ist auch wirklich Gold!

3. Kaufe Gold, kein Papier

Nicht nur Währungen sind künstlich aufgeblasen. Schätzungen zufolge existiert 250 mal mehr Gold in Form von Wertpapieren, als physisch vorhanden ist. Manche behaupten, dass damit der Preis künstlich niedrig gehalten wird.

Der Sinn einer Anlage in Gold ist gerade, dass du damit eine knappe Resource erwirbst. Zertifikate oder Kontrakte sind dagegen nur ein leeres Versprechen.

Sie sind auch dann nicht empfehlenswert wenn versprochen wird, dass sie durch physisches Gold gedeckt sind. Im Falle einer erneuten Finanzkrise könnte nämlich die herausgebende Bank in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihr Versprechen nicht halten können.

Gewinne aus derartigen Finanzprodukten sind auch nur dann steuerbefreit, wenn die Wertpapiere einen Lieferanspruch auf echtes Gold beinhalten. Das hat der Bundesfinanzhof im  Februar 2018 erneut bestätigt. (Az. IX R 33/17). Die Spekulationsfrist beträgt ein Jahr.

4. Dein Gold muss dir auch gehören!

Auch das ist nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. Viele Finanzprodukte versprechen, das Metall für dich in einem Pool zu halten, ohne dir jedoch das Eigentum an konkreten Barren oder Münzen zu übertragen. Mit derartigen Produkten erwirbst du eben kein Metall sondern lediglich einen Anspruch auf die Auszahlung des Gegenwertes in Geld zum aktuellen Tageskurs. 

Das läuft auch dem Sinn einer wertstabilen Investition außerhalb des Geldsystems diametral entgegen. 

Kleiner Goldvorrat
Immer dabei. Gold für 6 Monate Leben

5. Halte einen Teil deines Goldes in kleinen Münzen

Wir wissen nicht, ob die Erwartung der großen Krise Verschwörungstheorie oder reine Angstmache ist. Es ist hingegen historische Tatsache, dass schon öfter Vermögen durch Inflation vernichtet wurden.

In Argentinien ist es ein Dauerthema und gerade erst habe ich in Venezuela erlebt, wie kompliziert der Alltag mit einer extrem instabilen Währung werden kann.

Auch Deutschland hat im letzten Jahrhundert zwei Mal eine völlige Geldentwertung erlebt. Niemand kann dir garantieren, dass so etwas nicht wieder passieren wird. Im großen Chaos der 1920er Jahre hatte schon eine Unze Gold einen enorm hohen Wert.

Ein Kilobarren taugt in so einem Fall natürlich nicht als Zahlungsmittel, nur kleine Einheiten machen als Krisenwährung Sinn. Ich halte zu diesem Zweck etwa 5.000 Euro in kleinen Münzen bereit. Das kleine Beutelchen passt problemlos in die Hosentasche und wiegt etwa so viel wie mein iPhone.

Während der ersten großen Krise, im Lockdown von 2020, habe ich allerdings feststellen müssen, dass auch alle Stellen, bei denen ich Gold hätte verkaufen können, von diesem betroffen waren. Den berühmten Notgroschen solltest du daher besser doch in Bargeld halten.

Münzen wie Krügerrand und Maple Leaf haben den zusätzlichen Vorteil auch als gesetzliche Zahlungsmittel zu gelten. Damit ist ihr Erwerb in Deutschland und vielen anderen Ländern von der Mehrwertsteuer befreit. Außerdem können sie problemlos gehandelt werden.

6. Wo kannst du deinen Goldschatz sicher aufbewahren?

Größere Mengen Gold kannst du natürlich nicht mehr mit dir herumtragen und es ist auch keine so tolle Idee, sie im Garten zu vergraben, falls du überhaupt einen hast. Mein Onkel hatte seine mächtige Bücherwand auf Goldbarren gestellt und das ging Jahrzehnte lang gut. Nicht einmal die Steuerfahndung hat sie entdeckt! Mit genügend Zeit finden Einbrecher aber einfach alles. 

Leider hat auch die Lagerung im Bankschließfach ihre Nachteile. Der Inhalt von Schließfächern ist meist nicht automatisch versichert und damit eine Versicherung im Schadensfall Ersatz leistet, musst du beweisen können wie viel Gold dort gelagert war. Das kann unter Umständen sogar mit Fotos schwierig werden, so dass es sich empfiehlt Zeugen zu haben. Bei aller Liebe zu meinen Mitmenschen, möchte ich persönlich in derlei Dingen Angelegenheiten keine Mitwisser haben. 

Denken wir wieder einmal pessimistisch, dann bleiben bei einer Bankenpleite Gold und weitere Wertgegenstände zwar immer noch dein Eigentum, doch hast du möglicherweise für eine Weile keinen Zugang zu deinem Schließfach. Gerade dann, wenn du es dringend bräuchtest.

Natürlich spricht auch die Möglichkeit staatlichen Zugriffs auf dein Privatvermögen gegen die Lagerung bei Geldinstituten.

singapur skyline
Singapur ist ein sicherer Hafen für dein Vermögen

7. Lagerung bei Spezialunternehmen

Bei einem ortsunabhängigen Lebensstil kommt ohnehin nur die Lagerung bei einem darauf spezialisierten Unternehmen in Frage. 

Diese hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich den Kauf und Verkauf von Edelmetallen von jedem Ort der Welt aus online erledigen kann. Wenn ich einen Vorrat an Münzen bei mir trage, spielt es auch keine große Rolle, wie weit es bis zu meinem Tresor ist.

Die meisten dieser Anbieter finden sich in London, der Schweiz und in Singapur. Ich habe mich schon aus Prinzip für einen Standort außerhalb Europas entschieden und halte mein Edelmetall bei der Firma bullionstar in Singapur.

8. Halte dich an die Gesetze

Bedauerlicherweise ist der alte Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung inzwischen abgeschafft. Besonders dann, wenn es um Vermögenswerte ungeklärter Herkunft geht. 

Das neue Geldwäschegesetz erlaubt dir Goldkäufe mit Bargeld über 2.000 Euro nur noch gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises. Der Verkäufer muss die Ausweiskopie zusammen mit dem Beleg über den Verkauf lediglich 10 Jahre lang aufbewahren. Noch besteht keine Meldepflicht für derartige Verkäufe. 

Falls dein Verkäufer jedoch aus irgendeinem Grund geprüft wird, solltest du die Herkunft der Barmittel belegen können. Es mag so gewesen sein, dass Oma 100.000 Euro im Küchenbuffet aufbewahrt hatte, dennoch werden die Behörden dies nicht als einwandfreien Herkunftsnachweis anerkennen und dein Gold beschlagnahmen.

9. Kaufe dein Gold anonym

Auch das geht: Gold gegen Bitcoin

Wer bei früheren Goldverboten und Einziehungen seine Reserven verschwiegen hat, konnte damit rechnen, unentdeckt zu bleiben. In unserer vernetzten Welt sind die Maschen wesentlich enger.

Es ist also besser, wenn niemand in deinem Land von deinem Gold weiß. Noch kannst du im Goldhandel Münzen und Barren bis zum Gesamtwert von 10.000 Euro ohne Ausweispflicht kaufen. Pro Kauf versteht sich. 

Dann hast du jedoch wieder das Problem mit der sicheren Aufbewahrung. Viel eleganter ist es daher z.B. direkt bei bullionstar zur Lagerung in Singapur zu kaufen und mit Bitcoin zu bezahlen. Frag mich einfach, ich helfe dir gerne dabei.

10. Traue niemandem und schon gar nicht deiner Regierung!

„Es ist gefährlich, richtig zu liegen, wenn die Regierung falsch liegt“ Das Zitat von Voltaire hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Auch hier ist die Geschichte des letzten Jahrhunderts voller warnender Beispiele. Auch in Deutschland.

Schon die demokratisch verfasste Weimarer Republik erließ zur Bekämpfung der Inflation Verordnungen, welche nicht nur Gold und Devisenbesitz unter Strafe stellten, sondern auch zur Ablieferung dieser Bestände verpflichteten. Das Ganze wurde mit Razzien und Durchsuchungen durchgesetzt. 

Auch in den USA, dem Mutterland aller Demokratien, erließ Präsident Roosevelt 1933 ein Goldverbot und verpflichtete die Bürger ihre Bestände zum Preis von $24 pro Unze an die Regierung zu verkaufen. In der Folge wurde der Goldpreis bei $35 festgeschrieben. Das Verbot wurde erst nach über 40 Jahren im Jahre 1974 aufgehoben! Bei Zuwiderhandlungen drohten bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Das ebenfalls demokratische England verbot seinen Bürgern 1966, Goldmünzen zu erwerben oder mehr als vier Münzen zu besitzen. Alle übrigen Stücke sollten bei der Bank of England abgeliefert werden, welche sie für die Deckung des Pfund Sterling benötigte.

Vor diesem Hintergrund fällt es nicht schwer zu erahnen, welche Verordnungen und Gesetze im Falle einer erneuten schweren Finanzkrise erlassen werden.